MÜNCHEN IM VIERTELFINALE, MÜLHEIM KASSIERT BITTERE NIEDERLAGE

Am letzten regulären Spieltag der 1. Bundesliga der Damen sichert sich der Münchner SC das Viertelfinalticket. Eine Heimniederlage reicht, um auf dem vierten Tabellenplatz zu verbleiben, da Mülheim parallel eine klare Niederlage gegen den Düsseldorfer HC hinnehmen muss. Die Spielberichte:

Uhlenhorst Mülheim – Düsseldorfer HC 0:8 (0:5)

Aufgrund der knappen Niederlage im direkten Duell gegen den Münchner SC in der letzten Woche, mussten die Mülheimer Damen auf Schützenhilfe der Nachbarn von Rot-Weiss Köln hoffen, um bei einem eigenen Sieg doch noch in das Viertelfinale einziehen zu können.

 Doch wie schon beim 7:0 Sieg im Hinspiel ließen die Düsseldorferinnen den Gastgeberinnen keinerlei Chance: Auch heute ging Düsseldorf bereits früh in Führung. Die Mülheimer Defensive verpasste einen langen Ball durch die Spielfeldmitte, sowie einen weiteren auf die im Schusskreis völlig frei stehende Lisa Nolte, die den Ball irgendwie an der Mülheimer Torhüterin vorbei brachte (3.). Kurz vor der Viertelpause legten die Gäste nach, wieder mit einem sehenswerten Pass in den Kreis erneut auf Lisa Nolte, die wie schon beim ersten Tor den Ball nicht richtig treffen, aber dennoch die Mülheimer Torfrau überwinden konnte.

 Düsseldorf zeigte sich in der Folge weiter dominant, spielte Powerplay um den Kreis der Mülheimerinnen und konnten durch einen Schuss durch Sara Strauss vom Kreisrand erneut treffen (19.). Und Strauss durfte sich direkt noch einmal in die Torschützenliste eintragen (21.). Die Mülheimer Damen, nun weit weg vom möglichen Einzug in das Viertelfinale, waren endgültig nicht in der Lage gegen die starke Offensive des Düsseldorfer HC standzuhalten: Noch vor der Halbzeit erhöhte Sara Strauss mit ihrem 15. Treffer im 16. Spiel auf 0:5 (27.).

 Auch im zweiten Spielabschnitt dann ein ähnliches Bild: Mülheim chancenlos, Düsseldorf stark vor dem Tor und in Person von Sara Strauss ein viertes (37.) und ein fünftes Mal (47.) an diesem Tag erfolgreich. Den 8:0 Endstand stellte dann Lilly Claire Otten her (56.).

 Tabellenführer Düsseldorf spielt sein Viertelfinalduell gegen die Damen des  Berliner HC. Uhlenhorst Mülheim trifft in den Play-down Spielen auf den Club Raffelberg.

Münchner SC – Rot-Weiss Köln 0:1 (0:0)

Durch drei ungeschlagene Spiele in Folge, mit dem wichtigen Heimsieg vergangene Woche gegen Mülheim, hatten sich die Münchnerinnen die Ausgangssituation erspielt, dass ein Punktgewinn gegen zwar favorisierte Kölnerinnen genügen würde, um in das Viertelfinale einzuziehen.

 Rot-Weiss Köln präsentierte sich als ungemütlicher Gegner, schien das Spiel im ersten Viertel noch einigermaßen ausgeglichen, erhöhten die Gäste aus Köln im zweiten Viertel den Druck. Köln konnte sich mehr Chancen herausspielen, scheiterte aber oft an der starken Münchner Torfrau Selina Müller.

In der zweiten Halbzeit machte sich dann das Kölner Pressing bezahlt: München lieferte einen eigenen Abschlag direkt bei der Gegenspielerin aus Köln ab und bekam postwendend das Gegentor zum 0:1 durch Pia Maertens (37.).

