Düsseldorf zurück in der Spur, TSV Mannheim Hockey siegt erstmals

Die Damen des Düsseldorfer HC haben ihr Spiel beim UHC Hamburg souverän gewonnen. Der Club an der Alster muss eine herbe Niederlage in Berlin einstecken. Der TSV Mannheim Hockey gewinnt das wichtige Duell gegen den Münchner SC und der Mannheimer HC siegt deutlich in Bremen. Die Spielberichte:

UHC Hamburg – düsseldorfer hc 0:2 (0:1)

Ein wahrlich vielversprechendes Volvo E.R.B. Topspiel der Woche erwartete die Hamburger Zuschauer heute auf der Anlage des UHC Hamburg. Nach drei Siegen in Folge mit nur einem Gegentreffer empfingen die UHC-Damen heute den amtierenden Meister aus Düsseldorf. Die Düsseldorferinnen hatten sich in den vergangenen Partien so gar nicht meisterlich präsentiert und nur einen Punkt aus drei Spielen geholt.

Das erwartete muntere Spiel war dann auch geboten. Beide Teams versuchten, viel offensiv zu kreieren und mit viel Tempo den Weg in Richtung des gegnerischen Schusskreises zu suchen. Doch im ersten Viertel blieb es bei einem torlosen Remis, sobald es in Richtung des Tores ging, agierten beide noch zu glücklos.

Auch im zweiten Abschnitt zeigten die Teams lange ein ausgeglichenes Spiel. Die Führung gelang dann aber den Gästen: Eine Strafecke von Emma Sophie Heßler schlug im rechten unteren Eck ein und ließ Noelle Rother im Tor keine Chance (22.,KE). Die 0:1 Führung der Gäste brachte Düsseldorf in Schwung, nur wenig später musste Rother eingreifen und ein weiteres Tor verhindern. Die UHC-Damen hielten soweit stand, konnten aber ihrerseits nicht noch einmal gefährlich werden. Mit der 0:1 Führung für Düsseldorf ging es in die Halbzeitpause.

Fast wäre nach vier Minuten in der zweiten Hälfte das 0:2 gefallen, doch nach einer Strafecke war eine UHC-Verteidigerin noch auf der Linie zur Stelle. In der Folge versuchten die Gastgeberinnen, etwas mehr Konstanz in ihr Spiel zu bekommen, während sich der DHC etwas in die eigene Hälfte zurückzog. Aus dieser Phase resultierte eine Strafecke für Hamburg, die aber pariert wurde (40.). Auf der Gegenseite hatte dann Düsseldorf mit einem Rückhandschuss wieder die Gelegenheit, doch man blieb zu ungenau. Mehrere Angriffe über die rechte Seite wurden nun von den Gäste gefahren, Düsseldorf drängte darauf, die Führung zu erhöhen.

"Eine super Steigerung zu den teils mäßigen Auftritten, der letzten beiden Wochen"
Nico Sussenburger, Trainer Düsseldorfer HC

Im letzten Abschnitt war es soweit: Ein scharfer Ball vor das Tor und Lisa Nolte war mit einem Stecher erfolgreich. Das 0:2 für den Düsseldorfer HC (47.). Der DHC führte nun mit zwei Toren im Volvo E.R.B. Topspiel der Woche, Hamburg musste alles hineinwerfen, um noch einmal heranzukommen. Das offenbarte aber auch Räume für die Gäste, die Düsseldorf immer wieder für gefährliche Konter zu nutzen versuchte. Zwei Minuten vor dem Ende bot sich mit einer Strafecke die Chance, endgültig die Partie für sich zu entscheiden, aber Noelle Rother war zur Stelle (58.).

Die 0:2 Führung brachten die Damen aus Düsseldorf dann souverän über die Zeit und sicherten sich somit drei Punkte. Der UHC Hamburg spielt nächsten Samstag gegen Rot-Weiss Köln (14:00 Uhr), während Düsseldorf erst im nächsten Jahr wieder auf dem Feld ran muss.

"Wir konnten unsere Fehler über das Spiel nicht minimieren und waren dadurch gefühlt zu keiner Zeit richtig im Spiel"
Johannes Persoon, UHC Hamburg

Münchner sc – tsv mannheim hockey 2:3 (1:2)

Das Duell des Tabellenletzten der Staffel A gegen den Tabellenletzten der Staffel B sollte ein enges umkämpftes Spiel werden. Beide Teams hatten zuletzt trotz guter Auftritte knappe Niederlagen hinnehmen müssen und waren gewillt, die so wichtigen drei Punkte auf das eigene Konto zu verbuchen.

