Düsseldorfer HC zum dritten Mal nach 2015 und 2019 Deutscher Hallenhockey-Meister

In der Neuauflage des Finals von 2016 traf der Düsseldorfer HC auf den Mannheimer HC. Damals siegte der Mannheimer HC mit 6:4 n.SO (3:3,2:2). In der eigenen Stadt gewann der Düsseldorfer HC mit 5:1 (2:0) seinen dritten Deutschen Meistertitel in der Halle. Matchwinnerin war die 19-jährige Sara Strauss mit drei Treffern.

Der Düsseldorfer HC startete abwartend in das Endspiel und überließ dem Mannheimer HC weitestgehend den Ball. Die Mannheimerinnen hingegen attackieren den Aufbau des DHC ab dem ersten Ballkontakt. Die Düsseldorferinnen taten sich in der Anfangsphase schwer den Ball konstruktiv vor das Tor von Karlotta Lammers zu bringen. Auf den ersten Torschuss der Partie mussten die Zuschauer im Castello Düsseldorf bis zur 8. Minute warten, doch der Rückhandschuss von Sara Strauss stellte kein Problem für Karlotta Lammers im Mannheimer Tor dar. Die Mannheimerinnen zogen sich ab Mitte des ersten Viertels weiter zurück und erwarteten die Damen des Düsseldorfer HC auf Höhe der Mittellinie. Es dauerte bis kurz vor Ende des ersten Viertels bis der Ball das erste Mal in einem der beiden Tore lag: Sara Strauss konnte den Ball im Kreis kontrollieren, drehte sich um ihre Gegenspielerin und platzierte den Ball an Karlotta Lammers vorbei im langen Eck zum 1:0 (13.). Und Düsseldorf drückte weiter aufs Tempo. Zunächst vergab Lilly Stoffelsma freistehend vor Karlotta Lammers, wenig später legte sie den Ball nach links in den Kreis zu Sara Strauss, die mit einem akkuraten Schlenzer ins linke obere Eck das 2:0 erzielte (15.).

Die Mannheimerinnen versuchten zu Beginn des zweiten Viertels wieder einen Zugang zu der Partie zu finden, doch die starke Defensive des DHC ließ fast nichts zu. Nathalie Kubalski verlebte bis dahin einen sehr ruhigen Tag zwischen den Düsseldorfer Pfosten. Der Mannheimer HC geriet dann durch eine grüne Karte in Unterzahl (22.). Der DHC nutzte die kurze zahlenmäßige Überlegenheit um sich die erste Strafecke der Partie zu erarbeiten, doch Sara Strauss Schuss konnten die Mannheimerinnen gemeinschaftlich verteidigen (22.). Kaum waren die Mannheimerinnen wieder komplett gerieten die Düsseldorferinnen nach einer grünen Karte gegen Lilly Stoffelsma in Unterzahl (23.), ehe es mit vier gegen vier Feldspielerinnen weiter ging: Aina Lilly Kresken hatte nicht genug Abstand gehalten (24.). Das Spiel wurde zerfahrener, Torchancen gab es weder auf der einen noch auf der anderen Seite in dieser Phase der Begegnung. In der 27. Minute musste erstmals Nathalie Kubalski eingreifen, doch Sonja Zimmermanns Schuss war bereits zuvor abgefälscht worden und stellte kein Problem für die Düsseldorfer Torhüterin dar. Im Gegenzug gab es die nächste Strafecke für den DHC, doch Lisa Noltes Schuss konnte von Karlotta Lammers entschärft werden (28.). Es blieb bis zur Halbzeit Sirene beim 2:0 für den Düsseldorfer HC und das ging vollkommen in Ordnung.

"Für uns war es schon ein riesen Geschenk, dass wir das Finale spielen durften und ich fand wir haben das super gut mitgespielt (..) blöd gelaufen, aber wir haben unser Bestes gegeben." 
Karlotta Lammers, Torhüterin Mannheimer HC

90 Sekunden nach Beginn des dritten Viertels sprang ein Ball von Sonja Zimmermann Pia Lhotak an den Fuß und es gab die erste Ecke für den MHC. Stine Kurz legte ab auf Sonja Zimmermann, doch ihren Schuss parierte Pia Lhotak spektakulär mit dem Handschuh auf der Linie (33.). Die Mannheimerinnen kamen insgesamt mit mehr Elan aus der Halbzeitpause und übernahmen mehr und mehr die Spielkontrolle. Einen Schuss von Sonja Zimmermann parierte Nathalie Kubalski überragend (38.). Quasi im Gegenzug zog Maike Schaunig die dritte Strafecke für den DHC, nachdem Verena Neumann nicht genug Abstand gehalten hatte, doch die MHC Eckenabwehr war hellwach und bereinigte die Situation (39.). Nur eine Minute später konterten die Düsseldorferinnen, doch Doppeltorschützin Sara Strauss verpasste mit ihrem Schlenzer, der knapp rechtsoben am Tor vorbei ging, den Hattrick. Wenige Sekunden später machte sie es besser, im eins gegen eins mit Karlotta Lammers behielt sie die Ruhe und schob den Ball unter der heraus stürzenden Torhüterin ins Tor (40.). Der Mannheimer HC brauchte nun zwingend ein Tor: Eine Strafecke legte Stine Kurz an Sonja Zimmermann vorbei zu Charlotte Gerstenhöfer und die nagelte den Ball zum 1:3 aus Mannheimer Sicht ins Tor (43., KE). Eine Minute vor Ende des Viertels kam Fiona Felber noch einmal in eine aussichtsreiche Abschlussposition, doch ihr Schuss aus halbrechter Position verfehlte den Pfosten nur um wenige Zentimeter (44.). Auf der Gegenseite kam Selin Oruz noch einmal zu einem gefährlichen Abschluss, doch Karlotta Lammers war in letzter Sekunde dazwischen (45.). 

Die Mannheimerinnen agierten auch zu Beginn des Schlussviertels abwartend und hatten Glück, dass Sara Strauss ihr viertes Tor des Tages nur knapp verpasste (48.). Der Mannheimer HC bekam wenige Augenblicke später seine dritte Ecke des Spiels zugesprochen, doch Sonja Zimmermanns Schuss stellte Nathalie Kubalski vor keine allzu großen Probleme (49.). Auf der anderen Seite machte es Elisa Gräve besser, sie überwand Karlotta Lammers von rechts aus spitzem Winkel mit ihrem Schuss ins lange Eck, der den alten drei Tore Abstand zum 4:1 wieder herstellte (51.). Der MHC reagierte und nahm Karlotta Lammers zu Gunsten einer weiteren Feldspielerin vom Feld (52.). Die Überzahl brachte dem Mannheimer HC zwar einige gute Möglichkeiten, doch die Chancenverwertung stimmte in dieser Phase der Partie nicht. Der MHC kämpfte bis zum Schluss, doch es wollte kein weiteres Tor mehr fallen. Der Düsseldorfer HC hingegen nutzte einen Konter aufs leere Tor, den Pia Lhotak zum 5:1 Endstand abschloss (60.). 

Der Düsseldorfer HC ist somit zum dritten Mal nach 2015 und 2019 deutscher Hallenhockey-Meister!

"Es ist ein unfassbares Gefühl, hier in der eigenen Stadt deutscher Meister zu werden, also besser geht es ja nicht (...) am Ende haben wir es einfach verdient, weil wir es wollten."
Sara Strauss, Spielerin Düsseldorfer HC

Den Live Stream des Final Fours findet Ihr hier:

http://sportschau.de/

http://twitch.tv/Spontent_one

Foto: Dirk Markgraf

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