Polo schlägt Krefeld, Köln und Berlin siegen überdeutlich

Rot-Weiss Köln und der Berliner HC haben am Sonntag klare Siege eingefahren. Der Harvestehuder THC drehte erst ganz spät die Partie gegen den TSV Mannheim Hockey und der Hamburger Polo Club konnte in Krefeld einen kleinen Befreiungsschlag feiern. Die Spielberichte:

UHC Hamburg - Mannheimer HC 2:3 (0:2)

Der UHC Hamburg und der Mannheimer HC trafen nach ihren gestrigen Siegen im direkten Duell aufeinander. Der UHC hatte sich dank des klaren 3:0-Heimsiegs gegen den TSV Mannheim Hockey am Harvestehuder THC vorbei auf Rang drei der Staffel A geschoben. Für die 1:3-Heimniederlage des HTHC hatte der Mannheimer HC im Volvo E.R.B. Topspiel der Woche gestern gesorgt, wodurch der MHC weiterhin einen Punkt hinter dem Club an der Alster auf Platz zwei der Staffel B steht.

Gestern hatte Strafeckenspezialist Gonzalo Peillat den Mannheimer HC mit seinem wichtigen Tor zum 1:2 erst in der 53. Minute erstmals in Führung gebracht. Heute brauchte der deutsche Nationalspieler dafür nur fünf Minuten, seine früh verwandelte Strafecke brachte das 0:1 (5.,KE). Der UHC war um eine schnelle Antwort bemüht, doch der Mannheimer HC transportierte die frühe Führung in die erste Viertelpause.

Der Mannheimer HC begann wie schon zu Beginn des ersten Viertels stark und bekam dann einen 7-Meter zugesprochen: Gonzalo Peillat ließ sich nicht lange bitten und stellte humorlos auf 0:2 (21.,7-m.). Dabei blieb es dann auch bis zur Halbzeit.

Es blieb auch im zweiten Durchgang ein enges, ein spannendes Spiel. Im dritten Viertel schaffte es der UHC Hamburg nicht den Anschluss her zu stellen, doch in der 49. Minute war es dann soweit: Koji Yamasaki traf zum 1:2 (49.). Doch der Mannheimer HC reagierte im Stile einer Spitzenmannschaft und stellte durch Justus Weigand den alten Abstand wieder her (50.). Cameron Golden machte die letzten Minuten mit seinem Treffer zum 2:3 zwar noch einmal spannend (57.), doch der Mannheimer HC brachte den Sieg über die Zeit.

Der UHC Hamburg empfängt am kommenden Samstag Rot-Weiss Köln (12:00 Uhr), während der Mannheimer HC am Sonntag den Berliner HC zu Gast hat (14:00 Uhr).

Crefelder HTC - Hamburger Polo Club 1:3 (0:3)

Umgekehrte Vorzeichen herrschten heute in Krefeld. Der Aufsteiger aus Krefeld liegt nach fünf Spielen auf Rang zwei der Staffel A, durchaus überraschend vor Teams wie dem UHC, dem HTHC oder Uhlenhorst Mülheim. Vorjahresfinalist Polo liegt seinerseits nach enttäuschendem Saisonstart und drei Punkten aus vier Spielen auf Rang sechs der Staffel A. Den bis dato letzten und einzigen Saisonsieg feierten die Hamburger im Heimspiel am 10. September gegen den noch punktlosen Düsseldorfer HC, als Polo 4:2 siegte.

Das Selbstvertrauen der ersten Spiele war den Krefeldern auch in der Anfangsphase im Spiel gegen Polo anzumerken. Doch die Gäste schafften es, die anfängliche Druckphase unbeschadet zu überstehen. Und die Gäste kamen immer besser in die Partie: Nachdem die Krefelder den ersten Versuch von Strafeckenspezialist Kane Russell abwehren konnten, versenkte dieser den Nachschuss gnadenlos zum 0:1 (9.,KE). Die Führung gab den Hamburgern Sicherheit und der CHTC erhöhte den Druck sukzessive. Doch Polo verteidigte weiter geschickt und belohnte sich kurz vor Ende des zweiten Viertels mit dem 0:2: Diede van Puffelen traf akkurat per Argentinischer Rückhand vom Schusskreisrand (27.). Wenig später sah Niklas Wellen die Gelbe Karte wegen Meckerns und musste wenig später mit ansehen, wie eine von der ersten Welle abgefälschte Strafecke von Kane Russell zum 0:3 im Krefelder Tor einschlug (29.,KE).

