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BERLINER HC MACHT DAS RENNEN WIEDER SPANNEND

05. April 2025

Der Berliner HC hat am Samstag mit seinem 1:0-Heimsieg über den Münchner SC den Kampf um die Play-off-Plätze in der 1. Bundesliga Damen wieder spannend gemacht. Das Topspiel zwischen Club an der Alster und Düsseldorfer HC entschied Meister DHC mit 2:0 für sich. Kölns Nike Rühr (Foto) glänzte mit einem Hattrick beim 3:0-Sieg in Flottbek.

Auf vier Punkte verkürzen konnte der Berliner HC seinen Rückstand auf die Play-off-Plätze mit einem 1:0-Heimsieg über den direkten Konkurrenten um Platz acht, Münchner SC. Das Tor des Tages fiel nach 16 Minuten, als Berlin (weiter ohne die verletzte Linnea Weidemann) erfolgreiches Pressing spielte, dem Gegner an dessen Viertellinie den Ball abnahm und nach schnellem Zuspiel in den Kreis Luzie Franz in Stellung brachte, die von halblinks erfolgreich zum 1:0 (16) abzog. Dabei blieb es, weil München bis auf verzweifelte Schlussbemühungen mit dann elf Feldspielerinnen in den letzten fünf Minuten keinen richtigen Angriffsdruck aufbauen konnte und auch seine einzige Ecke kurz vor Ende vergab.

 

Nicht nutzen konnte der zweite Berliner Erstligist sein Heimspiel, um nach Punkten Anschluss an die Konkurrenz im Tabellenkeller zu finden. Im Gegenteil. Durch das 0:1 (0:0) gegen den TSV Mannheim Hockey wuchs der Rückstand der Zehlendorfer Wespen auf sechs Punkte an. Für das Siegtor der Gäste sorgte nach 49 Minuten Johanna Mühl, die nach einer Flanke in den Wespen-Kreis im Nachfassen einschlenzen konnte. Die Schlussoffensive der Wespen brachte nichts ein.

 

Mannheim verbesserte sich durch seinen dritten Saisonsieg um einen Platz auf Rang zehn. Der TSV überholte den Bremer HC, der beim Harvestehuder THC mit 1:3 (1:1) unterlag. Die Hamburger Gastgeberinnen gingen durch eine hoch in den Winkel geschlenzte Strafecke von Rückkehrerin Laura Saenger in Führung (5.). Bremen kam zum Ende des ersten Viertels besser auf und belohnte sich mit dem Ausgleich durch den Nachschuss von Summer Hellbusch (14.). Die zweite Hälfte gehörte dann aber wieder dem HTHC, der durch Lene Bunjes (32.), die eine Rückhandflanke von Buchta erfolgreich ablenkte, und Katharina Becker nach schnell ausgeführtem Freischlag (43.) im dritten Viertel auf 3:1 wegzog.

 

Im Topspiel des Tages unterlag der als Tabellendritte in den Spieltag gegangene Club an der Alster dem Deutschen Meister Düsseldorfer HC mit 0:2 (0:1). Nach einem Konter erzielte Sophia Schwabe früh die Gästeführung (5.). Noch schneller ging es am Beginn der zweiten Hälfte, als schon in der ersten Minute DHC-Neuzugang Annika Schönhoff mit einem Schlag aus halbrechter Position zum 0:2 (31.) erhöhte. Die routinierte Düsseldorfer Abwehr wurde in der Folge vor keine unlösbare Aufgabe von der offensiv wenig druckvollen Alster-Offensive gestellt. Düsseldorf festigte seinen zweiten Tabellenplatz, Alster fiel durch die Heimniederlage hinter den HTHC und Köln auf Rang fünf zurück.

 

Ohne Gegentor der Hamburger Heimmannschaft gewann auch Spitzenreiter Mannheimer HC. Beim UHC Hamburg brauchte der MHC allerdings eine Halbzeit, ehe er sein Chancenplus in Zählbares umwandeln konnte. Nach 38 Minuten platzte der Knoten, als Verena Neumann einen harten Pass von Stine Kurz im Schusskreis entscheidend zum 0:1 abfälschte. Noch im dritten Viertel erhöhte Florencia Habif mit gelungener Stechervariante bei einer Mannheimer Ecke auf 0:2 (43.). Endgültig den Deckel drauf machte dann Aina Kresken (56.), die eine Linksflanke zum 0:3-Endstand in den UHC-Kasten lenkte.

 

Die Rückkehr von Nike Rühr ins Team von Rot-Weiss Köln trägt für die Rheinländerinnen immer mehr Früchte. Trug sich die ehemalige Nationalspielerin bereits beim Shoot-out-Heimsieg gegen den Berliner HC zweimal im Spiel und zweimal mit Penaltys (Foto) in die Torschützenliste ein, so sorgte sie beim Kölner 3:0 (1:0) beim Großflottbeker THGC ganz alleine für die Entscheidung. Beim 1:0 (25.) tunnelte Rühr die polnische Hallenweltmeisterin Marta Kucharska mit einer stramm und flach geschlenzten Strafecke, beim 2:0 (35.) traf Rühr per Rückhandheber im Nachschuss unter die Latte, und beim 3:0 (45.) setzte sie einen auch noch selber herausgeholten Siebenmeter unhaltbar in den linken oberen Winkel. Bei Flottbek gab die lange fußverletzte Nationalspielerin Jette Fleschütz ihr Comeback.

 

Foto: S.Fehrmann