Phantomtor in Hamburg, Berliner HC verlustpunktfrei - Blau-Weiß Köln steigt dramatisch ab

Am Sonntag gab es am letzten Spieltag der Hauptrunde wieder einmal viele hochdramatische Entscheidungen. Beispielsweise das spektakuläre Derby zwischen Alster und dem HTHC, die dramatische Rettung von Schwarz-Weiß Neuss und die perfekte Bilanz des Berliner HC.

Staffel Nord

Der Club an der Alster hat dank eines 8:5 (4:3)-Heimsiegs den Harvestehuder THC im letzten Moment noch an der Spitze der Staffel Nord abgefangen. In einer hitzigen, spektakulären und torreichen Partie gab es jede Menge Highlights; und für die Schiedsrichter Ole Ingerwesen und René Pleißner jede Menge Arbeit: Tobias Hauke stand in der 12. Minute dabei im Mittelpunkt, als er eine Strafecke oben links zum 2:1 für Harvestehude verwandelte. Hauke jubelte, Schiedsrichter Ole Ingwersen entschied zunächst auf Abschlag für Alster, anschließend doch auf Tor für HTHC. Grund dafür war ein Loch im Tornetz. Nach Rücksprache mit seinem Kollegen René Pleißner und mit den Spielern blieben die Schiedsrichter korrekterweise bei ihrer Entscheidung. Mitte des dritten Viertels führte Alster mit 6:3, dann sah in der 40. Minute Carl-Moritz Alt fürs Spielen ins liegende Brett korrekterweise Gelb-Rot. Der HTHC konnte somit die nächsten 15 Minuten in Überzahl agieren. Zu Beginn des letzten Viertels nahm HTHC-Trainer Christoph Bechmann Torhüter Anton Brinckman zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Feld. Der Club an der Alster behauptete aber den Vorsprung und sicherte sich am Ende die drei Punkte und das Heimrecht im Viertelfinale.

Im Entscheidungsspiel um den Klassenerhalt in Hannover konnte am Ende der DTV Hannover einen 8:5 (2:1)-Heimsieg gegen den Stadtrivalen DHC Hannover bejubeln. Dem DTV hätte bereits ein Zähler gereicht, um die Klasse zu halten. Der DHC Hannover steigt somit ohne Punktgewinn aus der Hockey-Bundesliga ab. In einer für die Tabelle nicht mehr relevanten Begegnung siegte der Hamburger Polo Club zu Hause mit 7:6 (3:4) gegen den UHC Hamburg. Beide waren vor dem Spiel von ihren Plätzen drei (UHC) und vier (Polo) nicht mehr zu verdrängen gewesen.

 

Staffel Ost

Der Cöthener HC hat den Klassenerhalt am Sonntag beim Ostmeister Berliner HC klar verpasst. Der BHC schloss dank des nie gefährdeten 19:2 (5:2)-Heimsiegs die Staffel verlustpunktfrei ab. Für den Cöthener HC stand der Abstieg, nach dem Heimsieg vom Tabellenvorletzten Blau-Weiß Berlin gegen TuS Lichterfelde 9:5 (3:4), dagegen fest. Blau-Weiß zeigte dabei vor allem in den letzten beiden Vierteln eine starke Leistung.

Die Zehlendorfer Wespen haben den Viertelfinaleinzug dagegen perfekt gemacht. In einem einseitigen Spiel setzten sich die Wespen am Ende mit 17:4 (9:1) gegen den Mariendorfer HC durch. Der Mariendorfer HC hatte den Klassenerhalt bereits vor der Partie in der Tasche.

 

Staffel Süd

Im Süden haben die beiden sich noch im Abstiegskampf befindenden Mannschaften der TG Frankenthal und des Münchner SC Niederlagen einstecken müssen. Der SC Frankfurt 1880 gewann sein Heimspiel gegen die TG Frankenthal am Ende knapp mit 4:3 (2:3) und schließt die Süd-Staffel auf Platz drei ab. Der bereits fürs Viertelfinale qualifizierte Mannheimer HC hatte auswärts zeitweise etwas mehr Mühe beim Tabellenletzten Münchner SC. Am Ende mussten die MSC-Herren sich aber mit 6:8 (1:2) geschlagen geben. Die Partie des TSV Mannheim gegen den Nürnberger HTC musste coronabedingt ausfallen.

Im Süden ist in der oberen Tabellenhälfte alles klar. Der TSV Mannheim hat bei noch einem ausstehenden Spiel (gegen den Nürnberger HTC) die Staffel vor dem Mannheimer HC und Frankfurt 80 (beide kein Nachholspiel mehr) gewonnen. Der Tabellenvierte die TG Frankenthal (sechs Punkte) hat, genau wie der Tabellenletzte Münchener SC (ein Punkt), noch zwei Nachholspiele. Noch drei hat der Nürnberger HTC (drei Punkte).

 

Staffel West

Uhlenhorst Mülheim brauchte einen Heimsieg gegen Blau-Weiß Köln, um die Qualifikation fürs Viertelfinale klar machen zu können. Nach dem dramatischen und knappen gestrigen 12:11-Sieg gegen Rot-Weiß Köln setzten sich die Mülheimer heute klar mit 12:5 (4:1) gegen Blau-Weiß Köln durch. Blau-Weiß Köln hingegen hätte mit einem Unentschieden den Klassenerhalt perfekt machen können und musste somit auf Schützenhilfe des Düsseldorfer HC hoffen, der Schwarz-Weiß Neuss empfing. Doch der DHC musste sich in einem extrem spannenden Spiel den Neussern mit 6:7 (3:2) geschlagen geben. Die Neusser agierten vor allem im zweiten Spielabschnitt stark und führten bis zur 54. Minute beruhigend mit 7:4. Giskes (54., KE) und Braun (60., KE) brachten Düsseldorf noch einmal auf ein Tor heran, doch für mehr sollte es am Ende nicht mehr reichen. Schwarz-Weiß Neuss feierte somit in letzter Sekunde den Klassenerhalt aufgrund des besseren Torverhältnisses im Vergleich zu Blau-Weiß Köln (beide sechs Punkte; Torverhältnis Neuss: -46, BW Köln: -60).

Nach dem Rot-Weiß Köln gestern erstmals Punkte hatte abgeben müssen, gewann der Westmeister heute knapp mit 8:6 (5:2) gegen den Crefelder HTC, die das Viertelfinale nur noch im Falle eines eigenen Sieges und einer Mülheimer Niederlage hätten erreichen können.

 

Die Viertelfinalpaarungen in zwei Wochen lauten wie folgt:

Club an der Alster vs Mannheimer HC

TSV Mannheim vs Harvestehuder THC

Berliner HC vs Uhlenhorst Mülheim

Rot-Weiß Köln vs Zehlendorfer Wespen

Foto: HOCKEYLIGA e.V. / Hans Kramhöller (SportsGallery)

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