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21. January 2023

Keinen Fehltritt leisteten sich die Tabellenführer der vier Gruppen der 2. Bundesliga Herren bei ihren Samstags-Heimspielen.


Nord-Spitzenreiter Großflottbeker THGC tat sich gegen den Marienthaler THC lange Zeit schwer. Der Aufsteiger konnte die knappe 4:3-Halbzeitführung der Gastgeber sogar ausgleichen (4:4/36.), ehe Flottbek noch einmal die Zügel anzog und zum 9:4-Endstand wegzog. Jakob Schmidt hatte mit fünf Treffern den größten Anteil, beim MTHC waren es vier einzelnen Schützen. Verfolger Klipper Hamburg drehte beim TTK Sachsenwald im letzten Viertel einen größeren Rückstand noch zu einem knappen 10:9-Auswärtssieg. Die Gastgeber hatten ihren 4:3-Pausenvorsprung zum 6:3 (41.) ausbauen können, ehe sich Klipper eines Besseren besann, schnell zum 6:6 (47.) ausglich und beim 8:9 (56.) dann erstmals in Führung ging. Finn Dabelstein war mit fünf Treffern einmal mehr die Torgarantie des TTK, beim Sieger teilten sich die Bernstein-Brüder Luis (4) und Leon (3) den Großteil der Tore.

 

Wie Flottbek und Klipper blieb auch im Osten das Top-Duo erfolgreich. Tabellenführer Zehlendorf 88 schlug den Cöthener HC mit 8:4 (5:2). Nach der Pause war der Erstligaabsteiger nochmal auf 3:5 herangekommen, zu einer Wende kam es jedoch nicht, Zehlendorf zog auf 8:3 weg. Fabian Köppe war mit drei Erfolgen der beste Z88-Schütze, bei CHC schoss Karl Rosenkranz sämtliche vier Treffer. Zehlendorfs Verfolger Osternienburger HC wäre bei Rotation Prenzlauer Berg beinahe gestrauchelt. Ihre 2:1-Halbzeitführung konnten die Berliner auf 3:1 (53.) ausbauen. Was den OHC aber nicht daran hinderte, mit drei späten Toren (56./58./59.) den Spielstand noch zu drehen und als 4:3-Sieger nach Hause zu fahren. Christopher Nörskau schoss drei der vier Rotation-Tore, bei Osternienburg traf Tobias Mettchen doppelt.

 

Im Süden benötigte Spitzenreiter HC Ludwigsburg im Heimspiel gegen den Rüsselsheimer RK gute Nerven und Glaube an sich selbst, um klare Rückstände noch drehen zu können. Die Gäste führten 4:1 und nach der Pause noch einmal 5:2. Aber diese Drei-Tore-Polster reichten Rüsselsheim nicht. Ludwigsburg hatte beim 5:5 (40.) erstmals ausgeglichen, auch ein 5:6 (43.) steckten die Hausherren weg. Mit zwei Toren (49./58.) kam der HCL noch zum umjubelten 7:6 (2:4)-Sieg. Mathias Schurig war mit drei Toren, darunter das siegbringende 7:6, der beste HCL-Schütze, beim RRK trafen Nils Schmitt und Niklas Isselhard ebenfalls dreifach. Den in der Vorwoche eroberten zweiten Tabellenplatz verlor der Nürnberger HTC gleich wieder. Zuhause gab es ein 4:5 (3:2) gegen den HTC Stuttgarter Kickers. Das 3:2 zur Pause war die einzige Führung des NHTC, meist führten die Gäste, die nach dem 4:4 (50.) in der vorletzten Minute den Siegtreffer schossen. Max Lassen (NHTC) und Lucca Epple (HTC) waren jeweils Doppeltorschützen. Die vorerst auf den zweiten Rang zurückgekehrten Schwaben könnten am Sonntag von TuS Obermenzing in der HCL-Verfolgerrolle abgelöst werden.

 

Der Zweikampf an der Spitze der West-Gruppe geht im Gleichschritt weiter und ist endgültig kein Dreikampf mehr. Denn Schwarz-Weiß Köln muss sich nach der 7:9-Niederlage bei Blau-Weiß Köln wohl endgültig aus dem Aufstiegsrennen abmelden. Im Derby lagen die Schwarz-Weißen schnell deutlich zurück. Die Gastgeber konnten ihr 3:0 über den 4:1-Pausenstand zum 8:2 ausbauen. Über 5:8 und 5:9 arbeitete sich Schwarz-Weiß noch einmal heran. Cedric Nagl und Joshua Delarber (je vier) teilten sich die Torausbeute der Blau-Weißen fast ganz alleine, bei Schwarz-Weiß trafen Kai Aichinger und Sebastian Lehrke doppelt. Blau-Weiß-Konkurrent Gladbacher HTC hielt im Heimspiel gegen Club Raffelberg seinen Kasten fast drei Viertel lang sauber. Erst beim Stand von 6:0 traf der Aufsteiger zum ersten Mal. Über 6:1, 9:4 und 10:5 kam es zum 11:5 (4:0)-Sieg der Gladbacher, die um ein Tor höher hätten gewinnen müssen, um sich die Tabellenführung von Blau-Weiß zurückzuholen. David Ascenso Franco und Rodrigo Castro trafen je dreifach für den GHTC, Nils Basfeld war Doppeltorschütze für Raffelberg.

So spannend das Titelrennen ist, so interessant ist jetzt auch der Abstiegskampf. Denn Schlusslicht HC Essen feierte mit dem 8:5 (5:3) gegen den Kahlenberger HTC seinen ersten Saisonsieg und hat damit nach Punkten zum KHTC aufgeschlossen. Die Essener legten nach einem 1:3-Rückstand einen echten Lauf hin und führten Mitte des zweiten Durchgangs plötzlich 7:3. Über das 7:5 kam es zum Endstand. Fynn Schmitz war mit vier Toren bester Essener Schütze, Thorben Pegel traf dreifach für den KHTC.

 

Foto: Wolfgang Sternberger

 

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