Rot-Weiß Köln gewinnt spannenden Schlagabtausch in Berlin

Im Duell des Ostmeisters und West Zweiten, hat Rot-Weiß Köln am Ende den Halbfinaleinzug klar gemacht. In einer knappen und spannenden Auseinandersetzung behielten die Gäste am Ende mit 2:4 (1:2) die Oberhand und treffen somit am kommenden Samstag im Halbfinale auf den Sieger der morgigen Partie zwischen dem Mannheimer HC und dem Harvestehuder THC.

Ein Kuriosum zu Beginn liefert einmal mehr ein Blick in die Statistik: Am 6. Februar 2016 in Lübeck standen zuletzt beide Mannschaften in einem Halbfinale einer Deutschen Meisterschaft in der Halle. Damals verloren sowohl die Berlinerinnen (1:3 gegen den Düsseldorfer HC), wie auch die Kölnerinnen (1:2 gegen den Mannheimer HC). Für den Berliner HC waren die Jahre seit 2016 in der Halle vor allem von einem Umstand begleitet: In der Hauptrunde erster, im Viertelfinale Endstation (2016/2017, 2017/2018, 2018/2019 & 2019/2020). Für die Kölner hingegen stand das erste Mal seit 2017 ein Viertelfinale an (28.01.2017 Mannheimer HC – Rot-Weiß Köln 5:4 n.SO (3:3, 2:0)).

Die Partie im Cole-Sports-Center startete dabei nervös. Viele Unkonzentriertheiten auf beiden Seiten ließen wenig Spielfluss aufkommen. Torchancen blieben in der logischen Konsequenz Mangelware. Der Berliner HC hatte vor allem in der Hauptrunde mit reichlich Toren auf sich aufmerksam gemacht und neben der besten Offensive der Hockey-Bundesliga (114 Treffer) auch mit Pauline Kröger die beste Torschützin gestellt (27 Saisontore). Doch nicht Pauline Kröger und auch nicht die zweitplatzierte der Torjägerliste Pia Maertens, sondern Katharina Hüls erzielte das erste Tor des Tages: Sie verwandelte einen Abpraller zum 0:1 (7.). Der verlustpunktfreie Berliner HC wirkte beeindruckt und die angesprochene Negativserie von vier verlorenen Viertelfinalspielen auf heimischem Platz schien um sich zu greifen. Mit Beginn des zweiten Viertels erhöhte Pia Maertens nach einem feinen Konter auf 0:2 (18.). Der Berliner HC agierte in der Folge konzentrierter und erarbeitete sich mehrere Strafecken. Die dritte Ecke für den Berliner HC brachte dann den 1:2 Anschlusstreffer durch Pahila Arnold (19., KE). Bis zur Halbzeit tat der Berliner HC mehr fürs Spiel, doch Köln konnte die Führung bis zum Pausenpfiff behaupten.

Der Berliner HC blieb auch im dritten Viertel die aktivere Mannschaft, doch die Mannschaft von Stan Huijsmann scheiterte vor allem bei ihren zahlreichen Strafecken immer wieder an der starken Kölner Torhüterin Maja Sielaff. Mit Beginn des Schlussviertels schaltete der Berliner HC noch einen Gang höher und markierte den überfälligen 2:2 durch Pahila Arnold (46.). Die Damen von Rot-Weiß Köln blieben jedoch ruhig und trafen per Doppelschlag den Berliner HC ins Mark: Zunächst stellte Pia Maertens die Kölner Führung nach einem individuellen Fehler im Aufbau wieder her (54.), ehe Sophie Prumbaum nur wenige Sekunden später die Entscheidung herbeiführte und zum viel umjubelten 4:2 aus Kölner Sicht traf (53.). Der Berliner HC nahm Anna Kilian zu Gunsten einer weiteren Feldspielerin vom Platz, doch am Ende brachte Köln den Vorsprung über die Zeit und qualifiziert sich für das Final Four am kommenden Wochenende.

Foto: HOCKEYLIGA e.V. / Stephan Fehrmann (SportsGallery)

Tags



© Hockey Bundesliga