Erst Argentinien, dann Nürnberg – das besondere Wochenende der Charlotte Stapenhorst

Erst Argentinien, dann Nürnberg – für Charlotte Stapenhorst wird es ein besonders ungewöhnliches Hockey-Wochenende. Die Nationalspielerin soll am Samstag mit den Danas das Pro-League-Spiel gegen Argentinien bestreiten, um dann am Sonntag mit ihren Zehlendorfer Wespen in der 2. Bundesliga um Punkte zu kämpfen.

Diese Arbeitsteilung ist zwischen Damen-Bundestrainer Valentin Altenburg, dem Berliner Zweitligisten und natürlich der Spielerin selbst vereinbart worden. Zum „Deal“ gehört auch, dass das für Samstag vorgesehene Zweitligaspiel zwischen den Zehlendorfer Wespen und der HG Nürnberg auf den Feiertag 26. Mai verlegt wird. Somit bleibt für das Wespen-Team lediglich das Sonntagsspiel gegen den Nürnberger HTC. Die zweite aktuelle A-Nationalspielerin, deren Vereinsteam in der zweiten Liga spielt, ist von der Überschneidung nicht betroffen. Der Rüsselsheimer RK hat sich das Wochenende von vornherein freigespart, damit kann sich RRK-Aushängeschild Pauline Heinz voll und ganz auf die Pro-League-Aufgaben konzentrieren.

 

Der TSV Mannheim will die Chance nutzen, seinen Vorsprung an der Tabellenspitze der Süd-Gruppe auf die Konkurrenten Zehlendorf und Rüsselsheim kräftig auszubauen. Dass wäre dann der Fall, wenn der Spitzenreiter seine beiden Heimspiele gegen Bietigheimer HTC (Samstag) und TuS Obermenzing (Sonntag) gewinnen sollte. Gegen die gleichen beiden Gegner spielt auch der Feudenheimer HC. Bei zu erwartenden drei Absteigern aus der Süd-Gruppe geht es für ATV Leipzig (in Mainz) und den TC Blau-Weiss Berlin (gegen die beiden Nürnberger Teams NHTC und HGN) um dringend notwenige Punkte, um den Anschluss ans rettende Ufer nicht zu verlieren.

 

Im Norden geht es nach der vorzeitigen Findung des Meisters/Aufsteigers (Bremer HC) und des ersten Absteigers (ETUF Essen) vor allem noch um den zweiten Absteiger, den es hier auf alle Fälle geben wird. Die schlechtesten Karten hat im Moment Eintracht Braunschweig, das auf dem vorletzten Tabellenplatz liegt. Die Niedersächsinnen stehen deshalb bei ihren Heimspielen gegen Bonner THV (Samstag) und Blau-Weiß Köln (Sonntag) unter Druck. Die um drei Punkte und einen Platz besser positionierte TG Heimfeld spielt ebenfalls gegen Köln (Samstag) und dazu noch gegen Essen (Samstag).

 

Doppelt Heimrecht haben außerdem Klipper Hamburg (am Samstag gegen den Crefelder HTC ist das Heimrecht getauscht; im Oktober wurde im Hinspiel in Krefeld gespielt; am Sonntag kommt der Bonner THV), der Hamburger Polo Club (gegen DSD Düsseldorf und CHTC) und Meister Bremen (gegen Essen und Düsseldorf).

 

Foto: E. Tippelt

Tags



© Hockey Bundesliga