Wichtiger Sieg für München im Duell um das Viertelfinale

Im direkten Duell um den vierten Platz der Staffel A bezwingt der Münchner SC in einem umkämpften und engen Spiel Uhlenhorst Mülheim. Im Norden liefern sich sowohl der Club an der Alster und Harvestehude als auch der UHC Hamburg und Düsseldorf knappe Duelle. Die Spielberichte:

Mannheimer HC - Berliner HC 2:0 (1:0)

Der Mannheimer HC hat die nächsten wichtigen Punkte im Kampf um den Staffelsieg in der Staffel B eingefahren. Im Duell mit dem Berliner HC behielten die Gastgeberinnen mit 2:0 (1:0) am Ende die Oberhand.

Mit fast 15 Minuten Verspätung startete die Partie gegen die Gäste des Berliner HC. Mannheim immer wieder im Versuch mit Tempo per Konter zu Möglichkeiten zu kommen, blieb aber ähnlich zu den Gästen im Schusskreis wenig konsequent. Zahlreiche falsche Entscheidungen vor dem Tor waren der Grund, dass es lange Zeit unentschieden stand. Die wohl beste Chance bot sich den Damen des Mannheimer HC gegen Ende der ersten Halbzeit nach einer Strafecke: Doch die Torhüterin des Berliner HC, Anna Kilian, konnte sowohl die geschlenzte Ecke als auch zwei Nachschüsse sensationell parieren. Zehn Sekunden vor Ablauf der Zeit kam der Mannheimer HC jedoch erneut zu einer Strafecke und war, diesmal per Variante über den Stecher, erfolgreich. Die argentinische Spielführerin der Heimmannschaft, Florencia Habif, traf zum späten 1:0 (29.,KE).

Im zweiten Abschnitt kam der Mannheimer HC dann stärker aus der Kabine, begann druckvoll und zeigte sich immer wieder gefährlich vor dem Tor der Berlinerinnen. Nach einem harten flachen Schlag von Lucina van der Heyde, nach etwas mehr als einer Dreiviertelstunde im Spiel, gingen die Gastgeberinnen mit 2:0 in Führung (47.). Berlin hatte eine Minute vor Spielende mit ihrer ersten Strafecke noch einmal eine Tormöglichkeit – nach einer Rückhandflanke in den Schusskreis konnte Luzie Franz den gegnerischen Fuß finden. Doch die Strafecke blieb ungenutzt, der Flachschuss war kein Problem für die Mannheimer Torhüterin.

Der Mannheimer HC empfängt kommende Woche den direkten Konkurrenten Club an der Alster (07. Mai, 12:00 Uhr).  Berlin muss erst einen Tag später wieder ran – auswärts ebenfalls gegen die Damen des Club an der Alster (08. Mai, 12:00 Uhr). 

Rot-Weiss Köln - TuS Lichterfelde 6:0 (2:0)

Nachdem die Damen von Rot-Weiss Köln am gestrigen Tag den so wichtigen Heimsieg gegen Mülheim einfahren und ihren zweiten Tabellenplatz vorerst einmal verteidigen konnten, stand heute das vermeintlich leichtere Duell gegen Tabellenschlusslicht TuS Lichterfelde an.

Die Gäste, die in bisher allen Rückrundenpartien vier Gegentore hinnehmen mussten, hatten auch heute ihre Probleme gegen offensiv stark aufspielende Kölnerinnen. Zwar war TuS Lichterfelde bereits nach wenigen Sekunden zu seiner erste Chance per Strafecke gekommen, ließ diese aber ungenutzt (1.). Im Gegenzug waren die Damen des Rot-Weiss Köln effektiv und verwandelten ihrerseits die erste Möglichkeit in Person von Rebecca Grote nach einer Strafecke (12., KE).

