Die DANAS gewinnen bei der WM gegen Irland und ziehen in die K.o-Runde ein

Eine Runde weiter! Danas gewinnen letztes Gruppenspiel gegen Irland mit 3:0 (1:0)

Für die Damen von der Insel zählte nur ein Sieg. So gingen sie in das Spiel und setzten die Danas von Sekunde eins an unter Druck. Deutschland versuchte im Gegenzug den Ball ruhig, mit kurzen Pässe Richtung ins gegnerisches Tor zu spielen und kam immer wieder über die rechte Seite zu Kreissituationen. In der fünften Minute konnte Pia Maertens in den irischen Schusskreis eindringen und die erste Strafecke des Spiels herausholen. Diese brachte kein Tor. In der elften Minute folgte die erste richtige Torchance für Irland. Kathryne Mullan teste Nathalie Kubalski mit einem Schlag vom Schusskreisrand. Kubalski parierte souverän. Deutschland war im ersten Abschnitt die leichte bessere Mannschaft mit den klareren Aktionen, traf aber nicht - Spielstand 0:0.

„Wir haben heute viel Gegenwehr bekommen und uns manchmal auch das Leben selbst schwer gemacht, weil wir den Ball nicht schnell genug in den eigenen Reihen laufen lassen haben. Ich bin sehr zufrieden mit der Chancenverwertung, so dass wir früh Klarheit im Spiel hatten, was das Ergebnis betrifft. Im letzten Viertel haben wir an Qualität zugelegt und damit einen ungefährdeten Sieg eingefahren. Spielerisch haben wir Luft nach oben, defensiv habe ich leichte Fortschritte zum Niederlande-Spiel gesehen. Das wird uns für die nächsten Spiele eine wichtige Lehre sein, wir wollen ein Team sein, das schwer zu schlagen ist. Heute waren wir schwer zu schlagen, ohne zu glänzen."
Valentin Altenburg, Bundestrainer

Die Danas wollten das schnelle Tor im zweiten Viertel. Eine Doppelchance konnte die irische Torfrau Ayelsha Mcferran aber glänzend parieren. Irland konnte sich in dieser Spielphase nur schwer vom deutschen Druck befreien. Die Danas hielten den Ball lange und warteten auf die richtigen Momente. In der 23. Minute gab es Strafecke und diesmal zappelte die Kugel im Netz. Mit voller Kraft schoss Nike Lorenz die Danas zum 1:0 Führungstreffer. Die Irinnen verbuchten im ganzen zweiten Viertel lediglich einen Torschuss. Deutschland trat selbstbewusst auf und schaffte die besten Voraussetzungen für einen zweiten Gruppensieg.1:0 der Halbzeitstand.

„Wir sind happy über den Sieg. 3:0 ist eine relativ klare Angelegenheit dafür, dass wir mit riesigem Widerstand von den Irinnen gerechnet haben. Wir sind froh, den zweiten Platz erreicht zu haben."
Anne Schröder

Die Irinnen kamen mit Schwung aus der Halbzeitpause. Die erste Situation ergab direkt die eine Strafecke für die Damen in Grün – ohne, dass allerdings Gefahr für das deutsche Team entstand. In der 34. Minute entschärfte Amelie Wortmann eine weitere gefährliche Situation in letzter Sekunde. Das Spiel gestaltete sich wieder offener und es gab Chancen auf beiden Seiten. In der 36. Minute gelang dem Team von Bundestrainer Valentin Altenburg ein wichtiger Spielzug. Charlotte Stapenhorst staubte den Ball vor dem irischen Tor ab und konnte das 2:0 für Deutschland erzielen. Es war der dritte Treffer für die Berlinerin im laufenden Wettbewerb. Kurz vor Schluss des dritten Viertels geriet das deutsche Team noch einmal in die Bredouille. In Unterzahl gab es eine Strafecke gegen die Danas. Das irische Team nutzte diese aber nicht und es ging mit einem 2:0 für Deutschland in die letzte Viertelpause.

„Wir haben heute einen Arbeitssieg eingefahren. Uns war bewusst, dass die Irländerinnen alles reinwerfen werden und das haben sie auch getan. Wir freuen uns auf unser Crossover-Spiel am Samstag."
Selin Oruz

Die letzten 15 Spielminuten begannen kurios. Von Beginn an spielten die Irinnen ohne Torhüterin und mit einer Feldspielerin mehr. Die Danas standen gegen den Ball tief in der eigenen Hälfte, um die Räume möglichst eng zu machen. Irland fiel es schwer in den deutschen Schusskreis einzudringen. Das irische Team benötigten drei Tore, um das WM-Aus zu verhindern. In der 53. gab es die Riesenchance zum Anschluss. Zara Malseed schloss aus kurzer Distanz ab, doch Nathalie Kubalski war wieder zur stelle und kratzte die Kugel mit ihrem Schläger aus dem unteren rechten Eck. Es folgte eine ereignisreiche 56. Minute: Zwei Strafecken, in der die irische Torhüterin nicht in ihr Tor zurückkehren durfte, blieben ohne Erfolg für die Danas. Wenige Sekunden später gab es nach einem guten Kreiseintritt von Pia Maertens aber 7-Meter für Deutschland. Sonja Zimmermann trat an und verwandelte souverän zum 3:0 – die Vorentscheidung. Die Danas blieben dran und erhielten in der 57. Minute die nächste Strafecke, eine schöne Kombination kam aber nicht zum Erfolg. Hanna Granitzki verletzte sich leider bei der Strafecke an der Hand und musste blutend das Spiel verlassen. 19 Sekunden vor Schluss gab es erneut Siebenmeter für Deutschland, aber Nike Lorenz scheiterte an Ayelsha Mcferran. Somit endete die Partie mit einem hochverdienten 3:0 für das deutsche Team.  Zur Spielerin des Spiels wurde Kira Horn gekürt.

Die Danas belegen damit Platz 2 in der Gruppe A und spielen in den Crossover am Samstag, 9.7, 16:30 gegen den Gruppendritten aus der Gruppe D.

„Wir sind froh, dass wir das Spiel gewonnen haben. Am Ende war es ein klarer Sieg ohne Gegentor. Wir haben es sicher zu Ende gespielt. Aber wir hatten auch Phasen in denen wir nicht so guten Zugriff auf das irische Team hatten, da konnten wir unser Spiel nicht so durchsetzen. Insgesamt waren wir im gesamten Spiel aber klar besser."
Pauline Heinz

Quelle: Deutscher Hockey Bund

Fotos: Worldsportpics / Frank Uijlenbroek



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