Nachholspiele Herren: Nürnberg rutscht auf letzten Platz ab

Der Nürnberger HTC ist in der Süd-Gruppe der 1. Bundesliga Herren nach zwei klaren Niederlagen in Nachholspielen auf den letzten Tabellenplatz zurückgefallen. Der Münchner SC (Foto) feierte seinen ersten Saisonsieg. Derweil ist der Cöthener HC endgültig abgestiegen.

Am Freitagabend unterlagen die Franken beim Staffelsieger TSV Mannheim mit 3:13. Dabei hatte Nürnberg in der ersten Halbzeit noch stark mitgehalten und lag zur Pause lediglich mit 3:4 in Rückstand. Danach war gegen die in Bestbesetzung in dieser für sie tabellarisch belanglosen Partie angetretenen Mannheimer kein Kraut mehr gewachsen. Der TSV beendete damit die Hauptrunde mit zehn Siegen. Diese makellose Zwischenbilanz kann sonst nur der Berliner HC als Sieger der Ost-Gruppe vorweisen.

Das für Nürnberg im Abstiegskampf wichtigere Spiel fand am Sonntag gegen den Münchner SC in eigener Halle statt. Die bislang sieglosen Gäste übernahmen nach einem torlosen ersten Viertel zunehmend das Kommando und gingen dann mit einem 2:0 in die Halbzeitpause. Der wie voriges Wochenende erneut mit den reaktivierten Routiniers Reuß, Duda und Rünzi angetretene MSC baute den Vorsprung konsequent aus, spätestens beim 0:5 (39.) war eine Vorentscheidung gefallen. Erst acht Minuten vor Ende konnte Nürnberg sein erstes und einziges Tor erzielen, am Schluss hieß es 7:1 für München, das dem NHTC sogleich die Rote Laterne übergab.

Die Entscheidung über den Abstieg fällt am kommenden Wochenende, wenn die TG Frankenthal erst in München (Samstag) und dann in Nürnberg (Sonntag) zu Gast ist.

In der Ost-Gruppe ist der Abstieg des Cöthener HC nun endgültig feststehend. Im Nachholspiel unterlag das Team aus Sachsen-Anhalt dem TC Blau-Weiss Berlin mit 5:13 (3:7). Bis zum 3:2 (25.) konnten die Gastgeber noch Hoffnung auf einen positiven Saisonausklang haben, doch noch in den letzten Minuten bis zur Pause kassierte der CHC fünf Gegentreffer zum 3:7. In der zweiten Hälfte zogen die Berliner nach dem 4:7 bis auf 4:13 (58.) davon. Köthen hätte einen Sieg mit 18 Toren Vorsprung gebraucht, um noch vom letzten Tabellenplatz wegzukommen und den TC Blau-Weiss in die zweite Liga zu schicken. Daran war erwartungsgemäß nicht zu denken.

Foto: Barbara Förster

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