 Doch, wenn wohl auch in München bekannt gewordenen war, dass die Konkurrentinnen aus Mülheim im Parallelspiel klar in Rückstand geraten waren, zeigten die Damen des Münchner SC weiter eine engagierte Leistung und versuchten, selbst noch einmal Punkte zu sammeln. Auch wenn keine weiteren Treffer für die Gastgeberinnen oder Rot-Weiss Köln fallen wollten, reicht es für den Münchner SC trotzdem für den Einzug in das Viertelfinale.

 Dort treffen die Münchnerinnen auf den Mannheimer HC. Köln spielt gegen den Harvestehuder THC.

TuS Lichterfelde – UHC Hamburg 2:7 (0:4)

Waren die Damen des UHC Hamburg in der letzten Woche noch knapp dem Düsseldorfer HC unterlegen, präsentierten sich die Hamburgerinnen im heutigen Auswärtsspiel bei TuS Lichterfelde in Bestform.

 Es dauerte etwas mehr als zehn Minuten, ehe die Gäste aus Hamburg das erste Mal jubeln durften: Yara Mandel brachte ihre Mannschaft in Führung (11.). Dann schien allerdings der Knoten geplatzt, Nicola Pluta erhöhte direkt auf 0:2 (13.) und im zweiten Viertel auf 0:3 (25.). Doch damit nicht genug, denn TuS Lichterfelde musste in der ersten Halbzeit auch noch das 0:4 durch Lena Micheel hinnehmen (29.).

 Auch im zweiten Spielabschnitt schien sich für die Gastgeberinnen nichts zu verändern: Schon kurz nach Anpfiff mussten sie erneut zwei Gegentore durch Pluta (36.) und Lisa Musci (37.) einstecken, kurz darauf traf auch noch Lena Micheel zum 0:7 (40.).

 Erst gegen Ende des Spiels war es den klar unterlegenen Damen des TuS Lichterfelde möglich, noch einmal eigene Akzente zu setzen: Isabelle Kühnold erzielte den ersten Treffer des Tages für die Berlinerinnen (48.), wenig später war dann auch noch Julia Micheel zum 2:7 Endstand erfolgreich.

 TuS Lichterfelde wird sich in den Play-down Spielen gegen den Abstieg verteidigen müssen. Dabei trifft die Mannschaft auf den Großflottbeker THGC. Der UHC Hamburg darf im Hamburger Derby gegen den Club an der Alster um den Einzug in das Finalturnier hoffen.

Club an der Alster – Berliner HC 2:2 (1:0)

Für die gestern noch knapp dem Mannheimer HC unterlegenen Damen des Clubs an der Alster, stellte die heutige Partie gegen den Berliner HC eine ebenso schwierige Aufgabe dar.

 Erst in den letzten Sekunden der ersten Halbzeit gelang es den Gastgeberinnen in Führung zu gehen. Eine Strafecke von Carlotta Sippel, die der Berliner Torhüterin unglücklich durchgerutscht war, brachte den Damen des Clubs an der Alster das 1:0 (30., KE).

 Mitte des dritten Viertels ging der Club an der Alster dann mit 2:0 in Führung: Nachdem die Berliner Torfrau noch den ersten Schuss abwehren konnte, verwandelte Carlotta Sippel den Ball zu ihrem zweiten Treffer (38.). Der Berliner HC zeigte sich im weiteren Verlauf aber kampfstark und konnte durch Stefanie Wendt kurz vor der Viertelpause den Anschlusstreffer erzielen. Dabei profitierte sie von einem Ausflug der Torhüterin des Clubs an der Alster, die außerhalb ihres Schusskreises versuchte den Ball zu klären, dann aber nicht mehr schnell genug den Weg zurück in ihr Tor fand (42.).

 Und auch direkt zu Beginn des letzten Viertels waren die Gäste aus Berlin erfolgreich: Eine etwas missglückte Strafecke fand über Umwege noch den Weg zu Herausgeberin Viola Scharf, die den 2:2 Ausgleich herstellen konnte (46., KE). An diesem Spielstand änderte sich in der Folge nichts mehr, Berlin erkämpft sich mit einer starken Aufholjagd ein durchaus gerechtes Unentschieden.

