Derbysieg für den UHC Hamburg, Köln schlägt Großflottbek nur knapp

Mit einem souveränen Heimsieg lassen die Damen des CADA dem Aufsteiger aus Bremen keine Chance. Im Hamburger Derby klaut der UHC Hamburg dem Harvestehuder THC die ersten Punkte, München und Berlin trennen sich 2:2. In einer engen Partie kommt der Großflottbeker THGC zwar noch einmal zurück, ist Köln am Ende aber doch unterlegen. Die Spielberichte:

Club an der Alster - Bremer HC 5:0 (5:0)

Trotz dreier sehr couragierter Auftritte findet sich der Aufsteiger aus Bremen als einzige Mannschaft mit noch 0 Punkten am Tabellenende wieder. Einer Auftaktniederlage gegen Köln folgte eine Niederlage gegen den UHC Hamburg. Und auch das Spiel letzte Woche, als man trotz einer 0:2 Führung noch 4:2 beim Harvestehuder THC verloren hatte, war eine äußerst bittere Pille für die Bremer Damen, die sich vor der Saison noch so aussichtsreich mit einigen Nationalspielerinnen verstärkt hatten.

Der Club an der Alster begann furios und Bremen erwischte einen denkbar schlechten Start: Ein schöner Pass von Hanna Granitzki auf eine völlig freistehende Stürmerin, die vor der Torhüterin auf Emily Wolbers querlegte, brachte die schnelle Führung für die Gastgeberinnen (1.).

Alster, ohne Lisa Altenburg, die sich im letzten Training noch leicht verletzt hatte, machte, ohne Tempo aus dem Spiel zu nehmen, weiter: Ein Angriff über die rechte Seite, ein Pass auf die Grundlinie, ein weiterer quer vor das Tor der Bremer Damen und schon stand es 2:0. Katharina Haid hatte den Treffer erzielt (4.). Bei beiden Tore waren die Angriffe der Hamburgerinnen zu schnell für die ungeordnete Defensive, die viel zu viel Platz ließ.

Mit der ersten Strafecke im Spiel erhöhte Alster dann auf 3:0. Bei Nele Arings Schlag war Ana Calvo im Tor der Bremerinnen zwar zur Stelle, doch den Rebound konnte Anne Schröder zum 3:0 verwerten (11., KE). Eine weitere Ecke im zweiten Viertel fand auch erst wieder im Nachschuss sein Ziel: Den Abpraller von den Schienen der Torfrau konnte die Bremerin Lea Albrecht nicht sauber klären, Hanna Granitzkis Nachschuss fälschte Marie Jeltsch noch ab (19., KE).

Vor der Pause erhöhte der Club an der Alster in Person von Hanna Granitzki auf 5:0 (28., KE). Wieder hatte Bremen die Strafecke zunächst gut verteidigt, verlor dann aber den Ball ehe er geklärt werden konnte. Die Gasteberinnen bestraften die Bremer Fehler konsequent und gingen mit einer verdienten Führung in die Halbzeitpause.

Trotz fünf Treffer in einer Halbzeit, gelang es den Damen des Club an der Alster nach dem Seitenwechsel nicht, einen weiteren zu erzielen. Bremen spielt eine bessere zweite, verliert nach der schwachen ersten Halbzeit aber verdient mit 5:0. Der Club an der Alster trifft im nächsten Spiel auf den Düsseldorfer HC (24. September, 14:00 Uhr) und der Bremer HC spielt in einem Heimspiel gegen die Damen von Uhlenhorst Mülheim (24. September, 13:30 Uhr).

UHC Hamburg - Harvestehuder THC 2:0 (0:0)

Ein sehr starker Saisonauftakt ist den Damen des Harvestehuder THC geglückt. Verlustpunktfrei steht man noch vor Meister Düsseldorf an der Tabellenspitze der Staffel A. Zum heutigen Derby empfingen die Damen des UHC Hamburg die Gäste aus Harvestehude – im letzten Jahr hatte man sich 1:1 getrennt, auf UHC-Seite war Sofie Stomps erfolgreich gewesen, für Harvestehude Laura Saenger.

An ihrem heutigen Geburtstag gelang es UHC-Torfrau Noelle Rother über das ganze Spiel ihr Tor sauber zu halten. Die Zuschauer auf der Anlage des UHC Hamburg sahen ein zwar enges, aber torarmes Spiel im Hamburger Regen. Zur Halbzeit stand ein 0:0 auf der Anzeigetafel, ein zum Derby passendes enges Ergebnis.

Erst im dritten Viertel nahm die Partie dahingehend Fahrt auf: Nicola Pluta brachte ihre Mannschaft mit den ersten Tor des Tages die 1:0 Führung (40.). Für die 24-jährige Stürmerin war es der erste Treffer in der noch jungen Saison. Im letzten Spielabschnitt gelang den Gastgeberinnen dann auch noch ein zweiter Treffer: Lisa Musci erzielte das Tor zum 2:0 Endstand (49.). Der UHC Hamburg schlägt also die Damen des Harvestehuder THC und fügt den Gästen die erste Niederlage der Saison zu. Beide Mannschaften haben nun neun Punkte aus vier Partien gesammelt.

