Düsseldorf Staffelsieger, Großflottbek in den Playdowns

Der Düsseldorfer HC hat durch den 4:0-Heimsieg gegen TuS Lichterfelde den vorzeitigen Staffelsieg in Staffel A feiern können. Außerdem siegte der Berliner HC beim Club Raffelberg und überholte somit den HTHC in Staffel B. Keine Chance mehr aufs Viertelfinale hat der Großflottbeker THGC nach der 0:2-Heimniederlage gegen Alster. Die Spielberichte:

Rot-Weiss Köln - Uhlenhorst Mülheim 2:0 (0:0)

Rot-Weiss Köln brauchte dringend einen Heimsieg gegen Uhlenhorst Mülheim, um Viertelfinalplatz zwei gegen den UHC Hamburg zu verteidigen. Dank eines 2:0 (0:0)-Heimsiegs gegen Uhlenhorst Mülheim gelang dies den Kölnerinnen am heutigen Samstag.

Uhlenhorst Mülheim übernahm in der Anfangsphase die Kontrolle über die Partie, konnte diese jedoch nicht in eine frühe Führung ummünzen. Eine Strafecke wurde dabei von den Kölnerinnen stark verteidigt (3.). Die Gastgeberinnen kamen im Anschluss an eine Strafecke durch Rebecca Grote selbst erstmals gefährlich zum Abschluss (5.). Das erste Viertel war auch in der Folge weiter ausgeglichen, Großchancen blieben aber Mangelware.

Das zweite Viertel begann wie das Erste: Mit einer (vergebenen) Strafecke für Uhlenhorst Mülheim (18.). Die Mülheimerinnen blieben aber die aktivere Mannschaft und kamen durch Nika Hansen zu einer ersten richtig dicken Gelegenheit aus dem Spiel heraus: Eine Hereingabe von der rechten Seite setzte Hansen knapp am linken Pfosten des Kölner Tores vorbei (20.). Das zweite Viertel gehörte fast ausschließlich den Gästen und die kamen im Nachgang einer Ecke zur nächsten Riesenchance: Maike Scheuer setzte einen unbedrängten Abschluss aus knapp fünf Metern knapp links am Pfosten vorbei (27.). Das 0:0 zur Pause war durchaus glücklich für Rot-Weiss Köln.

Die Kölnerinnen schienen nach dem Seitenwechsel in der Begegnung angekommen zu sein. Die Mülhemerinnen wurden früh unter Druck gesetzt und hatten Probleme wieder gefährlich in die gegnerische Hälfte zu kommen. Anders die Kölnerinnen: Nach einem abgefangenen Ball legte Pia Maertens quer auf Inma Sophia Hofmeister, die aus leicht spitzem Winkel den Ball zur 1:0-Führung im Tor unterbrachte (37.).

Die Kölnerinnen blieben dran und erzielten früh im Schlussviertel das 2:0: Rebecca Grote brachte den Ball gefährlich auf das Tor und Lea Stöckel fälschte den Ball unhaltbar hoch ins rechte Toreck ab (48.,KE). Dabei blieb es dann auch bis zum Abpfiff.

Rot-Weiss Köln trifft morgen zuhause auf TuS Lichterfelde (12:00 Uhr), während Uhlenhorst Mülheim zum Münchner SC reist (13:00 Uhr)

Großflottbeker THGC - Club an der Alster 0:2 (0:1)

Es war die letzte Chance für den Großflottbeker THGC noch einmal in den Kampf um Viertelfinalplatz vier einzugreifen. Bei drei Spielen Rückstand betrug der Rückstand auf den Berliner HC fünf Zähler. Im Derby gegen den Club an der Alster musste sich der GTHGC am Ende jedoch mit 0:2 (0:1) geschlagen geben.

Dabei tat der Club an der Alster sich lange schwer beim Großflottbeker THGC. Erst kurz vor Ende des ersten Durchgangs gingen die Gäste durch Carlotta Sippel in Führung (27.).

Der Club an der Alster setzte zu Beginn des dritten Viertels direkt nach und belohnte sich durch Hannah Gablać, die zum 0:2 traf (35.). Es passierte in der Folge nicht mehr allzu viel in Hamburg und der Club an der Alster konnte sich über drei wichtige Punkte freuen, durch die die Alsteranerinnen den Anschluss an den Mannheimer HC halten (fünf Zähler Rückstand, ein Spiel weniger) und den Vorsprung auf Platz drei weiter ausbauen (sechs Punkte Vorsprung, Alster hat zwei Spiele weniger absolviert). Der Großflottbeker THGC hingegen hat keine Chance mehr sich für das Viertelfinale zu qualifizieren und wird in den Play-Downs gegen TuS Lichterfelde um den Verbleib in der Liga spielen.

Morgen trifft der Großflottbeker THGC auswärts auf den Club Raffelberg (14:00 Uhr), während der Club an der Alster den Harvestehuder THC empfängt (14:00 Uhr).

