Köln und BHC vorzeitig Staffelsieger, auch TSVMH im Viertelfinale

In der 1. Bundesliga der Herren sind am Samstag die ersten Entscheidungen gefallen. Der Berliner HC krönte sich in der Ost-Liga vorzeitig zum Staffelsieger. Gleiches Kunststück gelang
Meister Rot-Weiss Köln im Westen. Im Süden ist der TSV Mannheim Hockey nun auch rechnerisch sicher unter den Top Zwei. Lediglich im Norden ist noch alles offen.

1. Bundesliga Ost

Der Berliner HC sicherte sich mit dem 14:4 im Derby gegen den TC Blau-Weiss Berlin nicht nur den vorzeitigen Viertelfinaleinzug, sondern zugleich den Staffelsieg in der Ost-Liga. Den Gastgebern war nur der Führungstreffer durch Leo Jeggle vergönnt, doch dann spielte nur noch der BHC und führte schon zur Pause mit 9:2.

Der drittplatzierte TuS Lichterfelde setzte sich mit 5:1 gegen den Mariendorfer HC durch und bleibt damit in Viertelfinal-Reichweite. Luke Cornish steuerte zwei Tore bei. Die Zehlendorfer Wespen behaupteten am Abend ihren zweiten Platz dank eines 6:2-Erfolges gegen den Cöthener HC 02. Theo Loddenkemper erzielte als einziger Akteur zwei Tore. Köthen bleibt damit mit vier Punkten Rückstand Tabellenletzter.

1. Bundesliga West

Rot-Weiss Köln ist der Staffelsieg und das damit verbundene Heimrecht im Viertelfinale nach dem 14:1-Kantersieg gegen Schwarz-Weiß Neuss nun auch rechnerisch nicht mehr zu nehmen. Der Meister führte bereits zur Pause mit 6:0, ehe Krystian Sudol kurz nach Wiederanpfiff der Neusser Ehrentreffer gelang.

Im Anschluss legte Rot-Weiss acht weitere Treffer nach und kommt damit nach acht Saisonspielen auf stolze 95 Treffer. Bester Torschütze war am Samstag erneut Christopher Rühr mit sieben Toren, darunter ein lupenreines Hattrick in der Schlussphase.

"Ein erneut starkes Spiel von uns, das ein perfektes Jahr beendet. Wir haben in 2021 damit jedes Heimspiel gewonnen. Heute haben die Jungs am Anfang vor allem starke Standards gehabt und in der zweiten Halbzeit das Tempo noch einmal erhöht. Jetzt ist das Heimrecht fürs Viertelfinale vorzeitig perfekt. Darauf freuen wir uns sehr!"
André Henning, Trainer Rot-Weiss Köln

Verfolger Uhlenhorst Mülheim trennte sich am Nachmittag im wohl torreisten Spiel der bisherigen Saison mit 14:14 vom Düsseldorfer HC. Dabei hatten die Mülheimer nach 27 Minuten bereits mit 7:2 geführt und sahen auch beim 8:4-Pausenstand noch wie die vermeintlichen Sieger aus. Doch die Gästen steckten nicht auf, verkürzten zu Beginn der zweiten Halbzeit auf 5:8 und ließen sich auch durch Timm Herzbruchs 9:5 nicht entmutigen.

Erneut Christian von Ehren, Dominic Giskens und Christopher Zec besorgten den 9:9-Ausgleich nach 49 Minuten. Doch damit nicht genug, Mülheim legte erneut vor, diesmal mit 11:9 und 13:10, aber zweimal Giskens und einmal von Ehren machten auch hier den Drei-Tore-Rückstand wieder wett. In der 59. Minute traf Herzbruch mit Tor Nummer acht zum 14:13, doch Giskens verwandelte in der Schlussminute einen Siebenmeter zum umjubelten 14:14, sein sechster Treffer am heutigen Nachmittag.

