Rot-Weiss Köln weiter makellos & MHC dreht Topspiel in Hamburg

Rot-Weiss Köln bleibt nach einem schmucklosen 2:0-Heimsieg gegen den Berliner HC als einzige Mannschaft in der Liga ohne Punktverlust. Crefeld und Alster duellierten sich zudem in einem engen Spiel auf Augenhöhe, während der MHC im Volvo E.R.B. Topspiel der Woche einen 0:1-Pausenrückstand beim HTHC noch in einen Sieg drehte. Die Spielberichte:

Rot-Weiss Köln - Berliner HC 2:0 (0:0)

Der bis dato verlustpunktfreie amtierende Meister und Tabellenführer der Staffel A aus Köln empfing den Berliner HC. Die Berliner standen bis dahin bei einer ausgeglichenen Bilanz von zwei Siegen und zwei Unentschieden auf Platz drei in der Staffel B.

Die Anfangsphase in der Domstadt gehörte dabei den Gastgebern, die den Berliner HC bereits früh im eigenen Aufbau unter Druck setzten. Ein Tor wollte den Kölnern dabei jedoch nicht gelingen, auch weil die Gäste einige Strafecken binnen kürzester Zeit clever verteidigten (10.). Die Berliner waren darauf bedacht im ersten Viertel sicher zu stehen und schnell ins gegnerische Viertel zu kommen. Bis zum Ende des ersten Viertels blieb es aber beim 0:0-Unentschieden.

Beide Teams neutralisierten sich weitestgehend im weiteren Spielverlauf, wobei die Kölner die etwas aktivere und gefährlichere Mannschaft blieben. Eine Strafecke von Tom Grambusch rauschte dann gefährlich auf das rechte obere Eck zu, doch Jonathan Klages im Berliner Tor konnte gerade noch retten. In der Folge sah Tom Grambusch die grüne Karte, da Klages seiner Meinung nach den Ball hoch und gefährlich abgewehrt hatte (24.). In der anschließenden Überzahl ließ der BHC den Ball geduldig in den eigenen Reihen laufen, doch eine gefährliche Aktion im gegnerischen Kreis wollte nicht herausspringen. Bis zur Pause passierte dann nicht mehr allzu viel und somit ging es mit dem torlosen Remis in die Halbzeit.

Beide Teams starteten abwartend in den zweiten Durchgang, doch dann brachte ein individuelle Fehler den ersten Treffer des Tages auf den Weg: Martin Zwicker führte einen Freischlag im eigenen Viertel auf der rechten Seite aus und brachte den Ball in die Mitte zu Marian Klink. Klink versprang der Ball und landete direkt auf dem Schläger von Thies Prinz, der sich nicht lange bitten ließ und zentral vom Schusskreisrand mit der Argentinischen Rückhand zur 1:0-Führung traf (33.). Der Berliner HC hatte anschließend Probleme, in die gegnerische Hälfte zu kommen. Rot-Weiss Köln blieb derweil geduldig und lauerte auf die sich bietenden Chancen: Eine davon nutzte Tom Grambusch mit einer verwandelten Strafecke zum 2:0 (41.,KE). 

Im Schlussviertel warf der Berliner HC noch einmal alles nach vorne. Eine Strafecke von Kapitän Paul Dösch verfehlte das Tor nur knapp (48.). Die Kölner schafften es immer mehr, das Spielgeschehen vom eigenen Tor weg zu verlagern. Dem Berliner HC begann die Zeit davon zu laufen, spätestens als Marius Gemmel 70 Sekunden vor dem Ende freistehend den Ball über das Tor schoss war die Niederlage für den Berliner HC besiegelt.
Nach dem 1:0-Heimsieg am ersten Spieltag gegen den TSV Mannheim Hockey blieben die Kölner heute bereits zum zweiten Mal in dieser Saison ohne Gegentor und stellen mit zwei Gegentoren nach vier Spielen die beste Abwehr der Liga.

Morgen empfängt Rot-Weiss Köln den Münchner SC (14:30 Uhr), während zeitgleich der Berliner HC beim Düsseldorfer HC gefordert ist.