Von einem den Tabellenplätzen entsprechenden Unterschied war im weiteren Verlauf des ersten Spielabschnitts nur wenig zu spüren. Die Gäste präsentierten sich gut im Spiel, ließen gegen die favorisierten Kölnerinnen nur wenig zu, hatten aber wie schon im ersten Viertel das Pech einen späten Gegentreffer hinnehmen zu müssen: Camille Nobis erhöhte für Rot-Weiss Köln mit einem präzisen Abschluss in die linke Torecke auf 2:0 (26.).

In der zweiten Hälfte nahm die Dominanz der Gastgeberinnen zu. Köln kombinierte sich mehrmals stark über die rechte Seite in den Schusskreis, Lea Stöckel setzte sich schließlich gegen zwei Gegenspielerinnen durch und vollendete mit der argentinischen Rückhand ins lange Eck (38.). Rot-Weiss Köln in der Folge nun klar am Drücker, verpasste schon in der nächsten Szene den nächsten Treffer, als Helena Würker vor dem leeren Tor der Ball versprang. In der Schlussphase war das Spiel dann entschieden, zehn Minuten vor Ende ließen die Gäste Pia Maertens unbedrängt vom Schusskreisrand zum Abschluss kommen, diese nutzte die Chance und traf per Schlag ins obere Toreck (50.), später erhöhte Sophie Prumbaum auf 6:0 (57.).

Köln letztendlich deutlich stärker und offensiv gefährlicher als TuS Lichterfeld,  festigt mit einem klaren Sieg seine Position auf Platz zwei in Staffel A und kann das letzte Saisonspiel nun als Vorbereitung für die Viertelfinals nutzen. Auf Lichterfelde wartet am 08. Mai noch ein Heimspiel gegen den UHC Hamburg (12:00). Rot-Weiss Köln spielt derweil zeitgleich beim Münchner SC.

Münchner SC - Uhlenhorst Mülheim 2:1 (1:0)

Zwei Spieltage vor Schluss präsentiert sich die Tabellensituation in der Staffel A denkbar knapp: Der Münchner SC, nach einem Remis gestern nun Tabellenvierter, war vor der Partie punktgleich mit Uhlenhorst Mülheim auf Platz fünf. So kann im direkten Duell am heutigen Sonntag eine kleine Vorentscheidung fallen, wer sich den verbleibenden Platz in den Viertelfinals sichert und wer in die Play-down Spiele muss.

Hatte Mülheim das Hinspiel noch 2:1 gewonnen, erwischte die Heimmannschaft den besseren Start: Martina Reisenegger Lillo erzielte nach nur fünf Minuten den so wichtigen Führungstreffer für den Münchner SC (5.). Wenige Minuten später sahen die Zuschauer eine kuriose Situation: Gleich zweimal hintereinander war die Eckenabwehr der Gäste zu früh herausgelaufen, sodass die Strafecke nur noch von zwei Mülheimer Damen verteidigt werden konnte. Doch der Münchner SC, eigentlich mit einer großen Chance direkt den nächsten Treffer zu erzielen, ließ die Chance ungenutzt und verpasste frei am langen Pfosten den Ball (10.).

Für Uhlenhorst Mülheim wirkte die Aktion wohl als Wachmacher, denn die Gäste kamen in der Folge deutlich besser ins Spiel. Eine eigene Strafecke blieb aber ungenutzt. Beide Teams zeigten nun ein griffiges, engagiertes Spiel, wenngleich die Mülheimer Damen nun die Oberhand hatten und die Münchnerinnen mehr und mehr unter Druck setzen konnten.

Im dritten Viertel konnte München dann wieder mehr dagegen setzen und das Spiel ausgeglichen gestalten. Beiden Mannschaften war anzumerken, welche Bedeutung das Spiel für sie hatte, beide Mannschaften zeigten vollen Einsatz und Willen. Doch München war an diesem Tag schlichtweg effektiver: Erneut war es Martina Reisenegger Lillo, die diesmal per Strafecke erfolgreich war und für München ein Tor erzielen konnte (41., KE).