 Der Club an der Alster muss noch das Nachholspiel gegen den Club Raffelberg absolvieren, kann an seiner Tabellensituation aber nichts mehr ändern (10. Mai, 18:00 Uhr). In den Viertelfinalspielen wartet dann der UHC Hamburg. Berlin bekommt es mit  dem Düsseldorfer HC zu tun.

Harvestehuder THC – Großflottbeker THGC 3:1 (0:1)

Durch das gestrige Remis gegen Raffelberg mussten die Damen des Harvestehuder THC heute auf einen Ausrutscher des Berliner HC hoffen, um die punktgleichen Konkurrentinnen in der Tabelle noch zu überholen.

 Und auch heute zeigten die Harvestehuder Damen Unsicherheiten: So ging Großflottbek gleich in der Mitte des ersten Viertels durch eine Strafecke von Belen Iglesias Marcos in Führung (8., KE). Harvestehude, obwohl sich das Spiel ausgeglichen gestaltete, war wie schon gestern in Rückstand geraten.

 Der Harvestehuder THC brauchte dann lange, um auf den Gegentreffer eine Antwort zu finden: Obwohl der Berliner HC im Parallelspiel hinten lag, musste man selbst ebenfalls mit einem Rückstand in die Kabine gehen – was bedeuten würde, dass man in der Tabelle hinter dem Konkurrenten aus Berlin verbleiben würde.

 Doch kurz nach der Pause war es aus Harvestehuder Sicht endlich so weit: Laura Saenger erlöste die Gastgeberinnen mit einer perfekt geschossenen, harten Strafecke (34., KE). Und Strafecken schienen in dieser Partie weiter ein gutes Mittel zum Torerfolg zu sein: Gleich eine Minute später war es erneut Saenger, die mit einer fast identischen Strafecke die 2:1 Führung erzielte (35., KE).

 Kurz vor Ende des Spiels erhöhte dann noch Emilia Landshut für die Gastgeberinnen und stellte so den 3:1 Endstand her (57.).

 Großflottbek spielt im Duell um die Ligazugehörigkeit in den Play-down Spielen gegen TuS Lichterfelde. Die Damen des Harvestehuder THC treffen in den Viertelfinalspielen auf Rot-Weiss Köln.

Club Raffelberg – Mannheimer HC 1:2 (1:2)

Nach dem überraschenden Punktgewinn im gestrigen Aufeinandertreffen mit dem Harvestehuder THC, war für den Club Raffelberg am heutigen Sonntag nichts zu holen. Gegen die Damen des Mannheimer HC verlieren sie knapp mit 1:2.

 Der Mannheimer HC ging in der sechsten Minute durch eine Strafecke von Sonja Zimmermann in Führung (6., KE). Wenig später erhöhten die Gäste durch eine weitere Ecke, in Person von Zimmermann, auf 2:0 (7., KE). Doch Raffelberg schien sich auch durch die beiden frühen Gegentreffer noch nicht geschlagen geben zu wollen. So hielt man einerseits defensiv stand, schaffte es andererseits sogar sich den 1:2 Anschlusstreffer zu erkämpfen: Nach einer Strafecke, die zunächst von einer Mannheimer Verteidigerin geblockt wurde, konnte Laura Plüth für Raffelberg den Ball im Nachsetzen über die Linie drücken (32.).

 In den anstehenden Play-down Partien bekommt es Raffelberg nun mit Uhlenhorst Mülheim zu tun, die den Einzug in das Viertelfinale nur knapp verpasst haben. Davor wartet allerdings noch das Nachholspiel gegen den Club an der Alster, als finale Partie der regulären Saison (10. Mai, 18:00 Uhr). Mannheim spielt gegen den Münchner SC um das Final Four Ticket.

Foto: HOCKEYLIGA e.V. / Sabine Müller (SportsGallery)

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