UHC Hamburg - TSV Mannheim Hockey 3:0 (2:0)

Nach dem ersten Saisonsieg am vergangenen Samstag gegen den Düsseldorfer HC wollte der TSV Mannheim Hockey heute in Hamburg beim UHC nachlegen. Der UHC hingegen wollte nach der knappen Niederlage im Derby vergangene Woche beim Club an der Alster Wiedergutmachung betreiben.

Die Gäste waren vor allem darauf bedacht erst einmal wenig zuzulassen und ließen dem UHC wenig Platz zur Entfaltung. Alles schien auf ein 0:0-Unentschieden nach dem ersten Viertel hinaus zu laufen, doch kurz vor Ablauf der Zeit traf Hannes Müller zur 1:0-Führung für die Gastgeber (15.).

Die Führung tat dem UHC zu Beginn des zweiten Viertel sichtlich gut, der TSV Mannheim Hockey hatte weiterhin Probleme gefährlich vor das Tor des UHC zu kommen. Der UHC Hamburg hingegen blieb weiter am Drücker und belohnte sich schließlich fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff durch Florian Sperling, der zum 2:0-Halbzeitstand traf (25.).

Es blieb auch im zweiten Durchgang beim gewohnten Bild, doch der UHC Hamburg schaffte es nicht mit dem 3:0 für die Entscheidung zu sorgen. Es dauerte bis kurz vor Schluss, ehe Benedikt Schwarzhaupt mit einer verwandelten Strafecke den 3:0-Endstand herstellte (59.,KE).

Der UHC Hamburg empfängt morgen den Mannheimer HC (11:45 Uhr), während der TSV Mannheim Hockey beim Harvestehuder THC antritt (14:15 Uhr).

Crefelder HTC - Club an der Alster 2:2 (1:0)

Der furios gestartete Aufsteiger aus Krefeld empfing den Tabellenführer der Staffel B, den Club an der Alster. Am vergangenen Wochenende hatte der CHTC erstmals in dieser Saison Punkte abgegeben, als man beim Berliner HC mit 1:3 verlor. Alster hatte am vergangenen Samstag trotz zwischenzeitlichem 0:2-Rückstand am Ende noch die Oberhand im Derby gegen den UHC Hamburg gehabt.

Den besseren Start erwischten die Hausherren und starteten mit einem Traumtor: Martin Ignacio Ferreiro bekam den Ball zentral vor dem Tor, schirmte den Ball clever gegen die Alster-Verteidiger ab, lief ein paar Schritte nach links und hämmerte den Ball mit der Argentinischen Rückhand von halblinks in den rechten Winkel (5.). Der Club an der Alster zeigte sich davon wenig beeindruckt und war um eine schnelle Antwort bemüht. Die Hamburger erhöhten den Druck auf die Defensive der Gastgeber in dieser Phase. Für den CHTC sorgte Niklas Wellen mit fantastischen Solos immer wieder für wichtige Entlastung, ohne das dabei gefährliche Abschlusssituationen entstanden. Der CHTC nahm somit die 1:0-Führung mit in die Kabine.

Der Crefelder HTC verteidigte die Führung zu Beginn des dritten Viertels clever und bekam wenige Sekunden vor dem Ende des Viertels die erste Strafecke der Partie zugesprochen: Der Ball lag nach einer etwas verunglückten Variante zwar im Tor, doch die Schiedsrichter hatten zuvor einen Regelverstoß geahndet (45.). Doch gelaufen war dieses dritte Viertel noch nicht, denn der Club an der Alster nutzte die letzten Sekunden, um doch noch zum 1:1-Ausgleich zu kommen: Anton Boeckel kopierte quasi das Tor von Ferreiro, allerdings traf er fast von der Grundlinie aus noch ein klein wenig spektakulärer zum 1:1 (45.).