Nach der Pause kam Krefeld mit viel Energie aus der Kabine und verkürzte direkt: Masi Pfandt traf per Strafecke (34.,KE). Es ging in der Folge weiter hin und her, Krefeld war besser als noch über weite Strecken des ersten Durchgangs, ein Tor wollte dem Aufsteiger trotz bester Chancen aber nicht mehr gelingen, weswegen der Hamburger Polo Club einen eminent wichtigen Auswärtssieg einfahren konnte.

Der Crefelder HTC empfängt am 8. Oktober Rot-Weiss Köln (16:30 Uhr), während der Hamburger Polo Club ebenfalls am 8. Oktober beim Club an der Alster im Stadtderby gefordert sein wird (14:00 Uhr)

Harvestehuder THC - TSV Mannheim Hockey 2:1 (0:1)

Zwei Verlierer des Samstags standen sich in diesem Duell gegenüber. Der Harvestehuder THC hatte trotz einer 1:0-Halbzeitführung am Ende knapp mit 1:3 das Nachsehen im Duell mit dem Mannheimer HC gehabt. Der TSV Mannheim Hockey blieb beim ungefährdeten 3:0-Heimsieg des UHC sogar ohne eigenes Tor. Mit acht eigenen Treffern stellt der TSVMH die zweitschwächste Offensive der Liga, lediglich der Düsseldorfer HC hat einmal weniger getroffen.

Der TSV Mannheim Hockey verteidigte den Harvestehuder THC direkt von Beginn an mannorientiert, der Harvestehuder THC versuchte sich mit schnellen Seitenwechseln im Spielaufbau Platz zu verschaffen. Viel ging in den ersten Minuten über die linke Seite des HTHC, doch der TSVMH agierte sehr konzentriert im und am eigenen Schusskreis. Der HTHC war die bessere, weil aktivere, Mannschaft. Die erste Strafecke der Partie konnte Michael Körper allerdings nicht verwerten (10.). Und im Gegenzug kam der TSV Mannheim Hockey nach vorne: Ein toller Sololauf über die linke Seite von Philip Schlageter inklusive starkem Querpass musste Luca Großmann nur noch zum 0:1 über die Linie blocken (11.). Kurz vor dem Ende des ersten Viertels hatte der TSVMH sogar die Chance auf 0:2 zu stellen, doch Anton Brinckman rettete bei einer Strafecke in höchster Not (14.).

Die Harvestehuder kamen energisch aus der Viertelpause: Ntuli holte nach nicht einmal 45 Sekunden im zweiten Viertel die nächste Strafecke für den HTHC heraus, allerdings wurde diese leicht verstoppt, weswegen Körper nicht genug Druck hinter den Ball bringen konnte (16.). Der HTHC blieb die optisch überlegene Mannschaft, doch die Strafecken wollten weiter nicht funktionieren (24. & 30.), weswegen es mit dem 0:1 in die Halbzeit ging.

Der HTHC erhöhte den Druck im dritten Viertel immer weiter, doch die Gäste blieben stabil und hatten auch die nötige Portion Spielglück im Gepäck. Eine Abschlusssituation hatte der TSVMH, doch Anton Brinckmann hatte keine Probleme den hohen Schlag zu entschärfen (42.). Mit Ablauf der Spielzeit im dritten Viertel bekam der HTHC dann noch einmal per Strafecke die Möglichkeit zum Ausgleich, doch wieder konnte der TSVMH die brenzlige Situation bereinigen.

Schlussviertel in Hamburg und die Frage, ob der TSVMH wirklich die null würde halten können. Der HTHC schürte den TSVMH immer weiter ein und dann war es soweit: Eine Hereingabe von der rechten Seite kontrollierte Michael Körper in der Mitte mit dem Rücken zum Tor und hämmerte den Ball mit der Argentinischen Rückhand hoch ins lange Eck (52.). Und der HTHC blieb dran: Wenig später gab es die nächste Strafecke und Michael Körper übernahm Verantwortung: Seine knallharte Strafecke schlug rechts im Kasten ein (53.,KE). Binnen 60 Sekunden hatte der HTHC die Partie gedreht! Der TSV Mannheim Hockey schaltete aber direkt um und agierte nach dem Rückstand deutlich offensiver. Zwei Minuten vor dem Ende rauschte ein Schuss nur knapp am Gehäuse des HTHC vorbei, nachdem der TSVMH bereits kurz zuvor eine Strafecke nicht hatte nutzen können (58.). Der Harvestehuder THC brachte den Sieg aber am Ende ins Ziel und belohnte sich für eine wahre Energieleistung über die gesamte Spielzeit. 

