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BERLINER HC UND DÜSSELDORF ZURÜCK AN DER SPITZE

22. December 2024

Dank ihrer höheren Siege schoben sich am Samstag Berliner HC und Düsseldorfer HC wieder auf Platz eins ihrer Gruppen in der 1. Bundesliga Damen vor. Im Kampf um den Klassenerhalt feierten Bremen (Foto) und Ludwigsburg wichtige Siege.

Gruppe Nord

 

Alster hatte mit dem Freitagssieg über Harvestehude vorgelegt, im Dreikampf um die beiden Viertelfinalplätze konnte Großflottbek am Samstag nun nachziehen. Der UHC Hamburg wurde 4:2 (1:0) besiegt. Die Pausenführung baute Flottbek bis zum 3:0 (47.) aus, ehe der UHC die Sache mit zwei Anschlusstreffern noch einmal spannend machte. Das vierte Flottbeker Tor besiegelte den Dreier für den GTHGC, der durch Kaja Hansen, Svea Böker, Julia Balcerzak und Lena Micheel zu seinen Treffern kam. Michaela Wienert und Marlene Wiewiorra trafen für den UHC, der weiter um seinen Klassenerhalt besorgt sein muss.

 

Im Abstiegskampf schaffte der Bremer HC mit seinem 5:4 (2:2) beim Hamburger Polo Club eine Vorentscheidung zu seinen Gunsten. Wieder verstärkt mit der vom Nationalmannschaftstrip zurückgekommenen Lena Frerichs, die auch gleich das 0:1 schoss, ließ Bremen die teils hohen Niederlagen der letzten Spieltage hinter sich und lag bei Polo niemals in Rückstand. Über 1:3 und 2:5 kam es erst in den letzten zwei Minuten zur Verknappung des Ergebnisses. Hannah Gablac (2) und Luci Hiepen (2) teilten sich die Torausbeute bei den auf dem letzten Platz verharrenden Hamburgerinnen; Natalie Hoppe (2), Lena Frerichs, Marie Frerichs und Paulina Scherrer führten Bremen wie schon im Hinspiel zum Sieg.

 

Gruppe Ost

 

Die drei Viertelfinalkandidaten gewannen durchweg ihre Spiele. Und weil dies dem Berliner HC am deutlichsten gelang, übernahm der BHC nach seinem 14:2 (6:1) über den TC Blau-Weiss dank des besseren Torverhältnisses die Spitze von TuS Lichterfelde, das zuhause gegen den ATV Leipzig lediglich mit 4:2 (1:1) die Oberhand behielt. Im Spiel des BHC konnte Blau-Weiss-Spielerin Pauline Kleikemper zum 1:1 und 2:9 die Toreflut des Favoriten kurz unterbrechen. Für den Sieger schraubten Pahila Arnold (4), Alina Jäger (4), Johanna Franz, Alessa Volkert, Lotta Curanz, Stefanie Wendt, Philine Drumm und Zoe Neßelhauf das Resultat in die Höhe.

 

Seiner drei Punkte sicher sein konnte sich Lichterfelde erst kurz vor Schluss, als das 4:2 fiel. Aus einem Leipziger 1:0 wurde ein 3:1 für TuSLi. Der zweite Treffer von Nadia Ziane machte die Sache nochmal spannend. Für Lichterfelde schossen Alicia Becker (2), Sophie Ullrich und Hannah Lämmel die Tore.

 

Erst in der zweiten Halbzeit konnten die Zehlendorfer Wespen ihren 8:2 (1:1)-Auswärtssieg beim Osternienburger HC unter Dach und Fach bringen. Vor der Pause führte das Schlusslicht durch Tina Mourek sogar 1:0. Später konnte Sophie Berger noch zum 2:4 verkürzen. Aber auf Dauer war das zu wenig, um gegen die Berliner Gäste mithalten zu können. Friederike Seifert (5) und Lena Keller (3) sorgten gemeinsam für den Triumph der Wespen, die drei Punkte hinter dem Führungsduo auf Lauerstellung liegen.