Zwei individuelle Einzelaktionen hatten jeweils zu Toren auf beiden Seiten geführt und beide Teams spielten im Schlussviertel auf Sieg. Nachdem die Gastgeber eine Strafecke zu Beginn liegen gelassen hatten bekam auch Alster die erste Strafecke des Schlussviertels zugesprochen. Am Ende einer nahezu perfekten Variante bugsierte Anton Boeckel den Ball zum 1:2 über die Linie (48.,KE). Der Club an der Alster ließ sich in der Folge nicht hinten reindrücken und versuchte selbst mit einem weiteren Treffer alles klar zu machen. Aber Crefeld kämpfte und belohnte sich: Eine Flanke von der rechten Seite von Masi Pfandt fälschte Mats Hedemann zunächst senkrecht nach oben ab, um dann den Ball volley unter die Latte zu setzen (57.). Am Ende blieb es beim leistungsgerechten 2:2-Unentschieden.

Der Crefelder HTC hat morgen den Hamburger Polo Club zu Gast (12:00 Uhr), während der Club an der Alster bei Uhlenhorst Mülheim gefordert sein wird (14:30 Uhr)

Uhlenhorst Mülheim - Hamburger Polo Club 2:1 (1:0)

In Mülheim stand die Partie zweier Teams an, für die der jeweilige Saisonstart alles andere nach Plan verlaufen war. Mülheim steht in der Staffel A lediglich auf Rang fünf und der Vizemeister aus Hamburg ist Tabellenletzter der Staffel B.

Den besseren Start in dieses für beide Teams so wichtige Spiel legten die Mülheimer hin: Kapitän Lukas Windfeder nahm sich einer Strafecke an und verwandelte diese mit einem tollen Schuss ins untere linke Eck (6.,KE). Der Hamburger Polo Club kam anschließend besser in die Begegnung, ohne dabei jedoch zum Ausgleich zu kommen.

Die Mülheimer verwalteten den Vorsprung auch im zweiten Viertel geschickt und ließen Polo kaum zu gefährlichen Abschlüssen kommen. 

Es blieb ein Spiel auf Augenhöhe in dem die ganz großen Gelegenheiten aus dem Spiel weitestgehend fehlten. Und so dauerte es bis zur 49. Minute ehe wieder eine der beiden Mannschaften jubeln konnte, wieder waren es die Mülheimer, wieder war es Lukas Windfeder. Dieses Mal brachte der Nationalspieler die Strafecke unten rechts im Tor unter (49.,KE). Die Entscheidung? Nein, denn nur knapp zwei Minuten später entschieden die Unparteiischen auf 7-Meter für den Hamburger Polo Club, nachdem eine Strafecke von einem Feldspieler auf der Linie mit dem Körper verteidigt worden war. Kane Russel ließ sich nicht lange bitten und traf unten rechts zum 1:2 (51.,7-m.). In der Folge drückte der Hamburger Polo Club auf den Ausgleich, doch die Gastgeber brachten das Ergebnis und somit den Sieg über die Zeit.

Uhlenhorst Mülheim ist morgen gegen den Club an der Alster gefordert (14:30 Uhr), während der Hamburger Polo Club beim Crefelder HTC ran muss (12:00 Uhr).

Harvestehuder THC - Mannheimer HC 1:3 (1:0)

Im Volvo E.R.B. Topspiel der Woche traf der Harvestehuder THC auf den Mannheimer HC. Natürlich standen, wie so oft im Duell der beiden Teams, die Strafeckenspezialisten Michael Körper (HTHC) und Gonzalo Peillat (MHC) im Fokus.

Strafecken gab es jedoch zunächst nicht zu bestaunen in Hamburg, beide Mannschaften versuchten defensiv sicher zu stehen und den Gegner nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Das 0:0 nach dem ersten Viertel war folgerichtig.

