Mannheimer HC entscheidet Shoot-Out gegen den Club an der Alster für sich

Die Außeinandersetzung zwischen dem Nordmeister und dem Süd-Zweiten endete in einem echten Herzschlagfinale! Erst im Penalty Schießen setzte sich der Mannheimer HC denkbar knapp mit 8:9 n.SO (5:5,1:0) durch. Vor allem die beiden Torhüter: Jean Danneberg (MHC) und Moritz Zimmermann (CadA) lieferten eine unglaubliche Partie ab.

Der Club an der Alster war 2020 beim Final Four in Stuttgart dabei und verlor damals das Halbfinale gegen den späteren Deutschen Meister Rot-Weiß Köln erst im Penalty Schießen mit 11:12 (7:7, 5:3). Ebenfalls gegen Rot-Weiß Köln war 2020 der Mannheimer HC ausgeschieden, jedoch schon im Viertelfinale mit 4:5 (3:3).

Die Begegnung in Hamburg startete verhalten, beide Mannschaften versuchten hinten sicher zu stehen und so dauerte es einige Minuten bis es die ersten Kreisszenen auf beiden Seiten gab. Ein Tor fiel jedoch nicht in der Anfangsphase, was auch an den beiden herausragenden Torhütern auf beiden Seiten lag. Einen Beweis dafür lieferte der Torhüter des Mannheimer HC Jean Danneberg, als er in der 11. Minute einen 7-Meter von Niklas Bruns hielt. Es dauerte bis zum Ende des ersten Viertels, ehe der Ball ein erstes Mal im Tor lag: Patrick Schmidt traf quasi mit der Schlusssirene zum 1:0 für die Gastgeber (15.).

Im zweiten Viertel hatten beide Teams die Möglichkeit, etwas an dem Ergebnis zu ändern, doch am Ende ging es mit dem knappen 1:0 für den Club an der Alster in die Kabine.

Das dritte Viertel begann, doch trotz zahlreicher Chancen wollte kein weiterer Treffer fallen. Der Mannheimer HC konnte sich auf seine starke Defensive verlassen und konnte sich schließlich auch über die ersten eigenen Treffer freuen: Zunächst traf Raphael Hartkopf zum 1:1 Ausgleich (41.), ehe Luis Holste keine 120 Sekunden später die Gäste erstmals in Führung brachte (43.). 

Vom Rückstand angetrieben schaltete der Club an der Alster den berühmten Gang höher: Zunächst traf Jesper Kamlade zum 2:2 Ausgleich (46.), ehe erneut Patrick Schmidt, nach einem langen Ball in den Kreis, das 3:2 erzielte (49.). Wer dachte, dass das ein Fingerzeig sein könnte, der sah sich getäuscht: Der Mannheimer HC kam postwendend zum 3:3 durch Justus Weigand (50.) und erhöhte innerhalb weniger Sekunden durch Paul Zmyslony (beide 51.) auf 3:5. Der Club an der Alster nutzte im Anschluss durch Jesper Kamlade wieder eine Strafecke, um auf 4:5 heran zu kommen (54., KE). Am Ende lief alles auf die letzte Aktion hinaus: Patrick Schmidt verwandelte die Schlussecke zum umjubelten 5:5 last-second Ausgleich (60., KE). Die logische Konsequenz: Shoot-Out.

Raphael Hartkopf eröffnete den Shoot Out und setzte den Ball neben den rechten Pfosten. Dieter Linnekogel scheiterte anschließend an Jean Danneberg und auch Paul Zmyslony setzte den Ball am Tor vorbei. Patrick Schmidt traf anschließend als erster im Shoot-Out. Es dauerte in der Folge bis zum 16. (!) Penalty: Dieter Linnekogel scheiterte an Jean Danneberg, der den Mannheimer HC somit ins Halbfinale am kommenden Wochenende beförderte.

Foto: HOCKEYLIGA e.V. / Sabine Müller (SportsGallery)

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