HTHC mit Kantersieg, Kölner gewinnen Rhein-Derby

In der 1. Bundesliga Nord hat der Harvestehuder THC mit seinem 15:2 gegen den DHC Hannover für ein Ausrufezeichen gesorgt. In der West-Liga ging das Rheinderby zwischen Köln und Düsseldorf mit 7:3 an den Meister. Im Süden bleibt München punktlos, im Osten gewann Lichterfelde klar gegen Köthen.

1. Bundesliga Nord

Harvestehude war in der Partie gegen den DHC Hannover von Beginn an überlegen. Das 15:2 Torfestival eröffnete Anton Pöhling in der fünften Minute, ehe die Hamburger das Ergebnis bis zur Pause auf 6:0 schraubten. Auch nach Wiederanpfiff spielte der HTHC weiter druckvoll auf und führte schon mit 12:0, als den Niedersachsen der erste Treffer durch Henry Küstermann (51. Minute) gelangt. Treffsicherster HTHC-Spieler war Fülöp Losonci mit vier Toren.

Ebenfalls siegreich war der Hamburger Polo-Club mit dem 9:3 gegen den DTV Hannover. Beim 3:2-Pausenstand war noch alles offen gewesen, doch im zweiten Durchgang wurden die Hanseaten ihrer Favoritenrolle gerecht. Luca Müller, Tomás Procházka, Max Silanoglu und Oliver Binder steuerten je zwei Treffer bei. Somit zweichnet sich bereits nach drei Spieltagen ab, dass die beiden noch punktlosen Hannoveraner Teams den Abstieg wohlmöglich unter sich ausmachen werden.

"Das war ein verdienter und klarer Heimsieg. In der zweiten Halbzeit haben wir die besten Minuten der Saison gespielt, individuell haben sich die Jungs auch gesteigert."
Polo-Coach Matthias Witthaus

Der Club an der Alster holte am Samstagnachmittag gegen den UHC Hamburg den dritten Sieg im dritten Spiel. Der Tabellenführer hatte nach 34 Minuten bereits mit 8:2 geführt, ehe der UHC auf 4:8 bzw. 7:10 verkürzte. Dennoch spielte Alster den Sieg sicher über die Zeit, am Ende lautete das Ergebnis 13:8. Mit vier Punkten aus drei Spielen muss der UHC hingegen langsam schon um die Viertelfinalteilnahme bangen.

"Das Spiel geht vom Ergebnis her in Ordnung. Uns hat die Grundaggressivität und der Speed gefehlt, um da mehr mitzunehmen."
Benedikt Schmidt-Busse, UHC-Trainer

1. Bundesliga West

Im Westen siegte Rot-Weiss Köln schlussendlich mit 7:3 im Rheinderby gegen den Düsseldorfer HC. Beim 3:3 in der ersten Halbzeit lieferten sich beide einen offenen Schlagabtausch mit wechselnden Führungen. Der zweite Durchgang gehörte dann dem Favoriten, der sich mit einem Doppelschlag von Mats Grambusch auf die Siegerstraße brachte. Christopher Rühr und Thies Prinz sicherten dann den Sieg. Bei den Gästen überzeugte insbesondere Keeper Anton Zickler mit guten Paraden.

"Die Jungs haben sich den Sieg mit einer ganz starken zweiten Halbzeit verdient. Da haben wir extrem fokussiert und konzentriert gespielt, uns wahnsinnig viele Chancen herausgespielt und ganz wenig zugelassen."
RWK-Coach André Henning

Bereits am Freitagabend hatte Schwarz-Weiß Neuss mit 11:6 gegen Blau-Weiß Köln gewonnen. Am Samstagnachmittag musste sich Uhlenhorst Mülheim im Spiel gegen den Crefelder HTC ordentlich strecken, um am Ende mit 11:9 zu gewinnen. Die Gäste vom CHTC ließen nie mehr als ein Tor Vorsprung zu und führten sogar dreimal.

Erst nach dem der Ex-Krefelder Henrik Mertgens zum 8:7 traf, erhöhten Niklas Bosserhoff und zweimal Timm Herzbruch auf 11:7. Dennoch steckte Krefeld nicht auf und kam noch einmal auf 9:7 heran. Mülheim bleibt damit erster Verfolger von Köln.

1. Bundesliga Süd

Im Süden kassierte der ambitionierte Münchner SC beim 4:5 gegen Frankfurt 80 die dritte Niederlage im dritten Spiel. Der MSC kam nach einem 1:4-Pausenrückstand zwar noch einmal auf 4:4 heran, doch Moritz Schmidt-Opper sicherte seinen Frankfurtern den Siegtreffer per Strafecke in der 50. Minute.

Frankfurt ist damit nun punktgleich mit dem zweitplatzierten MHC, der am Freitag das Mannheimer Stadtderby trotz 4:0-Führung noch mit 4:5 gegen den TSVMH verlor. Richtig dick kam es für den MSC dann erst am Samstagabend, als Frankenthal mit 3:2 gegen Nürnberg gewann und damit den ersten Saisonsieg einfuhr. Dies bedeutete, dass der MSC vorerst auf den letzten Platz durchgereicht wurde.

"Wenn man es nicht hinbekommt, seine wenige Torchancen zu nutzen und eher damit beschäftigt ist, den gegnerischen Torwart einzuspielen, wird es schwierig, am Ende was Zählbares mitzunehmen."
NHTC-Coach Henry Schneider

Johannes-Alexander Zurke sorgte mit seinem Eckentor in der 58. Minute für großen Jubel und wurde so zum Matchwinner. Zuvor hatte erst Lauritz Fuchs für die TGF vorgelegt, dann Nürnberg durch Jon Mechtold und Max Lassen die Partie gedreht. Das 2:2 besorgte erneut Fuchs.

1. Bundesliga Ost

TuS Lichterfelde ließ Aufsteiger Köthen beim 11:5 keine Chance, bereits zur Pause führten die Berliner mit 6:0. Maurice Kirchner steuerte drei Treffer zum Sieg bei. Der TC Blau-Weiss Berlin war am Nachmittag gegen den routinierten Mannheimer HC nicht über ein 5:5 hinausgekommen. Der MHC verspielte seinerseits erst einen 3:0-Vorsprung, dann drehte Blau-Weiss die Partie, gab aber wiederum eine 5:3-Führung noch aus der Hand. Mariendorfs Kevin Christann war mit drei Treffern bester Torschütze.

"Wir sind mega happy mit dem Sieg. Wir sehr stolz auf unser Tempo und die Chancen, die wir rausgeholt haben. Wespen-Torwart Christopher Stubbe war mit Abstand der beste Mann auf dem Platz."
BHC-Trainer Rein van Eijk

Im Spätspiel zwischen den Zehlendorfer Wespen und dem Berliner HC siegte der Tabellenführer mit 6:3, biss sich aber hin und wieder an der starken Wespen-Defensive um Keeper Christopher Stubbe die Zähne aus. 35 Torschüsse kreierte der BHC, doch Stubbe war meist zur Stelle. Bis zum 3:3 war die Begegnung äußerst eng, erst ein Doppelschlag von Jonas Gomoll sorgte für den ersten Zwei-Tore-Vorsprung der Partie.

Foto: HOCKEYLIGA e.V. / sports-gallery.de (Hans Kramhöller)

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