Doch die Mülheimer Damen gaben sich keineswegs geschlagen und drückten den Münchner SC in den letzten Minuten tief ins eigene Viertel. Nach einer Strafecke verkürzte Maike Scheuer (56., KE) noch auf 2:1, aber die Münchnerinnen konnten dem Ansturm von Uhlenhorst Mülheim schlussendlich standhalten.

Am kommenden Wochenende treffen die Damen des Münchner SC auf heimischen Platz auf Rot-Weiss Köln (08.Mai, 12:00). Zur gleichen Zeit empfängt Uhlenhorst Mülheim den Düsseldorfer HC.

Ich bin unfassbar stolz auf mein Team. Wir haben das ganze Wochenende einen riesen fight geliefert. Jetzt sind wir ganz ganz nah am Viertelfinale."
Jan Henseler - Trainer Münchner SC

Club Raffelberg - Großflottbeker THGC 0:4 (0:4)

Mit dem Club Raffelberg und dem Großflottbeker THGC standen sich zwei Vereine gegenüber, die beide keinerlei Chancen mehr auf ein Viertelfinalticket haben und sich in den Play-down spielen gegen den Abstieg beweisen müssen.

Nach einem recht einseitigen ersten Viertel brachte Kaja Hansen die Großflottbeker Damen im zweiten Viertel in Führung (22.). Wenig später erhöhte dann Nationalspielerin Jette Fleschütz auf 2:0 (23.). Nach einem Foul im Torschuss, hatte der Schiedsrichter auf Siebenmeter für Großflottbek entschieden. Wie schon in der Vorwoche verwandelte Fleschütz sicher in die untere linke Ecke.

Der Club Raffelberg schien den Doppelschlag des GTHGC nicht verkraften zu können und musste nur drei Minuten später schon das nächste Gegentor durch Belén Iglesias Marcos hinnehmen (25.). Für die Gäste war das aber noch nicht genug, nach einer hart geschossenen argentinischen Rückhand von Fleschütz (29.), stand es nur wenige Minute danach bereits 4:0. In nur einem Viertel hatten die Gastgeberinnen alle vier Gegentreffer hinnehmen müssen.

Im weiteren Verlauf der Partie kamen die Damen des Club Raffelberg nicht mehr in das Spiel, eigene Chancen blieben ungenutzt.  Am Ende scheint kann Raffelberg vor allem mit dem zweiten Viertel nicht zufrieden sein – hatte man es das restliche Spiel geschafft ohne Gegentor zu bleiben.

Raffelberg muss bereits am 07. Mai beim Harvestehuder THC antreten (13:00 Uhr). Großflottbek ist am Sonntag beim Harvestehuder THC zu Gast (08. Mai, 12:00 Uhr).

"Sehr starkes 2. Viertel mit 4 Toren. Viertel 3 und 4 müssen wir uns mit unserer Dominanz besser belohnen mit mehr Toren."
Richard Barlow - Trainer Großflottbeker THGC

UHC Hamburg - Düsseldorfer HC 1:2 (0:2)

Auch wenn sich der Düsseldorfer HC bereits gestern seinen Platz an der Spitze gesichert hatte und nun dort nicht mehr einzuholen ist, musste der amtierende Meister heute zum Auswärtsspiel gegen die Damen des UHC Hamburg anreisen.

Die Gastgeberinnen zeigten sich gegen die starke Düsseldorfer Offensive früh anfällig für das Pressing der Gäste. Nach einem Fehlpass im Aufbau des UHC Hamburg, wurde der Ball von Elisa Gräve abgefangen. Diese spielte per Rückhandzieher eine Hamburger Verteidigerin aus, brachte eine Flanke vors Tor wo, Sara Strauss vollenden konnte (8.). In der gesamten ersten Hälfte war Düsseldorf aktiver und besser im Spiel, die Gastgeberinnen schafften es nicht, sich durch das enge Defensivsystem der Düsseldorfer Damen zu kombinieren. Im Gegenzug präsentierten sich der Düsseldorfer HC offensiv brandgefährlich, scheiterte dabei aber mehrmals an Noelle Rother im Hamburger Tor. Im direkten Gegenzug an eine der wenigen gefährlichen Hamburger Torchancen konterten die Gäste und trafen erneut durch Sara Strauss (28.).

