Viel Vorfreude auch ohne die aktuellen A-Nationalspieler

Zwar fehlen die aktuellen A-Nationalspieler, die sich derzeit in Südafrika auf die Feld-WM im Januar vorbereiten, dennoch herrscht bei den 24 Herrenteams der 1. Bundesliga Halle viel Vorfreude auf den „Budenzauber“. Mit drei Spielen am Freitag startet die Hallensaison.

Der Titelverteidiger macht den Anfang. Der Deutsche Hallenmeister 2022, Mannheimer HC, eröffnet am Freitagabend mit dem Heimauftritt gegen den SC Frankfurt 80 das Programm der insgesamt 120 Ligapartien, die bis zum 22. Januar auf dem Programm stehen. Allein am verlängerten Auftaktwochenende sind es 24 Spiele, alle Mannschaften kommen folglich doppelt zum Einsatz.

 

Wahrscheinlich noch aufregender als für die anderen Teilnehmer ist der Saisonstart für die vier Aufsteiger. Nord-Neuling Braunschweiger THC hat mit Harvestehuder THC und Club an der Alster gleich zwei etablierte Schwergewichte als erste Gegner. Ost-Emporkömmling HC Roseneck (Foto) spielt bei seinem Erstligadebüt gegen TuS Lichterfelde und Mariendorfer HC und kann zeigen, wie nachhaltig seine wundersame Reise mit fünf Aufstiegen in Folge tatsächlich ist. Wie die Berliner vom Roseneck so betritt auch Südligist Wiesbadener THC Neuland. Aufsteiger WTHC spielt gegen Mannheimer HC und TG Frankenthal. Der DSD Düsseldorf will es in der West-Gruppe besser machen als bei seinem kurzen Erstliga-Gastspiel 2010/11, wo der DSD ohne einen einzigen gewonnen Punkt gleich wieder abstieg. Die ersten beiden Chancen hat Düsseldorf gegen Mülheim und Neuss.

 

Einen ausgemachten Titelfavoriten gibt es bei den Herren nicht, wie eine Umfrage unter den 24 Erstliga-Clubs ergab. Vielleicht kommt es so, wie Polo-Chefcoach Matthias Witthaus auf die Frage nach dem Meister-Tipp antwortete: „Eine Mannschaft, die gutes Hallenhockey spielt und kaum Ausfälle bzw. Nationalspieler hat.“

 

Für alle, die nicht ganz so vertraut sind mit den Regularien: In der Hallen-Bundesliga wird in den vier regionalen Gruppen Nord, Ost, Süd und West mit je sechs Mannschaften gespielt. Nach einer Hin- und Rückrunde mit insgesamt zehn Ligaspielen gelangen die Tabellenersten und -zweiten der Gruppen der 1.BL ins DM-Viertelfinale (28. Januar). Dort treffen heuer die Teams aus Nord und West sowie Ost und Süd aufeinander, wobei wie immer die Gruppensieger Heimrecht in diesem K.o.-Spiel haben. Die vier Gewinner bestreiten eine Woche später (4./5. Februar) in Frankfurt in der Ballsporthalle das Volvo E.R.B. Final4 um die 61. Deutschen Hallenmeisterschaft. Die Tabellenletzten der vier 1.BL-Gruppen steigen in die zweite Liga ab. Ersetzt werden die Absteiger durch die Gruppengewinner der 2. Bundesliga.

Foto: HC Roseneck

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