Kölner Damen bleiben dran, Alster-HTHC 5:5

Das Hamburg-Derby zwischen HTHC und Alster endete 5:5, sodass sich der Meister über die Hinrunden-Meisterschaft in der Staffel Nord freuen darf. Im Süden holte Feudenheim gegen den MSC den ersten Punkt. Im Westen ist Rot-Weiss Köln dem Spitzenreiter Düsseldorf weiter auf den Fersen. In der Ost-Liga triumphierte TuSLi mit 11:3 gegen Osternienburg.

Bundesliga Süd

In der Süd-Staffel bleibt der TSV Mannheim Hockey dem Tabellenführer und Lokalrivalen MHC dicht auf den Fersen. Mit 6:0 siegten die TSVMH-Damen beim Bietigheimer HTC und verbuchten damit den vierten Sieg im vierten Spiel. Beste Torschützinnen waren Elissa Mewis und Tara Duus mit je zwei Treffern. Der MHC gewann bereits am Freitagabend mit 7:1 in Rüsselsheim und behauptete damit Platz eins.

Der Münchner SC biss sich zuhause an sehr stark aufsoielenden Feidenheimerinnen die Zähne aus und musste sich am Ende mit einem 3:3-Unentschieden begnügen. Die Gäste vom FHC hatten nach 20 Minuten sogar mit 3:0 geführt, das Team von MSC-Coach Jan Henseler aber durch zwei Treffer von Philin Bolle sowie einmal Michelle Strobel noch eine Niederlage abgewandt.

"Der FHC war sehr gut auf uns eingestellt und sofort hellwach. Wir haben 30 Minuten ohne Kopf gespielt. In der 2.Hälfte hatten wir dann Großchancen für mehrere Spiele. Am Ende erzwingen wir dann das Unentschieden, es sind aber dennoch zwei verlorene Punkte."
MSC-Trainer Jan Henseler

Durch den Punktgewinn verkürzte Schlusslicht Feudenheim den Rückstand auf den fünftplätzierten BHTC auf zwei Punkte. München bleibt mit sieben Punkten Dritter, muss aber immer doller um die Viertelfinalqualifikation bangen. Schließlich hat der TSVMH bereits fünf Punkte Vorsprung und dabei sogar eine Partie weniger absolviert.

Bundesliga Ost

In der Ost-Liga triumphierte TuS Lichterfelde mit 11:3 über Osternienburg. Treffsicherste Berlinerin war Sarah Kardorf mit drei Toren. Der Tabellenletzte OHC hielt beim 1:3 zur Pause noch gut dagegen, kassierte aber binnen der ersten sechs Minuten nach Wiederanpfiff drei Gegentore, sodass der Widerstand gebrochen war. Für TuSLi war es der dritte Sieg im fünften Spiel, womit die Damen von Trainerin Anja Mülders weirerhin alle Chancen auf Platz zwei in der Gruppe haben.

"Nach müder erster Halbzeit deutliche Leistungssteigerung in Durchgang zwei. Wir haben konsequent das Tempo hochgehalten, die Torchancen genutzt und nichts anbrennen lassen."
TuSLi-Trainerin Anja Mülders

Hinrunden-Meister wurde erwartungsgemäß der Berliner HC, der auch am Samstagabend beim 6:1 in Leipzig in der Erfolgsspur blieb. Zur Pause hatten die Berlinerinnen nur mit 2:1 geführt, spielten die Partie aber im zweiten Durchgang souverän runter. Toptorjägerin Pauline Kröger markierte weitere zwei Treffer, zudem war Linnea Weidemann ebenfalls doppelt erfolgreich. Die U21-Nationalspielerin war nach der Absage der Juniorinnen-WM in Südafrika früher als geplant ins Hallentraining eingestiegen und hatte einen perfekten Einstand hingelegt.

Im Spätspiel setzten sich die zweitplatzierten Zehlendorfer Wespen mit 5:2 beim Mariendorfer HC durch und behaupteten damit ihren Ein-Punkte-Vorsprung auf TuSLi. Topscorerin Alina Jäger steuerte drei Treffer zum dritten Saisonsieg bei.