Den lange Zeit sicheren Sieg für die Düsseldorfer Damen brachte der UHC Hamburg wenige Minuten vor Ende allerdings noch einmal ins Wanken. Ein Rückhandschuss, der für Nathalie Kubalski im Tor des Düsseldorfer HC eigentlich kein Problem darstellen sollte, wohl sogar das Tor verfehlt hätte, wurde noch einmal gefährlich, indem Nele Eckmann am langen Pfosten noch an den Ball kam und diesen zum 1:2 Anschlusstreffer ins Tor blocken konnte (56.). Im Anschluss reichte die Zeit den Gastgeberinnen aber nicht mehr um noch den Ausgleich zu erzielen.

Für den UHC Hamburg reiht sich das 1:2 in eine Reihe von knappen und bitteren Niederlagen in dieser Saison ein. Während Düsseldorf am nächsten Sonntag in Mülheim erwartet wird (12:00 Uhr), müssen sich die Damen des UHC Hamburg auswärts in Berlin – gegen TuS Lichterfelde beweisen (12:00 Uhr).

Club an der Alster - Harvestehuder THC 2:1 (1:0)

Im Hamburger Derby zwischen dem Club an der Alster und dem Harvestehuder THC bleibt es bis zum Ende spannend. Am Ende siegen die Gastgeberinnen in einem hektischen und engen Spiel mit 2:1 (1:0).

Bereits nach sechs Minuten gingen die Damen des Club an der Alster in Führung. Hannah Gablac, die sich im Gegenpressing den Ball erobert hatte, scheiterte mit ihrem Schlag der noch abgewehrt werden konnte, jedoch konnte der Rebound von Hanna Valentin verwertet werden (6.). Alster dominierte im weiteren Verlauf, war mit zahlreichen Tormöglichkeiten per Strafecken gefährlich, doch diese wurden immer wieder gut verteidigt von der Eckenabwehr des Harvestehuder THC und Torhüterin Rosa Krüger. Auch wenn der Club an der Alster die gesamte Halbzeit über klar dominant spielte, war die Torausbeute zu gering – die Damen des CADA hätten definitiv höher führen müssen. Dem Harvestehuder THC fehlte über weite Strecken der Zugriff auf das Spiel. Erst gegen Ende der ersten Hälfte präsentierten sich die Gäste mutiger und waren häufiger im letzten Angriffsdrittel anzutreffen, erspielten sich allerdings noch keine zwingende Torchancen.

Im zweiten Spielabschnitt war das Spiel dann recht ausgeglichen, nach einem abgefälschten Stecherversuch von Lisa Altenburg landete der Ball recht glücklich vor Hanna Valentin, die die sich bietende Chance nutzte und den Ball zum zweiten Mal am heutigen Tage im Kasten des Harvestehuder THC versenkte (37.,KE). Die Gäste kamen in den letzten Sekunden des dritten Viertels aber noch einmal zu einer gefährlichen Torchance per Strafecke: Und siehe da, Laura Saenger, die beste Torjägerin des HTHC, nutzte die Möglichkeit eiskalt zum 2:1 Anschlusstreffer (45.,KE).

Im letzten Viertel bot sich den Zuschauern ein wildes Spiel, es ging ständig hin und her, jedoch schafften es die Damen des Harvestehuder THC nicht mehr ein Remis zu erzielen. Der Harvestehuder THC tritt am 07. Mai auf eigener Anlage gegen den Club Raffelberg an (13:00 Uhr). Die Damen des CADA reisen zum Auswärtsspiel beim Mannheimer HC (12:00 Uhr).

HOCKEYLIGA e.V. / Stephan Fehrmann (SportsGallery)

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