Nach gut fünf Minuten kam München erstmals stark über die rechte Seite in den Kreis, der Pass von Joana Boehringer auf Martina Reisenegger Lillo wurde aber verpasst (5.). Auf der Gegenseite wurde Mannheim nach einer Strafecke gefährlich – eine etwas ungewöhnliche Variante über die linke Seite und der daraus resultierende Schuss von Lydia Bechthold-Haase wurde aber gehalten (10.).

Im zweiten Abschnitt erspielten sich dann wieder die Gastgeberinnen eine Strafecke und waren prompt erfolgreich: Der Schlenzer von Reisenegger Lillo rutschte TSVMH-Torhüterin Felicitas Heinzel auf deren rechten Seite etwas unglücklich durch (16.,KE). Das wichtige 1:0 für die Damen aus München, das aber nicht allzu lange Bestand hatte. Ein sehenswerter Heber von Lydia Bechthold-Haase von der rechten Seite über Torfrau Selina Müller stellte das 1:1 her. Bechthold-Haase war völlig frei im Schusskreis an den Ball gekommen (18.).

Die rechte Angriffsseite blieb für Mannheim weiter das Mittel zum Erfolg: Ein langer Ball auf Sarah Kardorf, die wieder frei im Schusskreis zum Abschluss kam und von der rechten Seite den Ball mit einem Schlag im langen Eck unterbrachte (20.). Durch den schnellen Doppelschlag waren nun die Münchnerinnen ihrerseits etwas unter Druck geraten. Zehn Sekunden vor dem Pausenpfiff kam man durch eine Strafecke noch einmal zum Schuss, doch die Variante über die Linksablage rutschte ab und blieb ungefährlich.

Kurz vor Ende des dritten Viertels gelang dem MSC der Ausgleich: Im Gewusel vor der Torhüterin brachte Celine Marquet die Kugel über die Linie und stellte auf 2:2 (43.). Ein Tor etwas aus dem Nichts, dafür aber umso wichtiger für die Gastgeberinnen. Zu Beginn des letzten Abschnitts war aber dann wieder der TSVMH erfolgreich: Lydia Bechthold-Haase drehte sich auf Höhe des Siebenmeterpunkts gut heraus und traf mit ihrem zweiten Treffer des Tages zum 2:3 für Mannheim (48.). Dieses 2:3 hatte dann auch bis zum Schlusspfiff Bestand. Mannheim entführt drei Punkte aus München - für den Münchner SC spitzt sich die Situation indes zu.

Die Damen aus München treffen kommenden Samstag noch auf den Mannheimer HC (16:30 Uhr). Für den TSVMH ist die Hinrunde derweil beendet.

berliner hc – club an der alster 5:2 (3:0)

Wie auch die Berliner Herren empfingen die Damen des BHC heute den Club an der Alster zum Doppelspieltag in der Landeshauptstadt. In der letzten Saison hatte Alster zweimal geführt, zweimal war das Spiel 2:2 geendet. Blickt man auf die Tabelle der Staffel B erscheint dies etwas kurios: Denn Berlin ist zwar direkter Verfolger der Hamburgerinnen, die auf Platz drei stehen, doch trennt die beiden Mannschaften ein Abstand von zwölf Punkten bei einem Spiel mehr, das Alster absolviert hat.

Nach zwei gespielten Minuten kam Alster zu einer ersten Strafecke, die von der BHC-Defensive aber abgelaufen werden konnte (2.). Doch auch die Offensive der Berlinerinnen versuchte, nun aktiv zu werden: Der Rückhandschuss von Luzie Franz konnte von Torhüterin Mali Wichmann nur mit Mühe gehalten werden (7.). Nach dieser starken Parade war Wichmann wenige Minuten später dann aber im Glück: Eine Strafecke des Berliner HC, den sie nicht ausreichend abwehren konnte, fischte Viktoria Huse hinter ihr von der Torlinie. Im Nachsetzen brachte Berlin den Ball aber noch einmal vor das Tor, wo Pahila Arnold den Ball über die Linie drückte (11.).

