Rot-Weiss Köln neuer und alter Deutscher Meister

Rot-Weiss Köln verteidigt seinen Titel im Finale um die Deutsche Meisterschaft. In einem engen Spiel schlägt man den Hamburger Polo Club mit 1:0. Den goldenen Treffer zum Titel erzielt dabei Florian Adrians. Der Spielbericht:

Rot-Weiss Köln – Hamburger Polo Club 1:0 (0:0)

Im diesjährigen Finale um die Deutsche Meisterschaft standen sich am heutigen Sonntag Rot-Weiss Köln und der Hamburger Polo Club in Bonn gegenüber. Köln hatte das Finale im letzten Jahr mit 1:0 gegen Uhlenhorst Mülheim gewonnen – der 9. Titel auf dem Feld für die Domstädter. Der Hamburger Polo Club hingegen steht nach dem Bundesliga Aufstieg 2018 das erste Mal in einem Finale.

Die Titelverteidiger nahmen die Partie zum Anfang auch direkt einmal im Stile einer Topmannschaft in die Hand. Ganz anders als noch im Halbfinale, als man die erste Halbzeit noch völlig verschlafen hatte, präsentierte sich Köln heute deutlich zielstrebiger. Mitte des Viertels kamen dann auch die Hamburger besser in das Spiel. In der elften Minute holte Nationalspieler Constantin Staib dann auch schon die erste Strafecke für seinen Polo Club heraus: Kane Russel, der Spezialist für diese Situationen, kam allerdings nicht einmal zum Schuss, da die Herausgabe verstoppt wurde (11.). Ein ausgeglichenes Viertel mit einem 0:0 Remis zur Viertelpause, das Lust auf mehr machte.

Auch im zweiten Viertel gestaltete sich die Begegnung auf Augenhöhe. Köln hatte zwar klar mehr Ballbesitz, aufgrund einiger Fehler der Rot-Weissen kam aber Hamburg zu den besseren Chancen.  Dabei war das Finale zu diesem Zeitpunkt für die Zuschauer in Bonn bei Regen trotzdem attraktiv anzusehen. Dann kam der Hamburger Polo Club über Paul Smith in der 26. Minute zu einem guten Abschluss, doch der Belgier Vanasch im Kölner Tor war zur Stelle (26.). Köln nahm in den Folgeminuten die Partie wieder in die Hand, es fehlte allerdings die letzte Konsequenz im Angriffsdrittel und der letzte Pass der einen Torabschluss hätte bringen können.

Die wohl bisher beste Chance der Partie hatte im dritten Viertel Christopher Rühr, von dem bis dato noch nicht viel zu sehen war, der nach einem langen Schlenzball auf einmal frei vor Niklas Garst auftauchte. Doch der Hamburger Torhüter war, wie auch noch einmal wenige Sekunden später, der Sieger im Duell gegen den Kölner Stürmer. Selbst sieben Strafecken hintereinander für Köln brachten in der 39. Spielminute kein Tor – die Hamburger Eckendefensive konnten die Standardsituationen bravourös entschärfen (39.). Vor dem Viertelende musste der Hamburger Polo Club dann den Verlust seines Kapitäns Mathias Müller hinnehmen, der das Spielfeld verletzt verlassen musste, nachdem er einen Schlag vom Kölner Spielführer Mats Grambusch unglücklich auf die Hand bekommen hatte (43.). Auch wenn nach fast einer Dreiviertelstunde noch immer kein Treffer gefallen war, präsentierten beide Teams eine gute Partie und ein ansehnliches Finale. Im Gegensatz zum ersten Abschnitt war von der Offensive der Hamburger in diesem Viertel wenig zu sehen. Eine Strafecke für Köln mit Ablauf der Zeit brachte zwar noch einmal eine gefährliche Situation, aber kein Tor (45.).

In der Viertelpause schienen sich die Hamburger aber etwas gefangen zu haben und kamen auch einmal wieder selbst zu Offensivaktionen (47.). Doch in den nächsten Minuten zeigte sich ein ähnliches Bild zu den Anfangsminuten, denn das Geschehen spielte sich weitgehend im Mittelfeld ab. Nach 53 gespielten Minuten bekam der Hamburger Polo Club dann seine zweite Strafecke zugesprochen, was für Kane Russel die große Chance auf sein 32. Saisontor darstellte: Doch Timur Oruz als erster Herausläufer für Köln verteidigte stark und leitete den direkten Gegenkonter ein: Mats Grambusch trieb den Ball über rechts nach vorne, brachte den Ball in den Schusskreis zu Florian Adrians, der mit einem satten Rückhandschuss den Ball im Tor unterbringen konnte (54.). Aus einer Großchance für den Hamburger Polo Club resultierte ein bitteres Gegentor und die 1:0-Führung für den amtierenden Meister. Für die Hanseaten bot sich aber ebenfalls noch einmal die Chance auf einen Treffer, doch der Abschluss von Staib blieb nicht erfolgreich (47.). In den letzten Minuten spielten die Hamburger noch einmal Powerplay um den Kreis der Kölner, doch es wollte sich keine Chance mehr ergeben – Rot-Weiss brachte die Führung souverän über die Zeit.

"Heute war der Hockey Gott nicht ganz auf unserer Seite"
Nico Sonnenschein, Hamburger Polo Club

Wie schon im letzten Jahr gewinnt Köln das Finale um die Deutsche Meisterschaft mit 1:0 und verteidigt damit den Titel aus dem letzten Jahr. Für den Hamburger Polo Club bleibt trotz einer guten Leistung nur der undankbare zweite Platz.

"Wenn die anderen Jungs nicht wollten muss eben ein Anderer herhalten [...] Ich denk nicht viel nach, ich hau das Ding einfach drauf"
Flo Adrians, Rot-Weiss Köln

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Foto: HOCKEYLIGA e.V. / D.Markgraf

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