Krimi im Viertelfinale. Harvestehude schlägt Köln nach Penalty Shootout.

In einem engen Duell zwischen dem Harvestehuder THC und Rot-Weiss Köln findet sich nach 60 Minuten kein Sieger. Im Penalty Shootout haben die Damen des Harvestehuder THC dann die besseren Nerven und tragen den Sieg davon. Der Spielbericht:

Harvestehuder THC – Rot-Weiss Köln 3:2 (1:1, 1:1) n.SO

Das letzte Viertelfinale des Wochenendes in der Damen Bundesliga stand an diesem Sonntag an: Harvestehude gegen Köln, der Tabellendritte der Staffel B empfängt den Zweiten der Staffel A. In der regulären Saison hatte man sich bereits eine enge Partie geliefert – mit dem besseren Ende für den Harvestehuder THC, der den 4:3 Sieg davontragen konnte.

Auch heute lieferte man sich ein Duell auf Augenhöhe: Beide Mannschaften näherten sich im ersten Viertel zwar dem Tor an, konnten aber keine nennenswerten Torchancen vorweisen. Erst nach etwas mehr als zwanzig gespielten Minuten gingen die Gäste dann in Führung: Harvestehude hatte den Ball aus dem eigenen Aufbau heraus verloren, die Kölnerin Pia Maertens setzte sich in der Folge am Kreisrand durch und konnte aus halbrechter Position mit einem Schlag ins lange Eck das 1:0 für Rot-Weiss Köln erzielen. Maertens war schon im ersten Aufeinandertreffen doppelt erfolgreich.

Die Damen des Harvestehuder THC, nun unter Zugzwang geraten, erhöhten den Druck und schnürten die Kölnerinnen gegen Ende der Halbzeit immer mehr in deren Hälfte ein. Mit Erfolg, denn die Gastgeberinnen waren tatsächlich in der Lage sich noch einmal eine Tormöglichkeit per Strafecke zu erspielen: Am Schuss, wie schon so häufig in dieser Saison, stand Laura Saenger, die vor der Partie bereits elf Tore nach Strafecken und insgesamt ganze 16 Saisontore vorzuweisen hatte. Und auch heute war Saenger wieder erfolgreich und verwandelte souverän flach ins linke Eck (30., KE).

Im dritten Viertel kämpften die beiden Mannschaften dann mit offenem Visier und erspielten sich zahlreiche Situationen im gegnerischen Schusskreis, von denen aber keine das erwünschte Tor brachte. Köln scheiterte per Strafecke an Rosa Krüger im Kasten der Gastgeberinnen. Den Zuschauern am Voßberg war nun ein echtes Viertelfinalduell geboten.

Harvestehuder bekam direkt zu Beginn des letzten Viertels die Chance mit einer weiteren Strafecke in Führung zu gehen, doch auch die Kölner Torfrau Julia Sonntag durfte sich erneut auszeichnen. In der Folge ging es Hin und Her, aber auch die Damen aus Köln, die gegen Ende noch einmal am Drücker waren, konnten keinen ihrer Angriffe erfolgreich verwerten. So stand es also 1:1 nach 60 Minuten, die Entscheidung im Shootout musste her.

Für Köln trat als erste Schützin Sophie Prumbaum an: Sie täuschte den schnellen Schuss an, drehte sich mit dem Rücken zur Torfrau und hängte den Ball in die Keule des Schlägers ein. Eine schnelle Drehung und Rosa Krüger schien bereits geschlagen, doch der Schuss der Kölnerin traf nur den Pfosten. Aber auch Fenja Poppe scheiterte für den Harvestehuder THC – konnte den Vorteil also nicht nutzen. Und auch die zweite Schützin für Rot-Weiss Köln, Emma Boermanns, war nicht erfolgreich, Annelotte Ziehm für den Harvestehuder THC hingegen konnte als erste die Torhüterin überwinden und zur Hamburger Führung nach zwei Schützinnen einschieben.

Als dritte Schützin trat Paula Brux für Köln an, erneut drehte sich die Kölner Spielerin mit dem Rücken zur Torfrau, doch diesmal wurde der Ball nicht einmal gefährlich, da Brux beim Schuss aus der Drehung abrutschte und das Tor klar verfehlte. Allerdings scheiterte auch Franzisca Hauke für Harvestehude, sodass die Führung weiterhin nur ein Tor Unterschied betrug. Und Katharina Reuten als vierte Schützin bot, im Gegensatz zu den nicht erfolgreichen Teamkolleginnen bisher, einmal eine andere Taktik. Sie lief frontal auf Rosa Krüger zu, machte einige kleine Zieher und schob den Ball mit dem nötigen Glück an Krüger vorbei ins lange Eck – der Ausgleich vor dem letzten Durchgang für Rot-Weiss Köln, da die nächste Spielerin des  Harvestehuder THC nicht treffen konnte.

An der Reihe war nun Rebecca Grote für Köln, doch ihr Torschuss wurde von Krüger mit dem Schläger abgewehrt. Die Chance auf den Sieg für Harvestehude bekam Maren Kiefer, die zwar mit dem ersten Versuch scheiterte, jedoch im Nachschuss in letzter Sekunde noch einmal schießen konnte und den Ball tatsächlich an Julia Sonntag vorbei im Tor unterbrachte – der Heimsieg für Harvestehude im Shootout.

Nach dieser bis zuletzt spannenden und attraktiven Partie stehen sich beide Mannschaften erneut in zwei Wochen gegenüber (28. Mai).

Foto: Hockeyliga e.V. / Lars Kopp

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