Mannheimer HC gelingt Derby-Revanche, Alster wieder Nord-Tabellenführer

Die Damen des Mannheimer HC haben das Spitzenspiel in der Staffel Süd gegen den TSV Mannheim mit 6:3 (5:2) für sich entschieden. Großflottbek unterlag Alster am Mittwochabend klar mit 12:2 (6:0), siegte knapp 24 Stunden später aber gegen Polo mit 4:1 (1:1). Alster konnte somit vor dem entscheidenden Wochenende die Tabellenführung zurückerobern.

TSV Mannheim vs. Mannheimer HC 3:6 (2:5)

Im letzten Spiel des Jahres 2021 hatte der Mannheimer HC das Derby gegen den TSV noch mit 1:2 (0:0) verloren. Doch nicht nur das Derby kurz vor Weihnachten, sondern auch der Kampf um die beste Ausgangslage im Rennen um den Staffelsieg im Süden brachten zusätzliche Spannung in das Lokalderby.

Dabei gelang dem MHC der bessere Start: Charlotte Gerstenhöfer verwandelte eine Strafecke zur frühen Gäste-Führung (2., KE). Mewes Ausgleich (5.) brachte den TSV zwar das erste Mal auf die Anzeigetafel, doch in der Folge übernahm der MHC die Kontrolle über das Spiel. Zunächst brachte Sonja Zimmermann den MHC kurz vor Ende des ersten Viertels wieder in Führung (15., KE), ehe im zweiten Viertel die Gäste für eine kleine Vorentscheidung sorgten: Stine Kurz (18.), Sonja Zimmermann (20.) und Aina Lilly Kresken (22.) sorgten für die komfortable 5:1-Führung. Laura Keibel konnte zwar im zweiten Viertel noch einmal auf 2:5 verkürzen (25.), doch in der zweiten Halbzeit gelang den Gastgeberinnen nur noch ein weites Tor durch Lisa Schall (41., KE). Das letzte Wort hatte an diesem Mittwochabend erneut der MHC, durch eine verwandelte Strafecke von Aina Lily Kresken (57., KE).

Der TSV Mannheim hat den Staffelsieg somit nicht mehr in der eigenen Hand und muss am kommenden Samstag zum Münchner SC (12 Uhr), der nur drei Punkte hinter dem TSVMH auf Tabellenplatz drei steht. Am Sonntag empfängt der TSV Mannheim dann den Bietigheimer HTC zum Abschluss der Hauptrunde (12 Uhr). Der Mannheimer HC hingegen empfängt am Samstag den Rüsselsheimer RK (11 Uhr) und reist am Sonntag zum Münchner SC (12 Uhr). Dabei hat der Mannheimer HC alles in der eigenen Hand, um das Viertelfinale zu Hause spielen zu können.

 

Der Club an der Alster vs. Großflottbeker THGC 12:2 (6:0)

Der HTHC hatte am Dienstag vorgelegt, Alster hat am Mittwoch nachgezogen. Mit einem nie gefährdeten 12:2 (6:0)-Sieg gegen den Großflottbeker THGC hat sich der amtierende deutsche Meister die Tabellenführung im Norden zurückerobert.

Der Club an der Alster ging dank Nele Aring (4.) früh in Führung, ehe Hanna Valentin per Strafecke kurz vor Ende des ersten Viertels auf 2:0 stellte (14., KE). Der GTHGC hatte enorme Probleme mit den Gastgeberinnen, die im zweiten Viertel erst so richtig Fahrt aufnahmen: Gablac (19., KE), Kirschbaum (10.) und erneut Hanna Valentin (25. & 30.) stellten die Weichen bis zum Pausenpfiff klar auf Sieg. Doch trotz der beruhigenden 6:0 Halbzeitführung machte die Mannschaft von Jens George im dritten Viertel da weiter, wo sie aufgehört hatte. Nach weiteren Treffern von Valentin (32., KE), Gablac (33.), Granitzki (38.) und Altenburg (42.) stand ein sattes 10:0 für Alster zu Buche. Jette Fleschütz gelang immerhin der erste Treffer für den GTHGC noch kurz vor Ende des dritten Viertels per Siebenmeter (42., 7m), doch Valentin stellte schnell den alten zehn Tore Abstand wieder her (45., KE). Am Ende des Tages blieb es bei fünf Treffern von Hanna Valentin!

Unmittelbar vor dem Ende der Begegnung trafen sowohl Altenburg für Alster (59., 7-M) und Fleschütz (60., KE) für den GTHGC noch je einmal, sodass es am Ende 12:2 für Alster stand.

 

Der Großflottbeker THGC bekommt es am Samstag mit dem zweiten Viertelfinalisten aus dem Norden, dem HTHC, zu tun (12 Uhr). Die Begegnung am Sonntag gegen Eintracht Braunschweig wurde pandemiebedingt verschoben. Der Club an der Alster ist am Samstag bei Polo zu Gast (12 Uhr), ehe es am Sonntag zum Showdown im Duell um den Staffelsieg gegen den HTHC kommt (12 Uhr).

 

Großflottbeker THGC vs. Hamburger Polo Club 4:1 (1:1)

Knappe 24 Stunden lagen zwischen dem Duell des Großflottbeker THGC beim Club an der Alster und dem Heimspiel gegen den Hamburger Polo Club. Dabei konnte GTHGC-Trainer Richie Barlow sich nach dem 4:1 (1:1) gegen Polo über dem ersten Sieg im neuen Jahr freuen.

Für Großflottbek ist die Saison in vielerlei Hinsicht schon entschieden. Der Abstand nach oben zu den Viertelfinalplätzen ist nicht mehr aufzuholen und der Abstieg ist auch rechnerisch nicht mehr möglich. Ganz anders die Situation bei den Gästen des Hamburger Polo Clubs die mit nur drei Punkten eben drei Punkte mehr geholt haben als Schlusslicht Eintracht Braunschweig.

Polo startete gut in die Begegnung und ging durch Lucie Hiepen früh in Führung (9., KE). Es sollte das einzige Polo-Tor des Abends bleiben. Linda Cobano glich die Führung noch vor der Pause aus (23., KE). Kaja Hansens Treffer brachte Polo im dritten Viertel erstmals in Führung (36.), ehe Fleschütz (51.) und Schabacker (54.) das Ergebnis im vierten Viertel noch in die Höhe schraubten.

Der Hamburger Polo Club empfängt am Samstag den Tabellenführer Alster, ehe am Sonntag der UHC zu Gast ist (12 Uhr). Im Gegensatz zu vielen weiteren Mannschaften hat Polo nach dem Wochenende dann noch eine Begegnung offen. Kurz vor Weihnachten wurde das Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig wegen Corona abgesagt.

Foto: HOCKEYLIGA e.V. / Dirk Markgraf

Es war ein hart erkämpfter 4:1-Sieg. Nicht unsere beste Performance, aber wichtig sind die drei Punkte.
Richie Barlow, Trainer GTHGC

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