Nutznießer des Mülheimer Remis war der Crefelder HTC, der mit 7:3 bei Schlusslicht Blau-Weiß Köln gewann und damit plötzlich nur noch einen Zähler Rückstand auf den Tabellenzweiten hat. Bei den Krefeldern stach Jonathan Ehling mit vier Toren heraus.

1. Bundesliga Süd

Im Süden trennte sich der SC Frankfurt 80 mit 5:5 vom Münchner SC. Der MSC hatte nach 45 Minuten sogar mit 5:3 geführt, verspielte aber den ersten Saisonsieg noch, indem Moritz Schmidt-Opper und Magnus Hautzel den Frankfurter Ausgleich erzielten.

Während die Münchner sich dennoch über den ersten Punktgewinn in dieser Spielzeit freuen durften, profitierte der spielfreie Spitzenreiter TSV Mannheim Hockey von dem Unentschieden. Schließlich sind die Tigers nun sicher unter den Top Zwei und können für das Viertelfinale planen.

Am Abend siegte der Mannheimer HC am Ende klar mit 8:3 gegen den Nürnberger HTC, der zur Pause nur mit 2:3 zurücklag, im zweiten Durchgang aber den Anschluss verlor. Topscorer Paul Zmyslony erzielte insgesamt drei Tore für den MHC, der damit Platz zwei untermauerte und einen großen Schritt in Richtung Vierelfinale machte.

Rechnerisch könnte Frankfurt aber die Mannheimer noch abfangen. Nürnberg bleibt Fünfter mit zwei Punkten Vorsprung auf den MSC.

1. Bundesliga Nord

In der Nord-Liga hat der Hamburger Polo-Club sein Sechs-Punkte-Wochenende mit einem 8:5 gegen den DHC Hannover perfekt gemacht und sich damit vorzeitig den Klassenverbleib gesichert. Dabei stemmten sich die Gäste aus Niedersachsen gegen die drohende siebte Niederlage und führten sogar zwischenzeitlich mit 2:0 und 4:2.

Erst als Tomás Procházka zwölf Minuten vor Schluss zum 4:4 traf, wendete sich das Blatt und die Gastgeber zogen binnen vier Minuten mit 7:4 davon. Robert Stünkel verkürzte in der Schlussphase noch einmal für den Tabellenletzten, aber Kilian Pöhling machte im Gegenzug mit dem 8:5 den Hamburger Heimsieg klar.

Spitzenreiter Harvestehude gewann das Derby-Rückspiel gegen den UHC Hamburg mit 6:4 und behauptete damit die Tabekllenführung vorm Club an der Alster. Der HTHC hatte die gesamte Spielzeit über geführt, die Gäste vom UHC sich aber nach 42 Minuten wieder auf 4:4 rangekämpft. Erst ein Doppelpack des Österreichers Michael Körper machte am Ende den Unterschied. Trotz der Niederlage besitzt der drittplatzierte UHC aber weiterhin rechnerische Chancen mit fünf Punkten Rückstand auf Platz zwei.

Aktueller Tabellenzweiter bleibt der Club an der Alster nach seinem 12:6 gegen den DTV Hannover. Die Gäste hielten zunächst noch gut mit und glichen nach 17 Minuten sogar zum zwischentlichen 3:3 aus. Dann brachten zweimal Niklas Bruns und einmal Patrick Schmidt die Hanseaten aber mit dem 6:3 nach 24 Minuten auf die Siegerstaße. Somit werden die beiden Hannoveraner Teams DTV und DHC den Abstieg im Norden unter sich ausmachen.

Foto: HOCKEYLIGA e.V. / sports-gallery.de (Stephan Fehrmann)

________________________________________________________________________________

Tickets für das Volvo E.R.B. Final4 2022 sind ab sofort bei uns erhältlich.

Hier gehts direkt zum Ticketshop.

Tags



© Hockey Bundesliga