Mannheimer HC gewinnt Shoot-Out Krimi gegen Rot-Weiss Köln

In einem hart umkämpften Halbfinale hat der Mannheimer HC Rot-Weiss Köln knapp mit 4:3 (2:2,2:0) n.SO besiegt und trifft im Finale auf den Düsseldorfer HC. Dabei führte Rot-Weiss Köln zwischen der 15. und 56. Minute. Der Ausgleich für den MHC fiel kurz vor Schluss. Sonja Zimmermann behielt im Shoot-Out mit zwei verwandelten Penaltys die Nerven.

Beide Teams starteten verhalten in das zweite Halbfinale. Die erste Gelegenheit der Partie hatte es aber direkt in sich: Ein Ball von der rechten Seite rauschte an Kölns Torhüterin Maja Sielaff vorbei und fand Nadine Kanler am langen Pfosten, doch die Stürmerin des Mannheimer HC schaffte es nicht den Ball aus vier Metern im leeren Tor unterzubringen (3.). Die Abtastphase ging weiter. In der 9. Minute gab es für Rot-Weiss Köln die erste Strafecke der Begegnung, die jedoch nichts einbrachte. Nur wenige Augenblicke wurden die Mannheimerinnen wieder gefährlich, doch Charlotte Gerstenhöfers Schuss aus halbrechter Position krachte lediglich an den rechten Pfosten. Es blieb ein Spiel, in dem keine der beiden Mannschaften den ersten Fehler machen wollte und dementsprechend Torchancen Seltenheitswert genossen. Kurz vor Ende des ersten Viertels entschieden die Unparteiischen erneut auf Strafecke für Rot-Weiss Köln und dieses mal machten es die Kölnerinnen besser: Pia Maertens legte den Ball durch die Beine zu Maja Weber die den Ball direkt halbhoch im Tor des MHC zum 1:0 unterbrachte (15.,KE). 

Rot-Weiss Köln versuchte im zweiten Viertel mit einer gut organisierten Defensive den Vorsprung zu halten und mit Kontern vorne gefährlich zu werden. Mitte des zweiten Viertels gab es die dritte Strafecke für Rot-Weiss Köln und die nutzte Paula Brux zur 2:0 Führung (23., KE). Der MHC tat sich unglaublich schwer Lücken in der gegnerischen Defensive zu finden. Bei den Gelegenheiten die sich dem Mannheimer HC boten fehlte dann zumeist das nötige Quäntchen um einen Abschluss zu erzielen. Kurz vor Ende des Viertels eroberte Charlotte Gerstenhöfer den Ball tief in der Kölner Hälfte, doch ihr Abschluss konnte gerade noch von Maja Sielaff im Kölner Tor entschärft werden (29.). Mit dem 2:0 für Rot-Weiss Köln ging es dann auch in die Halbzeitpause. 

„Im Penalty-Schießen das ist immer eine knappe Geschichte. Da gewinnt die Mannschaft die am Ende vielleicht ein bisschen mehr Glück hat und das waren wir heute einfach nicht und dementsprechend sind wir super enttäuscht.“
Pia Maertens, Spielerin bei Rot-Weiss Köln

Die Kölner Strafecken Quote lag nach der ersten Halbzeit bei zwei von drei. Die erste Ecke hingegen zu Beginn des dritten Viertels blieb dieses mal ungenutzt (34.). Die Mannheimerinnen warteten weiterhin auf ihren ersten Treffer der Partie. In der 38. Minute war es dann soweit: Nadine Kanler brachte den Ball aus halbrechter Position mit der Rückhand im Tor zum 1:2 unter. Knapp eine Minute später gab es direkt die Ausgleichschance, doch Charlotte Gerstenhöfers Strafecke rutschte ab und kullerte rechts am Tor vorbei (39.). Die MHC-Damen drückten nun aufs Tempo und agierten nach einer grünen Karte gegen Antonia Lonnes kurz in Überzahl (40.). Diese konnte die Mannschaft von Nicklas Benecke aber nicht nutzen. Bis zum Ende des Viertels verteidigte Rot-Weiss Köln die knappe 2:1 Führung.

Auch im vierten Viertel versuchte der Mannheimer HC mit langen Ballbesitz Passagen das Spiel zu kontrollieren. Die gut gestaffelten Kölnerinnen ließen jedoch fast nichts zu und so passierte vor beiden Toren relativ wenig. Mitte des vierten Viertels konnten die MHC-Damen aber ihre zweite Strafecke heraus holen, doch der Ablauf war wie in der 39. Minute nicht optimal, sodass der Schuss von Sonja Zimmermann relativ leicht auf der Linie abgewehrt werden konnte (53.). Die gut organisierten Kölnerinnen ließen sich dann aber in der 56. Minute auskontern: Dabei hatte Paula Brux den Ball eigentlich schon unter Kontrolle, doch Isabella Schmidt traf im Nachsetzen zum viel umjubelten 2:2 Ausgleich (56.). Charlotte Gerstenhöfer hatte anschließend die erste MHC-Führung der Partie auf dem Schläger, konnte die Chance aber nicht nutzen (57.). Bis zum Schlusspfiff ergab sich für beide Mannschaften keine Möglichkeit mehr das Spiel zu entscheiden und somit ging es ins Shoot-Out.

Der Mannheimer HC hatte im Viertelfinale bereits den Harvestehuder THC nach Shoot-Out mit 5:4 (3:3, 2:0) bezwungen, auch dank der starken Lisa Schneider, die extra für den Shoot-Out zwischen die Pfosten gegangen war. Auch in Düsseldorf ging Lisa Schneider für Karlotta Lammers ins Tor der Mannheimerinnen.

Der Mannheimer HC startete mit Isabella Schmidt ins Shoot-Out: Die Unparteiischen entschieden auf Schlägerstellen gegen Isabella Schmidt.

Nika Boenisch trat dann für Rot-Weiss Köln an, ihr erster Schuss klatschte an den rechten Pfosten, ihr zweiter rauschte anschließend links am Tor vorbei. Fiona Felbers Schuss wurde anschließend von Maja Sielaff gehalten. Danach war Paula Brux an der Reihe, doch auch sie kam nicht an Lisa Schneider vorbei. Sonja Zimmermann gelang im fünften Penalty der erste Treffer in diesem Shoot-Out. Pia Maertens musste treffen und nagelte den Ball vom Schusskreisrand rechts an Lisa Schneider vorbei ins Tor. Der Shoot-Out ging somit in die Verlängerung. Erneut trat Nika Boenisch für Rot-Weiss Köln an und scheiterte erneut an Lisa Schneider. Sonja Zimmermann konnte den Matchball verwandeln und sorgte für großen Jubel auf Seiten des Mannheimer HC.

Morgen um 12 Uhr trifft der Düsseldorfer HC dann im Finale auf den Mannheimer HC.

Die Live Streams des Final Fours findet Ihr hier:

http://sportschau.de/

http://twitch.tv/Spontent_one

„Das zeigt einfach nur wie wir gewachsen sind. Wir sind so ein junges Team (..) von Saison zu Saison wachsen wir einfach mehr zusammen und haben dann auch die Mentalität die Sachen umzudrehen.“
Sonja Zimmermann, Spielerin beim Mannheimer HC

Foto: Dirk Markgraf

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