Alster schien auch im zweiten Viertel noch nicht ganz wach, denn der Berliner HC kam direkt zu einem zweiten Treffer. Ein Freischlag von Alessa Volkert wurde schnell ausgeführt und vor das Tor gebracht, wo Luzie Franz den Ball nur in das Tor blocken musste (17.). Die Defensive der Hamburgerinnen hatte viel zu passiv agiert. Auch in der Folge spielte Berlin, die bisher eigentlich zu den offensivschwachen Teams gehörten, gut nach vorne und kam zu weiteren Torchancen.  Alster hatte fünf Minuten vor der Pause noch einmal eine Chance per Strafecke, die in letzter Sekunde von Anna Kilian geklärt wurde (25.). Der Club an der Alster schien heute einfach kein Glück zu haben: Eine völlig missglückte Strafecke von Berlin kam noch einmal vor das Tor und schon stand es 3:0, da Pahila Arnold den Ball an Wichmann vorbei ins Tor bugsierte (27.,KE).

In der zweiten Hälfte war Alster dann aber deutlich stärker. Doch die Berliner Defensive hielt, wenn auch in einigen Situationen mit etwas Glück, stand. Stattdessen zeigte man sich konterstark und erwischte Alster kalt: Eine Flanke von der linken Seite verwertete Carlotta Pahlke am langen Pfosten zum 4:0 (43.). Im letzten Viertel zog sich Berlin etwa zurück und überließ dem Club an der Alster mehr den Ball. Erfolgreich vor dem Tor war aber weiter nur der BHC: Viola Scharf erzielte mit einem Siebenmeter das 5:0 (51.,7m). Lediglich zwei Ehrentreffer waren den Gästen aus Hamburg noch vergönnt: Emily Wolbers erzielte das 5:1 für den Club an der Alster (55.), Viktoria Huse dann mit einem Siebenmeter das 5:2 (57.,7m). Alster warf zwar drei Minuten vor dem Ende noch einmal alles nach vorne, doch Berlin brachte die Führung über die Zeit.

Der Berliner HC empfängt in genau einer Woche den Bremer HC zum letzten Spiel der Hinrunde (14:00 Uhr). Für den CADA war dieses Spiel bereits der Abschluss des Jahres auf dem Feld.

bremer hc – mannheimer hc 0:7 (0:2)

Ein neuer Gegner für die Mannheimer Damen, denn heute war man beim Aufsteiger in Bremen zu Gast. Der MHC hatte am letzten Samstag etwas gestrauchelt und die ersten Punkte der Saison liegen lassen, dann aber am Sonntag souverän gegen den Club an der Alster gesiegt. Und auch Bremen nimmt den Rückenwind von zuletzt zwei Siegen mit in die Partie – es war also angerichtet für das letzte Spiel des heutigen Tages und für ein echtes Duell.

Doch für die Bremerinnen war am heutigen Samstag nichts zu holen. Hatte man zunächst noch gut mithalten können, war der MHC am Ende klar überlegen. Naomi Heyn brachte ihre Mannheimerinnen kurz vor Viertelende in Führung (13.). Nach einer kurzen Ecke erhöhte Stine Kurz mit ihrem achten Saisontor auf 0:2 (22.,KE).

In der zweiten Halbzeit baute Mannheim dann die Führung deutlich aus. Lucina von der Heyde war kurz nach der Pause per Siebenmeter erfolgreich (32., 7m). Dann trafen Charlotte Hendrix (36.) und Charlotte Gerstenhöfer (40.) und stellten auf 0:5. Und auch Stine Kurz schien noch nicht genug zu haben: Sie verwandelte zwei weitere Strafecke zum 0:6 (46.,KE) und zum 0:7 Endstand (52.,KE). Kurz steht damit bei zehn Treffern und an der Spitze der Torschützenliste der Bundesliga.

Der Mannheimer HC bleibt also weiter fast makellos an der Spitze der Staffel B. Bremen gastiert am nächsten Samstag in Berlin (14:00 Uhr), der Mannheimer HC empfängt indes den Münchner SC (16:30 Uhr).

"Total verdient [...] wir hätten auch noch [...] höher gewinnen müssen"
Nicklas Benecke, Trainer Mannheimer HC

Foto: Hans Kramhöller (SportsGallery)

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