Der Harvestehuder THC ist am kommenden Samstag in der Euro Hockey League auf eigener Anlage gegen den schottischen Vertreter Western Wildcats HC gefordert (17:15 Uhr), während der TSV Mannheim Hockey am kommenden Samstag den Berliner HC empfängt (14:00 Uhr)

Rot-Weiss Köln - Münchner SC 7:1 (2:0)

Der auch nach vier Spielen ohne Punktverlust dastehende Tabellenführer der Staffel A und amtierende Meister aus Köln empfing die ebenfalls gut in die Saison gestarteten Herren des Münchner SC. Die Münchner setzten sich gestern im Duell mit dem Düsseldorfer HC mit 1:3 durch und schoben sich dank des Kölner 2:0-Heimsiegs am Berliner HC vorbei auf Rang drei der Staffel B.

Auch in Köln zeigte der Münchner SC einen beherzten Auftritt, geriet dann allerdings durch einen Treffer von Elian Mazkour zu Beginn des zweiten Viertels in Rückstand (18.). Die Kölner blieben in der Folge dran und durften wenig später erneut jubeln: Tom Grambusch nagelte eine Strafecke zum 2:0-Halbzeitstand in den Kasten der Münchner (23.,KE). 

Die Kölner ließen es zu Beginn der zweiten Halbzeit etwas ruhiger angehen und wurden prompt bestraft: Nikas Berendts verkürzte per Strafecke (42.,KE). Die Kölner schalteten aber direkt einen Gang nach oben und Thies Prinz stellte den alten Abstand wieder her (42.). Wenig später erhöhte Elian Mazkour kurz vor Ende des dritten Viertels sogar noch auf 4:1 (44.). Schlussviertel in Köln und der stärkste Spieler in den Reihen des Meisters am heutigen Tage war noch nicht fertig: Wieder traf Elian Mazkour und schnürte den Hattrick (47.). Am Ende machte Tom Grambusch mit einer verwandelten Strafecke noch das halbe Dutzend voll (50.,KE), ehe Florian Adrians mit seinem Treffer zum 7:1 den Schlusspunkt setzte (60.).

Rot-Weiss Köln reist am kommenden Samstag zum UHC Hamburg (12:00 Uhr), während der Münchner SC am Samstag den Club an der Alster empfängt (13:00 Uhr)

Uhlenhorst Mülheim - Club an der Alster 2:1 (1:0)

Uhlenhorst Mülheim hat dank des knappen 2:1-Heimsiegs vom Vortag gegen den Hamburger Polo Club den Anschluss an die Playoff-Plätze gehalten und konnte dank der Niederlage des UHC gegen den Mannheimer HC die Hamburger im Falle eines Heimsiegs überholen. Der Club an der Alster war durch den Sieg der Mannheimer beim UHC von Platz eins der Staffel B verdrängt worden und wollte sich diesen mit einem Auswärtssieg bei Uhlenhorst Mülheim zurückerobern.

Ohne den verletzten gestrigen Doppeltorschützen und Kapitän Lukas Windfeder mussten die Mülheimer das schwierige Heimspiel gegen den Club an der Alster bestreiten. Doch auch ohne ihren Kapitän agierten die Mülheimer sehr aggressiv in den Zweikämpfen und versuchten den Gästen möglichst wenig Raum zu lassen. Und die Mülheimer wurden mutiger: Eine Hereingabe in den Kreis hatte ein Alster-Verteidiger eigentlich schon unter Kontrolle, rutschte dann unglücklich weg, wodurch Malte Hellwig den Ball aufnahm und den Ball aus halbrechter Position überlegt und präzise im langen Eck zum 1:0 unterbrachte (10.). Alster kam quasi im Gegenzug zur ersten Strafecke der Partie, doch diese konnten die Mülheimer mit vereinten Kräften verteidigen (12.). 