Sehr gute Performance heute geliefert und Alster viele Probleme bereitet. Pech mit dem 0:1. Schade, wir konnten uns nicht mit einem Tor belohnen."
Richard Barlow - Trainer Großflottbeker THGC

Düsseldorfer HC - TuS Lichterfelde 4:0 (1:0)

Ein Unentschieden hätte dem Düsseldorfer HC gegen das bereits feststehende Schlusslicht der Staffel TuS Lichterfelde gereicht, um den Staffelsieg perfekt zu machen. Am Ende setzten sich die Gastegberinnen jedoch klar mit 4:0 (1:0) durch. Dabei war die Begegnung vom Ergebnis her lange spannender als von vielen im Vorfeld erwartet. Vor allem auf die eigenen Strafecken konnte sich der Düsseldorfer HC aber verlassen

Es dauerte ehe der Düsseldorfer HC sich erstmals auf der Anzeigetafel eintragen konnte bis zur 19. Minute: Annika Marie Sprink brachte den DHC per in Führung (19.,KE).

Nach der Pause machte es die Mannschaft von DHC-Coach Nicolai Sussenburger ein wenig besser und erhöhte im dritten Viertel nach Toren von Selin Oruz (36.,KE) und Emma Sophie Heßler (40.,KE) auf 3:0. Im Schlussviertel besorgte schlussendlich Carina Salz kurz vor dem Ende mit einem spektakulären Solo den 4:0 Endstand (58.).

Morgen ist der Düsseldorfer HC beim UHC Hamburg zu Gast (14:00 Uhr), während TuS Lichterfelde zu Rot-Weiss Köln reist (12:00 Uhr).

Mannheimer HC - Harvestehuder THC 3:1 (2:0)

Der Mannheimer HC befindet sich in einer komplizierten Ausgangssituation: Fünf Zähler Vorsprung hat der Tabellenführer der Staffel B auf den Club an der Alster, doch die Hamburgerinnen haben noch ein Nachholspiel in der Hinterhand. Gegen den Harvestehuder THC, der ihrerseits bei einem Spiel weniger nur noch zwei Zähler Vorsprung auf den Tabellenvierten Berliner HC hatten, mussten die MHC-Damen dringend einen Heimsieg einfahren. Im strömenden Regen setzten sich die Gastgeberinnen am Ende mit 3:1 (2:0) gegen den Harvestehuder THC durch.

Die Damen des Mannheimer HC griffen früh die Aufbauversuche der Hanseatinnen an und versuchten den Spielaufbau dabei so früh wie möglich zu stören. Der Harvestehuder THC hatte Probleme das hohe Pressing des Mannheimer HC zu umspielen, da diese sich, wenn nötig, auch rechtzeitig wieder zurückzogen und so die Räume eng hielten. Da der MHC seinerseits aber nicht zu eigenen großen Gelegenheiten kam war das 0:0 nach dem ersten Viertel folgerichtig.

Das sollte sich zu Beginn des zweiten Viertels jedoch ändern: Nadine Kanler musste einen Querpass nur noch aus knapp einem halben Meter ins verwaiste Tor lenken (18.). Der Mannheimer HC blieb dran und belohnte sich nur wenige Minuten später durch Clara Badia Bogner, die einen Schlag vom Kreisrand entscheidend in das rechte untere Eck zum 2:0-Halbzeitstand abfälschte (22.).

Zu Beginn des dritten Viertels gerieten die HTHC-Damen in Unterzahl, doch mit einer Spielerin weniger auf dem Platz erspielten sich die Gäste eine Strafecke, die Laura Saenger wuchtig unten links zum 1:2 im MHC-Kasten unterbrachte (33.,KE). Die Spannung war zurück in Mannheim, doch der MHC behielt die Nerven und stellte kurz vor Ende des Viertels den alten Abstand wieder her: Florencia Habif traf hart ins rechte Eck (45.,KE).

Im Schlussviertel wollten keine weiteren Treffer mehr fallen. Der MHC hält den Abstand auf den Club an der Alster konstant und ist nicht mehr von den ersten beiden Plätzen der Staffel B zu verdrängen. Der Harvestehuder THC hingegen muss den Berliner HC vorbei ziehen lassen und ist nun neuer Vierter in der Staffel.

Morgen trifft der Mannheimer HC auf den Berliner HC (12:00 Uhr), während der Harvestehuder THC im Derby beim Club an der Alster ran muss (14:00 Uhr).

Club Raffelberg - Berliner HC 1:4 (0:0)

Trotz noch vier zu spielenden Partien steht seit heute fest, dass der Club Raffelberg als Tabellenletzter der Staffel B in die Play-Down Duelle gehen wird. Auch gegen den Viertelfinalaspiranten aus der Hauptstadt gelang den Raffelbergerinnen nicht der angestrebte erste Saisonsieg. Am Ende unterlagen die Gastgeberinnen dem Berliner HC mit 1:4 (0:0).