 

Gruppe Süd

 

Mannheimer HC und vor allem Münchner SC machten große Schritte Richtung Viertelfinale, der HC Ludwigsburg Richtung Klassenerhalt. Meister MHC musste beim Rüsselsheimer RK bis Mitte des dritten Viertels harten Widerstand des Tabellenletzten bekämpfen. Erst mit einem Doppelschlag zum 1:4 (38.) konnte sich Mannheim absetzen und letztlich noch ein klares 9:1 (2:1) feiern. Carolin Seidel (2), Sonja Zimmermann (2), Verena Neumann (2), Charlotte Hendrix, Carla Mees und Julie Pieper schossen die Tore beim Sieger, für den RRK traf Mara Bentscheck zum 1:2.

 

Fast schlimmer als die bestimmt nicht ganz unerwartete Niederlage gegen den Tabellenführer kam für Rüsselsheim der gleichzeitige Sieg des Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt. Der HC Ludwigsburg gewann beim Feudenheimer HC mit 3:2 (2:1). Über 2:0 und 3:1 rettete der Aufsteiger HCL sein kelines Polster bis über die Ziellinie. Pauline Himmler und Jule Koßwig trafen für den FHC; Jessica Schwarz, Daniele Bauer und Greta Meissner sorgten für den zweiten Ludwigsburger Sieg über Feudenheim und damit auch für drei Punkte Vorsprung auf Rüsselsheim, das außerdem noch 21 Treffer hinter dem HCL hinterherhinkt.

 

Eine Vorentscheidung um Platz zwei fiel in der Partie zwischen Münchner SC und TSV Mannheim Hockey. Die Gäste aus dem Badischen schienen bei einer 6:3-Führung (39.) auf bestem Weg das Spiel zu gewinnen und damit den MSC von Platz zwei der Tabelle zu verdrängen. Doch in der restlichen 21 Minuten konnte Mannheim keinen einzigen Treffer mehr nachlegen. Und so konnte sich München Stück für Stück zurückarbeiten. Nach 49 Minuten war der 6:6-Gleichstand erreicht, drei Minuten später fiel der 7:6-Siegtreffer des MSC, der in Nike Beckhaus (3), Jacqueline Dorner, Philin Bolle, Julkia Schedl und Josefine Wahmes seine Torschützinnen hatte. Beim TSV waren Ines Wanner (3), Marie Fischer (2) und Mali Herberhold erfolgreich. Mit vier Punkten Vorsprung auf den TSV geht München in die letzten drei Spiele.

 

Gruppe West

 

Seine am Vorabend mit dem grandiosen 8:1 gegen Düsseldorf eroberte Tabellenführung musste Rot-Weiss Köln trotz eines 9:4-Auswärtssieges bei Uhlenhorst Mülheim wieder abgeben. Grund dafür ist das 10:1 des punktgleichen Konkurrenten DHC bei Schwarz-Weiß Köln. Dessen Rückstand ans rettende Ufer ist weiter gewachsen, weil die beiden anderen Teams in der unteren Tabellenhälfte jeweils einen Punkt auf ihr Konto brachten. Club Raffelberg und Bonner THV trennten sich 3:3-(2:1)-Unentschieden. Beim 0:1 und 2:3 lagen die Gäste vorn. Raffelberg sorgte fünf Minuten vor Ende für den Schlussstand. Giulia Funkel, Carolin Schmid und Sarah Gehring schossen die CR-Tore; beim BTHV waren es mit Kira Schmitz, Marie Eidenschink und Lauretta Ojiako ebenfalls drei Einzelschützinnen.

 

Beim Spiel in Mülheim konnte sich Rot-Weiss von einem 1:1 über 1;6, 3:6 und 4:7 zum 4:9 (1:6) Endstand absetzen. Claire Engel, Maike Scheuer, Maja Hemmerle und Carla Hartmaring-trafen für Uhlenhorst; beim Sieger waren Antonia Lonnes (4), Katharina Reuten (3), Johanna Czech und Emma Boermans die Schützinnen.

 

Eine Halbzeit lang merkte man dem Düsseldorfer HC die Nachwehen des 1:8 vom Vorabend bei Rot-Weiss an. So stand es zur Pause beim bislang sieglosen Schlusslicht Schwarz-Weiß Köln lediglich 1:1. Luisa Schmitt hatte die DHC-Führung ausgeglichen. Erst in der zweiten Hälfte fand der Favorit auch offensiv wieder die altbekannten Lösungen. Mabel Brands (5), Selin Oruz (3), Lucy Zich und Elisa Gräve trieben das Resultat noch zum 10:1 in die Höhe. Das Ergebnis reichte gerade so, um auf Rang eins zurückkehren zu können.

 

Foto: Kaste