Mannheim im Finale: Deutlicher Sieg über Harvestehude

Die Damen des Mannheimer HC ziehen in das Finale um die Deutsche Meisterschaft ein. Dabei zeigen Mannheim und Harvestehude ein echtes Offensivspektakel, Harvestehude hält lange Zeit gut mit aber bleibt vor dem Tor zu harmlos. Der Spielbericht:

Mannheimer HC – Harvestehuder THC 5:1 (3:0)

Ein echtes Spektakel lieferten die Damen des Mannheimer HC im heutigen Halbfinale der Damen. Der Tabellenerste der Staffel B bekam es mit den Damen des Harvestehuder THC zu tun. Die beiden Duelle in der regulären Saison hatte Mannheim souverän für sich entschieden und geht deshalb als Favorit in die Partie.

Beide Teams begannen energisch, die Mannheimer Damen versuchten direkt die Hamburger Abwehr in deren Aufbauspiel früh unter Druck zu setzten. Harvestehude hingegen blieb verhalten im Spiel gegen den Ball, dennoch aber genauso konsequent in den Zweikämpfen. Zu einer ersten richtigen Möglichkeit kam Mannheim in der achten Spielminute durch eine Strafecke: Stine Kurz nahm sich den Direktschuss, der auf der Torlinie noch abgewehrt werden konnte, doch die Mannheimerin Nadine Kanler schaltete am schnellsten und drückte den Ball über die Linie (7.). Auch in der regulären Saison waren Strafecken für Mannheim ein probates Mittel zum Torerfolg zu gelangen, von 56 Saisontoren waren 20 nach Strafecken gefallen. Damit nicht genug, Mannheim drückte weiter auf das nächste Tor und ging durch einen Rückhandschuss vom Schusskreisrand durch Lucina van der Heyde mit 2:0 in Führung (13.).

Doch die Hamburgerinnen steckten keineswegs auf, Katharina Kiefer fing einen Pass des Mannheimer HC an der Mittellinie ab und lief im Alleingang auf das gegnerische Tor zu, wurde aber noch von einer Mannheimer Defensivspielerin eingeholt und abgefangen (14.). Dabei konnte sie aber nur mit einem Foul gestoppt werden: Die fällige Strafecke von Laura Saenger traf nur den Pfosten, der Nachschuss konnte von einer Verteidigerin abgewehrt werden (14.).

Gleich nach Anpfiff des zweiten Viertels wurde den Damen des HTHC die nächste Strafecke zugesprochen, doch Lisa Schneider konnte sich zum wiederholten Male auszeichnen und das Duell gegen Schützin Laura Saenger für sich entscheiden (18.). Harvestehude war nun deutlich am Drücker und drängte auf den Anschlusstreffer. Aber Lisa Schneider und eine Verteidigerin auf der Torlinie ließen die Hamburgerinnen wieder einmal verzweifeln (22.). Den Unterschied in dieser Halbzeit machte die Effizienz der beiden Mannschaften. Denn während Harvestehude zahlreiche Chancen ungenutzt ließ, erzielte Mannheim kurz vor der Pause den dritten Treffer durch Charlotte Gerstenhöfer (30.). Und obwohl es 3:0 zur Halbzeit stand, war das Spiel sehr ausgeglichen und Harvestehude durchaus auf Augenhöhe mit dem Mannheimer HC.

Gleich nach Wiederanpfiff durfte sich auch Rosa Krüger im Hamburger Tor beweisen, indem sie eine Eckenvariante der Mannheimerinnen entschärfte (31.). Doch gleich darauf erzielten die Mannheimerinnen das 4:0: Aina Lilly Kresken hielt am langen Pfosten den Schläger genau richtig in den Ball und lenkte diesen über die am Boden liegende Torfrau des Harvestehuder THC (32.). Und direkt in der nächsten Aktion erhöhte Lucina van der Heyde für Mannheim per Siebenmeter auf 5:0 (33.).  Hatte so mancher Zuschauer in der Halbzeit vielleicht noch auf ein Comeback der Hamburgerinnen gehofft, war das Spiel nur wenige Minuten später entschieden. Nach diesen frühen Gegentreffern war bei den Hamburger Damen merklich die Luft raus, es spielte nur noch Mannheim. Erst nach fast zehn gespielten Minuten im dritten Viertel kam der HTHC zur nächsten Strafecke, die wie so oft in diesem Spiel von Lisa Schneider abgewehrt wurde (40.).    

„Erstmal ist die Enttäuschung sehr groß und wir finden im Moment wenig Worte.“
Katharina Bauer, HTHC Damen

Im letzten Viertel durften dann auch noch die Hamburgerinnen jubeln: Marisa Martin Pelegrina hatte vom Kreisrand abgezogen, dabei aber den Ball nicht richtig getroffen. Doch Emma Nolting nahm den Ball aus der Luft und versenkte diesen eiskalt im Mannheimer Tor (46.). Harvestehude kam tatsächlich noch einige Male gefährlich in den Schusskreis, war aber nicht in der Lage die Chancen zu verwerten. Dabei ließen die Damen des Harvestehuder THC auch noch mehrere Strafecken liegen.

So bleibt das schönste Tor des Spiels gleichzeitig auch das einzige der Hamburgerinnen. Mannheim spielt dagegen morgen im Finale um die Deutsche Meisterschaft (05. Juni, 16:30 Uhr).

„Wir sind einfach überglücklich, dass es dann doch so deutlich ausgegangen ist.“
Fiona Felber, MHC Damen

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Foto: HOCKEYLIGA e.V. / D.Markgraf

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