Bundesliga West

In der Bundesliga West zieht Tabellenführer Düsseldorf weiterhin seine Kreise an der Spitze. Im Spiel gegen den Bonner THV gab es einen 5:2-Erfolg, sodass der DHC die Hinrunde mit 15 Punkten und 39:5 Toren beendet. Dabei musste sich der Favorit am Samstag in Bonn ziemlich strecken und lief sogar erstmal einem Rückstand hinterher. Erst ein Doppelpack von Emma Sophie Heßler sorgte für die knappe Halbzeitführung.

Bonn hielt trotz des 3:1 von Lisa Nolte weiter engagiert dagegen und belohnte sich mit dem 2:3 durch Anna Steps. Erst ein Doppelpack von Elisa Gräve in der 57./58. Minute sorgte am Ende für den vermeintlich deutlichen Sieg des Spitzenreiters.

Erster Verfolger des DHC bleibt Rot-Weiss Köln, das in Krefeld beim CHTC nichts anbrennen ließ. Nach einer 2:0-Halbzeitführung durch Pia Maertens und Sophie Prumbaum, legte der KTHC im zweiten Durchgang durch Nika Boenisch, erneut Maertens, Antonia Lonnes und Anouk Kolmetz zum ungefährdeten 6:0-Endstand nach.

Schlusslicht Blau-Weiß Köln musste sich am Nachmittag Uhlenhorst Mülheim knapp mit 1:2 geschlagen geben. Lynn Werker hatte die Gäste mit 2:0 in Führung gebracht, ehe Köln durch Paulina Reyelt verkürzte. Somit steht Blau-Weiß nach der Hinrunde weiterhin auf dem Abstiegsplatz, Mülheim bleibt mit zwei Saisonsiegen Vierter hinter Krefeld.

Bundesliga Nord

Die Hinrunden-Meisterschaft im Norden geht an den deutschen Meister Club an der Alster, der sich im Spitzenspiel 5:5 vom Verfolger Harvestehuder THC trennte. Während der HTHC nach fünf Partien auf 13 Punkte und 35:15-Tore kommt, sind es beim punktgleichen Spitzenreiter Alster sogar 47:14-Tore. Die beiden Top-Teams des Norden lieferten sich ein Spitzenspiel über die gesamten 60 Minuten, nie führte ein Club mit mehr als einem Treffer.

Der Meister sah in der Schlussminute schon fast wie der Sieger aus, als Viktoria Huse eine Ecke zum 5:4 reinschoss. Doch die Gastgeber steckten nicht auf, holten im direkten Gegenzug ihrerseits die Strafecke, welche Laura Saenger zum umjubelten Ausgleich verwandelte.

Dritter, aber bereits mit sechs Punkten Rückstand auf das Spitzenduo, ist der UHC Hamburg nach seinem 7:0-Kantersieg gegen den Hamburger Polo-Club. Zur Pause führte der UHC gerade einmal mit 1:0 durch Sofie Stomps, doch in der zweiten Halbzeit wurden die Gastber dann ihrer Favoritenrolle gerecht. Lisa Musci stach mit einem Hattrick im Schlussviertel heraus.

"Wir haben uns in der zweiten Halbzeit deutlich gesteigert. In der ersten Halbzeit haben wir unsere Chancen noch nicht genutzt und zwei leichte Gegentore kassiert."
GTHGC-Coach Richie Barlow

Seinen zweiten Saisonsieg holte auch der Großflottbeker THGC mit 8:2 gegen Schlusslicht Eintracht Braunschweig. Nach einem 2:2 zur Pause trafen nach Wiederanpfiff nur noch die Hanseatinnen. Beste Hamburgerin war Olympionikin Jette Fleschütz, die insgesamt die Hälfte aller Flottbeker Tore beisteuerte.

Foto: HOCKEYLIGA e.V. / sports-gallery.de (Hans Kramhöller)

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