Nachholspiele: Noch drei Absteiger werden gesucht

Während für viele Erstligateams die Hallen-Bundesligasaison bereits beendet ist und für die Viertelfinalteilnehmer ein Wochenende der Ruhe oder Vorbereitung auf die K.o.-Runde am 22./23. Januar bevorsteht, gibt es für einige auch einen Nachschlag. Gesucht werden noch drei Absteiger.

Für die Damen von Eintracht Braunschweig beginnen ab Samstag die Stunden der Wahrheit. Innerhalb von vier Tagen stehen für die Niedersächsinnen drei Nachholspiele der eigentlich bereits abgelaufenen Hauptrunde der Hallen-Bundesliga auf dem Programm. Das Team von Trainer Andreas Dolge, das in den vergangenen Wochen insgesamt zehn Corona-Infektionsfälle zu verkraften hatte, geht mit vier Punkten Rückstand auf das rettende Ufer in diese Saisonverlängerung. Am Samstag spielt Eintracht beim Polo Club Hamburg, am Sonntag dann zu Hause gegen UHC Hamburg. Am Dienstag geht es dann wieder in die Hansestadt zum Auswärtsspiel beim Großflottbeker THGC.

Die vage Hoffnung auf den Klassenerhalt könnte für Braunschweig bereits nach dem Polo-Spiel beendet sein, sollte dort nicht wenigstens ein Unentschieden gelingen. Gewinnt nämlich der Hamburger Polo Club, wäre der Abstieg bei dann sieben Punkten Abstand für die Eintracht auch rechnerisch nicht mehr abwendbar. Da UHC und Flottbek mit dem Abstieg ohnehin nichts mehr zu tun haben, könnte es sogar sein, dass die letzten beiden Nachholspiele kurzfristig vom Hockeyliga e.V. abgesetzt werden, wenn alle Beteiligten sich einverstanden erklären.

 

In der 1. Bundesliga Herren sind insgesamt noch fünf Spiele nachzuholen, vier davon in der Gruppe Süd, eines im Osten. Hier treffen am Sonntag der Cöthener HC und TC Blau-Weiss Berlin aufeinander. Die ursprüngliche Ansetzung am 12. Dezember hatten die Berliner damals kurzfristig platzen lassen und einige positive Corona-Schnelltest-Ergebnisse als Begründung angegeben. Die Sache kam zum Zuständigen Ausschuss Bundesliga. Das Gremium prüfte die Angelegenheit und entschied am 7. Januar, dass es sich letztlich um ein schuldhaftes Nichtantreten von Blau-Weiss gehandelt habe, was mit dem Abzug von drei Punkten sanktioniert wurde. Trotzdem geht Berlin mit einem satten Vorsprung von drei Punkten und 35 Toren gegenüber Köthen in das Nachholspiel. Der CHC müsste einen Sieg mit 18 Toren Vorsprung einfahren, um noch seinen Abstieg abwenden zu können.

 

Ganz und gar nicht so eindeutig wie im Osten gestaltet sich die Abstiegsfrage im Süden. Involviert sind noch drei Mannschaften, wobei TG Frankenthal (6 Punkte) und Münchner SC (1) noch zwei und Nürnberger HTC (3) noch drei Spiele zu bestreiten haben. Am Freitag spielt Gruppensieger TSV Mannheim gegen Nürnberg, am Sonntag empfängt der NHTC im bayerischen Duell München. Die beiden Frankenthaler Spiele sollen am 22. 1. (in München) und 23. 1. (in Nürnberg) stattfinden.

 

Foto: HOCKEYLIGA e.V. / Allsportfaces Taylan



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