Herren: Die gleichen Acht wie 2021 kämpfen ums Final-Four-Ticket

Die gleichen acht Vereine wie voriges Jahr haben sich in der 1. Bundesliga Herren für das Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Dass dasselbe Teilnehmerfeld für das Final-Four herausspringt wie 2021, schließt schon die Konstellation der Play-off-Paarungen aus. Am Wochenende haben zunächst die tiefer platzierten Teams Heimrecht.

Mit Mannheimer HC und Berliner HC treffen im Viertelfinale zwei Teams aufeinander, die in der zurückliegenden Saison beide bei der DM-Endrunde in Mannheim dabei waren (und dort beide im Halbfinale scheiterten). Nun wird es nur einer ins Final-Four nach Bonn schaffen können. Der MHC geht als Gruppengewinner der Staffel B ins Play-off, der BHC konnte sich als Vierter der Staffel A qualifizieren. Mannheim war mit seinen 70 geschossenen Treffern das torhungrigste Erstligateam der Ligaphase. Mehr als die im Durchschnitt pro Spiel erzielten 4,37 Tore schoss der MHC bei seinem 5:1 über Berlin im Hinrundenduell am 31. Oktober. Für den BHC wird es vor allem darauf ankommen, Ligatorschützenkönig Gonzalo Peillat (31 Tore) zu möglichst wenigen Strafeckenversuchen kommen zu lassen. Das Spiel beginnt am Samstag um 14 Uhr.

 

Mit 40 Zählern der eifrigste Punktesammler der Ligaphase war Rot-Weiss Köln. Der amtierende Deutsche Meister schloss die Staffel A damit als Erster ab und trifft nun auf den UHC Hamburg, der mit gerademal 13 Punkten als Vierter der Staffel B als letztes Team in die Play-off-Phase gelangt war. Von den acht Viertelfinalisten sind die Handeaten der Einzige mit negativem Torverhältnis (27:34), dem Köln die beste Bilanz (plus 46 Tore; 61:15) gegenüberstellt. Diese Zahlenvergleiche sprechen eine eindeutige Sprache und vergeben die Favoritenrolle eindeutig. Doch beim einzigen Aufeinandertreffen der beiden Teams in der laufenden Saison ging es eng zu: Am 12. September gewann Rot-Weiss beim UHC nur mit 4:3. Gespielt wird am Samstag um 12.30 Uhr in Hamburg.

 

90 Minuten später, um 14 Uhr, steigt unweit ein weiteres Viertelfinalspiel. Der Club an der Alster empfängt als Dritter der Staffel A den Harvestehuder THC, der sich am letzten Spieltag noch den zweiten Platz in der Staffel B ergattern konnte. Im vorigen Jahr war für diese beiden Hamburger Teams im Viertelfinale Endstation: Alster scheiterte an Köln, der HTHC am Mannheimer HC. Nun wird es auf alle Fälle einer zur Endrunde nach Bonn schaffen. Im direkten Aufeinandertreffen war es eine ganz klare Sache: Harvestehude schoss Alster beim 7:0 am 31. Oktober regelrecht ab. In der Saisonbilanz liegen beide Mannschaften deutlich dichter beieinander. HTHC hat 34 Punkte gesammelt, Alster 27.

 

Der Hamburger Polo Club und der HTC Uhlenhorst Mülheim sind sich im Vorjahr bereits in der Viertelfinalrunde begegnet. Damals setzte sich Mülheim als Staffelsieger in zwei Spielen (1:0 in Hamburg, 6:4 zuhause - Foto) gegen den hanseatischen Novizen durch und wurde am Ende Deutscher Vizemeister. Diesmal stehen die Vorzeichen anders. Polo hat als Zweiter der Staffel A nicht nur die bessere Platzierung als Uhlenhorst (Dritter in Staffel B), sondern auch mehr Punkte (38; also sogar mehr als Staffelsieger Mannheim in der anderen Gruppe) als Mülheim (33) errungen. Das direkten Hinrundenduell endete 2:2-Unentschieden. Allerdings wirkten bei dieser Partie am 18. September 2021 in Hamburg noch die Uhlenhorst-Nationalspieler Windfeder, Herzbruch und Schiffer mit, die aktuell alle verletzt fehlen und ohne die es für Mülheim ungleich schwerer werden dürfte. Der Auftakt der Best-of-three-Serie steigt am Sonntag (14 Uhr) im Mülheimer Waldstadion.

 

Anders als die DM-Qualifikation läuft das Play-down. Hier wurde der Modus geändert. Man benötigt ab sofort drei statt bisher zwei Siege zum Klassenerhalt. Jetzt am Wochenende haben zunächst die beiden Fünftplatzierten in zwei Spielen (Samstag/Sonntag) Heimrecht. Am 28. und 29. Mai sind die Sechstplatzierten zuhause dran. Sollte nach der dritten oder nach der vierten Partie noch keine Entscheidung gefallen sein, haben wiederum die Gruppenfünften am 4. Juni in der fünften Runde Heimrecht. Die Verlierer des Play-downs müssen in die 2. Bundesliga absteigen.

 

Der TSV Mannheim trifft auf den Nürnberger HTC und hat als Fünfter der Staffel A zunächst zwei Heimspiele. Beide Vereine haben im Vorjahr den Nervenkitzel des Play-downs erfolgreich überstanden. Mannheim schickte den Großflottbeker THGC in die zweite Liga, dem NHTC gelang das gleiche Kunststück gegen den Crefelder HTC. Das direkte Saisonduell endete am 31. Oktober in Mannheim 2:2-Unentschieden. Mit dem gleichen Resultat am gleichen Tag trennten sich auch Düsseldorfer HC und SC Frankfurt 80, die sich im zweiten Abstiegsrundenduell gegenüberstehen. Der DHC hatte bis zuletzt Hoffnungen, noch ins Viertelfinale einzuziehen, bei Frankfurt als einzigem Erstligisten ohne Sieg in 16 Saisonspielen (nur fünf Unentschieden) stand die Teilnahme am Play-down schon länger fest. Düsseldorf hat als Staffelfünfter zum Auftakt zweimal Heimrecht.

Foto: HOCKEYLIGA e.V. / S. Rixecker


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