Der Berliner HC startete nach dem Comeback Sieg vom vergangenen Wochenende (2:1-Heimsieg gegen den Harvestehuder THC, nach 0:1 Rückstand) mit viel Rückenwind in die Begegnung beim noch sieglosen Club Raffelberg. Die Überlegenheit konnten die Damen aus der Hauptstadt jedoch in der Anfangsphase nicht in Tore ummünzen und so hielten die bereits als Play-Down Teilnehmer feststehenden Damen des Club Raffelberg bis zur Halbzeitpause das 0:0.

Die zweite Halbzeit startete mit einem echten Paukenschlag: Giulia Funkel brachte die Gastgeberin aus kurzer Distanz mit 1:0 in Führung (31.). Der Berliner HC blieb in der Folge jedoch ruhig und belohnte sich nur wenig später mit dem 1:1 durch Alessa Volkert (36.). Die Berlinerinnen blieben dran und gingen nur zwei Minuten später erstmals in Führung: Carlotta Pahlke traf aus knapp sechs Metern unter die Latte (38.). Die Gäste machten auch in der Folge weiter und nutzten einen Konter durch Luzie Franz zum 1:3 (42.).

Der Berliner HC hatte mächtig Oberwasser und kam im Anschluss an eine Strafecke durch Viola Scharf zum 1:4 (46.,KE). Dabei blieb es dann auch bis zum Schlusspfiff. Der Berliner HC überholt den Harvestehuder THC und ist neuer Dritter in der Staffel B.

Morgen trifft der Club Raffelberg zu Hause auf den Großflottbeker THGC (14:00 Uhr), während der Berliner HC auswärts beim Mannheimer HC gefordert ist (12:00 Uhr).

Münchner SC - UHC Hamburg 1:1 (1:0)

Der Münchner SC hat den Sprung auf Viertelfinaplatz vier geschafft. Nach der Niederlage von Uhlenhorst Mülheim bei Rot-Weiss Köln reichte den Münchnerinnen das 1:1 gegen den UHC Hamburg um sich aufgrund des bessere Torverhältnisses auf Viertelfinalplatz vier vor zu schieben. Der UHC Hamburg verliert derweil den Anschluss an Rot-Weiss Köln etwas aus den Augen (drei Zähler Rückstand) und bleibt auf Platz drei der Staffel A.

Die Münchnerinnen starteten optimal in die Partie: Philin Bolle hatte bei einer Strafecke viel Zeit und hämmerte den Ball mit einem platzierten und harten Schlag ins linke untere Eck zum 1:0 für den MSC (5.,KE). Der UHC Hamburg brauchte etwas um sich von dem frühen Rückschlag zu erholen. Im zweiten Viertel ging dem Münchner SC etwas die Struktur verloren, doch der UHC konnte dies nicht mit dem Ausgleich bestrafen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit ging der UHC Hamburg früh ins Pressing. Die Gastgeberinnen hatten enorme Probleme kontrolliert in die gegnerische Hälfte zu spielen und dort Ballbesitz zu generieren. Das Spiel blieb in vielen Phasen hektisch und der UHC kam zu einer Strafecke kurz vor Ende des Viertels. Die Münchnerinnen hatten die Ecke eigentlich schon erfolgreich verteidigt, ehe der Ball aus dem Gewühl heraus noch einmal nach rechts in den Kreis rollte, wo Nele Eckmann zum 1:1 abstaubte (43.,KE). Das Spiel blieb hektisch und quasi mit Ablauf der Spielzeit im dritten Viertel sah die Münchnerin Jacqueline Dorner gelb (45.).

Mit Überzahl zu Beginn des Schlussviertels startete der UHC, doch die Führung wollte den Gästen nicht gelingen. Mit Ablauf der Strafzeit gegen Dorner kam sie quasi von der Strafbank gefährlich Richtung UHC-Kreis und war nur noch mit einem Foul zu stoppen. Die folgende Strafecke brachte den Münchnerinnen jedoch nichts ein (50.). Der UHC Hamburg erhöhte mit runterlaufender Uhr mehr und mehr den Druck, doch am Ende blieb es beim 1:1.

Morgen empfängt der Münchner SC Uhlenhorst Mülheim im direkten Duell um Platz vier in der Staffel A (13:00 Uhr), während der UHC Hamburg den Düsseldorfer HC zu Gast hat (14:00 Uhr).

Das könnte auch ein ganz wichtiger Punkt in der Endabrechnung sein, aber das war heute gar nicht das wichtigste. Heute war wichtig nach einer verdienten Führung im 1.Viertel, sich 45min gegen einen Top Gegener bewiesen zu haben. Das gibt uns super viel Energie.“
Jan Henseler - Trainer Münchner SC

Foto: Hockeyliga e.V. / SportsGallery / Hans Kramhöller

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