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KREFELD MACHT SEINEM TRAINER EIN GEBURTSTAGSGESCHENK

23. March 2025

München und Krefeld sind die beiden großen Gewinner des Doppelspieltags zum Feld-Jahresauftakt 2025 in der 1. Bundesliga Herren. Nur dem MSC und dem CHTC gelangen die maximalen sechs Punkte. Als einziger der zwölf Erstligisten ging Schlusslicht Großflottbek ohne Zähler aus dem Doppelwochenende.

Aufsteiger GTHGC, nach dem 1:3 am Vortag in München unter Zugzwang, den Kontakt zur Konkurrenz noch vorschnell abreißen zu lassen, empfing auf heimischem Platz Nachbar Hamburger Polo Club. In einer ziemlich ausgeglichenen Partie, die nicht auf ein Duell zwischen dem aktuellen Tabellenletzten und dem Spitzenreiter schließen ließ, reichte den Gästen eine einzige Unterschiedsaktion zu drei Punkten. Nach 19 Minuten gelangte nach einem Pass von Paul Kaufmann der Australier Tom Craig in Abschlussposition. Craig umkurvte noch TW Nicolas Hillmann und traf dann mit der Rückhand aus spitzestem Winkel zum 0:1. Dabei blieb es trotz energischen Versuchen der Platzherren, die nun bereits sechs Punkte Rückstand auf Tabellenplatz elf und gar neun Zähler auf eine Viertelfinalposition haben.

 

Mitaufsteiger München, als Tabellenvorletzter ins Jahresprogramm gestartet, haben diesen Sprung raus aus der Abstiegsrundenzone geschafft. Dem 3:1 über Flottbek ließen sie am Sonntag einen weiteren Heimsieg über ein hanseatisches Gästeteam folgen. Der UHC Hamburg wurde mit 2:1 (1:1) bezwungen. Nach schnellen Anfangstoren durch Leo Schur (2.) zur Münchner Führung und Henri du Cuvry (6.) zum 1:1 blieb es lange bei diesem ausgeglichenen Spielstand. Drei Minuten vor Ende profitierte Leo Mink von einem Stoppfehler in der UHC-Verteidigung, umkurvte noch TW Dominic Dixon und schob zum umjubelten 2:1 (57.) ein. Auch per Schlussecke konnte der UHC die Niederlage nicht mehr abwenden. München ist nun Tabellenachter, der UHC rutschte von sechs auf sieben.

 

Überholt wurden die Hamburger vom Crefelder HTC. Dieser feierte nach dem Samstags-4:3 über Berlin nun mit 1:0 bei Uhlenhorst Mülheim den zweiten Dreier. Lange bevor Niklas Wellen per Eckennachschuss (43.) den Siegtreffer der Gäste erzielte, hätte der CHTC im Mülheimer Waldstadion führen müssen. Vor allem der starke Uhlenhorst-Keeper Felix Damberger hielt seinem Team den oft bedrohten Kasten sauber. In der zweiten Hälfte und natürlich in der Schlussphase auch ohne Torwart drängte Mülheim auf den Ausgleich, der allerdings nicht fiel. So blieb es beim knappen Sieg der Krefelder, die ihrem Trainer Jo Schmitz zum 37. Geburtstag ein schönes Geschenk machen konnten.

 

Ein Blitzstart legte für den Harvestehuder THC die Basis für den 4:1-Auswärtssieg beim TSV Mannheim Hockey. Bereits nach neun Minuten lagen die Hamburger durch Craig Marais (5.), Moritz Pfähler (E. 8.) und Anton Pöhling (9.) mit 3:0 in Front. Auch wenn die Gastgeber sich dann schüttelten und besser im Spiel waren, gelang es ihnen nicht, den großen Rückstand entscheidend abzubauen. Der Anschlusstreffer von Moritz Rothländer (7m, 38.) war zu wenig. Endgültig Klarheit schaffte das 1:4 (58.), als auch Anton Pöhling einen Siebenmeter verwertete.

 

Immerhin ein 2:2-Unentschieden nach 60 Spielminuten rang der Club an der Alster dem amtierenden Meister Mannheimer HC ab. Und im fälligen Shoot-out hatte Dieter Linnekogel einen Matchball, die Torlatte bewahrte den MHC vor dem Verlust des zweiten Punktes. Dieser blieb dann mit 4:3 tatsächlich noch bei den Hausherren. Im Spiel hatte Robert Köpp die Hamburger in Führung gebracht (7.). Matteo Poljaric (15.) und Gonzalo Peillat (E, 43.) drehten den Spielstand zugunsten des MHC, der leicht auch hätte noch das 3:1 machen können. Dieses Versäumnis wurde mit dem späten Ausgleich (57.) durch Till Brockmann bestraft. Im Shoot-out waren Andreas Rafi, Matteo Poljaric, Ben Hasbach und Raphael Hartkopf für Mannheim erfolgreich, Anton Boeckel, Jack Heldens und Ferdinand Steinbach trafen für Alster, das mit nur einem Punkt aus zwei Mannheim-Spielen die Heimreise antreten musste und als Neunter nun in die Play-down-Zone abgerutscht ist.

 

Ein Shoot-out gab es auch in Köln (Foto). Der Berliner HC bejubelte zwar quasi mit der Schlusssirene den vermeintlichen 3:2-Siegtreffer durch Jonas Poeschel. Aber der Ball hatte nach Ansicht der Schiedsrichter erst nach Ablauf der Spielzeit die Torlinie überschritten. Nah dran an drei Punkten waren die Gäste schob bei einer 2:0-Führung, für die Liam Holdermann (7m, 20.) und Neuzugang Linus Neuhaus (29./der Jugendspieler war nach der Winterpause von den Zehlendorfer Wespen zum BHC gewechselt). Nach der Halbzeit bäumte sich Rot-Weiss auf und kam durch Justus Warweg (41.) und Christopher Rühr (54.) zum 2:2-Unentschieden. Im Shoot-out lief es für Köln deutlich besser als bei der Vortagsniederlage gegen Mülheim. Torwart Phil Oberländer, der für den an der Leiste operierten Nationalkeeper Jean Danneberg den Kasten hütete, ließ sich lediglich von Paul Dösch bezwingen und sorgte für den Extrapunkt. Aran Zalewski, Christopher Rüh und Justus Warweg sicherten den 3:1-Sieg.

 

Foto: S. Fehrmann / Sports-Gallery