Das zweite Viertel begann direkt mit einem Paukenschlag: Maximilian Schlüter konnte eine Hereingabe von der linken Seite in Ruhe kontrollieren und markierte mit seinem Schuss ins kurze Ecke das 1:0 für den HTHC (18.). Doch der Mannheimer HC wehrte sich und jubelte schon über den vermeintlichen Ausgleichstreffer zum 1:1: Doch zunächst kratzte Luis Holste den Ball noch von der Linie und parierte im Nachschuss für den bereits geschlagenen Anton Brinckman im HTHC-Tor mit dem Schläger über seinem Kopf (23.). Was war eigentlich mit Körper und Peillat? Die erste Strafecke der Partie bekam der HTHC zugesprochen, doch Niklas Reuters Schuss war letztlich zu harmlos (25.).

Im dritten Viertel wagte sich der Mannheimer HC immer weiter nach vorne und wurde postwendend belohnt: Nach einem fantastischen Solo von Linus Müller, mit toller Hereingabe von der rechten Seite in die Mitte, war Tim Seagon zur Stelle, der den Ball im Nachschuss zum 1:1 über die Linie brachte (40.). In der Folge übernahm der MHC immer mehr und mehr die Spielkontrolle, während der HTHC Probleme hatte, kontrolliert nach vorne zu kommen. Und die Mannheimer machten weiter: Eine Strafecke im vierten Viertel verwandelte Gonzalo Peillat mit einem extrem harten Schlenzer auf Schulterhöhe. Brinckman im HTHC-Tor konnte den Ball lediglich unter die Latte lenken (53.,KE). Nach einem schnellen Konter bekam der HTHC seinerseits die erste Strafecke des Schlussviertels zugesprochen, doch Teo Hinrichs lief die Ecke von Michael Körper stark ab (55.). In der Folge nahm Christoph Bechmann Anton Brinckman zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Platz und erzeugte eine künstliche Überzahlsituation. Wirklich gefährlich wurden die Gastgeber aber mit einem Feldspieler mehr nicht, im Gegenteil: Eine Flanke von Teo Hinrichs fand Justus Weigand, der nur ins verwaiste Tor zum 1:3 einschieben musste (57). Der HTHC gab sich trotz des 1:3 nicht auf und lief erneut in einen Konter an dessen Ende die Unparteiischen auf Strafecke entschieden, diese brachte jedoch nichts ein (59.).

Der Harvestehuder THC empfängt morgen den TSV Mannheim Hockey (14:15 Uhr), während der Mannheimer HC beim UHC Hamburg zu Gast ist (11:00 Uhr).

Düsseldorfer HC - Münchner SC 1:3 (0:3)

Das einzige noch punktlose Team dieser Saison ist der Düsseldorfer HC. Für den Münchner SC war anhand der bisherigen Ergebnisse des Samstags klar: Mit einem Sieg in Düsseldorf würde der Münchner SC zum einen den Vorsprung auf einen Play-Down-Platz auf vier Zähler vergrößern und zum anderen den Berliner HC auf Rang drei überholen.

Und die Münchner legten los wie die Feuerwehr und gingen nach nicht einmal 60 Sekunden durch Julian Böllhoff mit 0:1 in Führung (1.). Der DHC hatte große Probleme dagegen zu halten und kassierte noch vor Ende des ersten Viertels durch Kilian Sollermann das 0:2 (9.). Auch in der Folge dominierte der Münchner SC die Partie und sorgte zu Beginn des zweiten Viertels durch Nikas Berendts bereits früh für die vermeintliche Vorentscheidung (18.,KE).

Dem Düsseldorfer HC fiel in der Folge wenig ein, weswegen es mit dem 0:3 auch in die Halbzeit ging.

Auch im dritten Viertel dominierte der MSC das Spielgeschehen, ohne dabei jedoch noch weitere Tore folgen zu lassen. Und so kam der DHC kurz vor Ende des Viertels doch noch einmal heran: Jonas Holtmanns verkürzte auf 1:3 (45.). Doch noch einmal Spannung in Düsseldorf? Nein, denn mehr sollte nicht mehr passieren in Düsseldorf, auch weil der MSC im Schlussviertel den Vorsprung clever verteidigte.

Morgen empfängt der Düsseldorfer HC den Berliner HC (14:30 Uhr), während der Münchner SC zeitgleich bei Rot-Weiss Köln zu Gast ist.

Foto: Marc Junge (SportsGallery)

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