Wer darf nach Bonn? Acht Herrenteams kämpfen um die DM-Qualifikation

Wer darf zum Final-Four 2022 nach Bonn fahren? An diesem Wochenende fällt die Entscheidung, welche vier Mannschaften sich für die Endrunde um die 79. Deutsche Feldmeisterschaft der Herren qualifizieren. Ob am Sonntag auch schon die beiden Absteiger in die 2. Bundesliga feststehen, ist dagegen noch keine ausgemachte Sache.

Vor zwei Wochen ging die erste Runde im Viertelfinal-Play-off über die Bühne. Die nach der Bundesligasaison tiefer platzierten Mannschaften hatten im ersten von maximal drei Begegnungen Heimrecht. Gebracht hat das nur dem HTC Uhlenhorst Mülheim etwas. Der Tabellendritte der Staffel B rang im Waldstadion den Hamburger Polo Club mit 2:1 nieder. Die Hanseaten, Zweiter in der Staffel A und beste Rückrundenmannschaft der 1. Bundesliga, brauchen nun in Hamburg zwei Siege, um den Traum von der erstmaligen Endrundenteilnahme zu realisieren. Sollte Mülheim am Samstag (14.30 Uhr) abermals gewinnen, wird die Ansetzung eines dritten Spiels am Sonntag (14 Uhr) obsolet.

 

In den anderen drei Viertelfinalpaarungen hatten sich die höher in der Liga platzierten Teams bereits auf fremdem Terrain durchgesetzt. Die Favoriten können die Sache nun auf eigenem Platz zu Ende bringen. Die in der ersten Runde unterlegenen Teams können aber zumindest daraus Kraft schöpfen , dass die ersten Spiele äußerst knapp verliefen. So lag DM-Titelverteidiger Rot-Weiss Köln beim UHC Hamburg bis wenige Minuten vor Schluss in Rückstand und kam nach dem 2:2 und einem Sieg im Shoot-out gerade nochmal davon. Die Hanseaten werden am Samstag (12 Uhr) in Köln noch einmal an ihre starke Leistung vom ersten Spiel anknüpfen wollen und alles daran setzen, mit einem Sieg das dritte Spiel am Sonntag (12 Uhr) zu erzwingen.

 

Ebenfalls ins Shoot-out ging es im ersten Spiel zwischen dem Berliner HC und dem Mannheimer HC. Der A-Staffel-Vierte BHC rang dem B-Staffel-Sieger MHC ein 1:1 ab, ehe sich die Shoot-out-Spezialisten aus Süddeutschland (es war bereits ihr vierter Sieg auf diese Art im laufenden Jahr, nimmt man die Halle und den Europacup mit in die Rechnung) durchsetzten. „Jetzt erst recht“, sagt man sich beim BHC vor dem Rückspiel am Samstag (14.30 Uhr) in Mannheim, wo die Berliner mit einem Sieg ein drittes Spiel am Sonntag (14.30 Uhr) erzwingen wollen.

 

Auch wenn das Hamburger Viertelfinal-Derby zwischen dem Club an der Alster und dem Harvestehuder THC ohne Shoot-out auskam, so war das 2:3 aus Sicht der Alsteraner so knapp, dass die Hoffnungen, den Stand im Rückspiel am Samstag (14 Uhr) beim Harvestehuder THC ausgleichen zu können, sicher nicht unbegründet sind. Sollte Alster das schaffen, gäbe es am Sonntag (12.30) auf dem HTHC-Platz am Voßberg die finale dritte Begegnung.

 

Im Play-down der vier gegen den Abstieg kämpfenden Mannschaften ist die Ausgangslage nach dem Startwochenende im best-of-five-Modus unterschiedlich. Der TSV Mannheim hat sich mit zwei Heimsiegen (1:0/3:1) über den Nürnberger HTC eine hervorragende Ausgangsbasis geschaffen. Der NHTC muss nun seine beiden Heimspiele am Samstag und Sonntag (jeweils 15 Uhr) gewinnen, um in ein entscheidendes fünftes Spiel (am 4. Juni in Mannheim) zu kommen. Seinem in den letzten Jahren erworbenen Ruf als Überlebenskünstler muss Nürnberg diesmal in besonderer Weise nachkommen, um am Ende noch mit dem Klassenerhalt davonzukommen.

 

Völlig offen ist dagegen nach der ersten Runde das Duell zwischen dem Düsseldorfer HC und dem SC Frankfurt 80. Die Hessen, die kein einziges ihrer 16 Ligaspiele gewinnen konnten, überraschten mit einem 3:0-Sieg im ersten Spiel in Düsseldorf, der DHC kam im zweiten Aufeinandertreffen mit einem 1:0 wieder zurück in die Spur. Um die Serie jetzt in Frankfurt zu entscheiden, müsste eine Mannschaft sowohl am Samstag (14 Uhr) als auch am Sonntag (12 Uhr) gewinnen. Sollte das nicht der Fall sein, wird die Entscheidung erst am 4. Juni in Düsseldorf fallen.   

 

Foto: HOCKEYLIGA e.V. / H.Kramhöller, SportsGallery

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