Es blieb im zweiten Viertel ein Spiel auf Augenhöhe, in dem Alster häufig versuchte den Ball schnell laufen zu lassen, aber die Gastgeber verteidigten sehr aufmerksam im eigenen Kreis. Neun Sekunden vor Ende des zweiten Viertels spielte Friedrich Gröpper einen Ball hoch aus dem Kreis und bescherte Mülheim so die erste eigene Strafecke der Partie: Oliver MacIntyres Versuch strich knapp links am Pfosten vorbei (30.). 

Im dritten Viertel übernahm Uhlenhorst Mülheim wieder etwas mehr die Spielkontrolle und bekamm dann eine weitere Strafecke zugesprochen und dieses mal macht es MacIntyre besser: Sein harter, wenn auch nicht sonderlich platzierter Schlenzer schlug hinten am Torbrett zum 2:0 an (38.,KE). Die Mülheimer zogen sich in der Folge etwas zurück und versuchten dann zu kontern: Ein toller Sololauf von Malte Hellwig von der Mittellinie hätte ein Tor verdient gehabt, sein Abschluss von halb links zischte aber knapp am langen Pfosten vorbei (41.).

Alster blieb aber dran und belohnte sich früh im Schlussviertel: Maximilian Schnepels Strafecke touchierte noch leicht den rechten Innenpfosten und überquerte die Linie zum 2:1-Anschluss (50.,KE). 70 Sekunden vor Ende der Partie ging Alster all-in und ersetzte den eigenen Torhüter durch einen zusätzlichen Feldspieler, aber am Ende blieb es beim knappen 2:1-Heimerfolg für Uhlenhorst Mülheim.

Uhlenhorst Mülheim hat am kommenden Samstag den Düsseldorfer HC zu Gast (16:00 Uhr), während der Club an der Alster ebenfalls am Samstag beim Münchner SC ran muss (13:00 Uhr)

Düsseldorfer HC - Berliner HC 2:8 (1:3)

Als einziges Team der Liga stehen die Herren des Düsseldorfer HC noch ohne Punkt aus vier Spielen am Tabellenende der Staffel A. Der Berliner HC hat seinerseits nach fünf Spielen sechs Punkte gesammelt und verlor gestern nur knapp mit 2:0 bei Rot-Weiss Köln. Die Hauptstädter wollten in Düsseldorf Platz drei vom Münchner SC zurückerobern, den diese durch ihren Sieg in Düsseldorf und dank der zeitgleichen Niederlage des BHC in Köln übernommen hatten.

Die Gastgeber erwischten allerdings den besseren Start in die Partie und gingen durch Florian Hackl im ersten Viertel mit 1:0 in Führung (10.). Die Berliner brauchten ein wenig, um den Rückstand zu verdauen. Fünf Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit spielte der BHC dann aber seine ganze Klasse aus: Zunächst traf der sich seit Saisonbeginn in bestechender Form befindende Kapitän Paul Dösch per Strafecke zum 1:1-Ausgleich (25.,KE), ehe nur wenige Sekunden später Matteo Poljaric das Spiel drehte (26.). Liam Holdermann traf dann seinerseits nur zwei Minuten später und brachten den Berliner HC mit 1:3 in Führung (28.). Dann war Halbzeit und der Düsseldorfer HC konnte sich erst einmal sammeln.

Und die Düsseldorfer ließen sich nicht abschütteln mit Beginn des dritten Viertels, im Gegenteil: Jonas Holtmanns verkürzte unmittelbar nach Wiederanpfiff auf 2:3 (34.). Aber der Berliner HC fing nicht an zu wackeln und stellte durch Liam Holdermann im direkten Gegenzug auf 2:4 (35.). Kurz vor Ende des dritten Viertels entschied der BHC dann die Partie mit dem 2:5 (43.). Im Schlussviertel machte Jonathan Poeschel dann zunächst das halbe Dutzend voll (52.), ehe noch das 2:7 (54.) durch Marius Gemmel und 2:8 (57.) durch Matteo Poljaric für die Hauptstädter folgten.

Der Düsseldorfer HC hat am kommenden Samstag bei Uhlenhorst Mülheim die nächste Chance, die ersten Punkte der Saison zu sammeln (16:00 Uhr), während der Berliner HC ebenfalls am Samstag beim TSV Mannheim Hockey gefordert sein wird (14:00 Uhr).

Foto: Hans Kramhöller (SportsGallery)

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