Für die Damen des UHC Hamburg steht nächsten Samstag das Spiel gegen den Münchner HC an (24. September, 14:00 Uhr), während der Harvestehuder THC in einem Heimspiel auf die Mannheimer Damen trifft (24. September, 13:00 Uhr).

Münchner SC - Berliner HC 2:2 (1:2)

Eine junge Münchner Mannschaft, die bereits letztes Jahr etwas überraschend das Viertelfinale erreicht hatte, strebt wohl auch in diesem Jahr nach mehr: Gegen den amtierenden Meister aus Düsseldorf konnte am vergangenen Wochenende ein Remis erkämpft werden. Am darauffolgenden Tag verlor man nur knapp gegen Rot-Weiss Köln.

Ein torloses 0:0 im Aufeinandertreffen letztes Jahr sollte es nach Meinung beider Teams in dieser Saison nicht geben. Doch im ersten Viertel passierte noch wenig offensiv, sowohl München als auch Berlin näherten sich dem Tor zwar an, verpassten es aber, zwingende Torchancen zu kreieren. Dabei haben die Münchnerinnen Celine Marquet, die gemeinsam mit der Kölnerin Grote beste Torschützin der Liga ist, in ihren Reihen.

Es dauerte bis in das zweite Viertel ehe die Fans beider Mannschaften erlöst wurden: Zunächst nutzte Viola Scharf für den Berliner HC die sich bietende Chance und verwandelte einen Siebenmeter unter die Torlatte (21.). Die Münchner Antwort kam per Direktschuss nach einer Strafecke von Philin Bolle, die den Ball mit einem satten Schlag im linken unteren Eck versenkte (22., KE). In der letzten Aktion vor dem Pausenpfiff ging der Berliner HC aber ein zweites Mal in Führung: Die völlig allein gelassene Pauline Kröger traf per Direktabnahme zum 1:2 (29.).

Ein schöner Angriff über die linke Spielfeldhälfte brachte kurz vor Ende des dritten Viertels den Ausgleich für die Gastgeberinnen. Paula Nahr hatte sich im Zusammenspiel mit Boehringer in den Schusskreis kombiniert und dann den Ball an Anna Kilian vorbei ins Tor schieben können (43.).

Ein weiterer Treffer wollte in diesem Spiel auf keiner der beiden Seiten fallen. Beide Mannschaften teilen sich leistungsgerecht einen Punkt. Die Damen des Münchner SC spielen kommenden Samstag gegen den UHC Hamburg (24. September, 14:00 Uhr). Der Berliner HC steht nächste Woche Rot-Weiss Köln in einem Auswärtsspiel gegenüber (24. September, 14:30 Uhr). 

Großflottbeker THGC - rot-weiss köln 2:3 (1:2)

Großflottbek hatte den Kölnerinnen in der letzten Saison ein mehr als umkämpftes 3:3 Unentschieden abringen können – nach einem 1:3 Rückstand zur Pause hatte man noch zwei Treffer erzielt. Auch im heutigen Aufeinandertreffen ging es direkt zu Beginn heiß her.

Nach nur drei Minuten gingen die Gäste aus der Domstadt in Führung: Die 23-Jährige Camille Nobis erzielte den ersten Treffer des Tages für ihr Team (3.). Und Köln ließ nicht locker, gewillt, das Spiel gleich früh für sich zu entscheiden, drückten sie in der Folge direkt auf das nächste Tor. Nach einer Strafecke gelang dies auch – Rebecca Grote erzielte das 2:0 (6., KE). Grote steht bei bereits fünf Treffern in vier Partien und ist damit die aktuell beste Torschützin der 1. Bundesliga.

Für Großflottbek war mit diesen beiden frühen Gegentoren aber noch lange nichts verloren: Kurz vor dem Viertelende, in der 14. Minute, schlugen die Gastgeberinnen zurück. Agostina Alonso, eine der Neuzugänge Großflottbeks, erzielte den so wichtigen Anschlusstreffer für die Hamburgerinnen (14.). Alonso, argentinische Nationalspielerin, war erst zu dieser Saison zu den Damen des Großflottbeker THGC gewechselt.

Auch wenn das erste Viertel derartig viel Offensivspektakel zu bieten hatte, dauerte es in der Folge bis in das dritte Viertel, ehe ein weiterer Treffer fallen wollte: Greta Nauck erzielte den 2:2 Ausgleich und unterstrich die bereits im letzten Aufeinandertreffen gezeigten Qualitäten der Hamburgerinnen, nach einem Rückstand zurückzukommen (40.). Doch Köln schien dem etwas entgegensetzen zu können, es dauerte zwar bis in die 54. Spielminute ehe die Gäste den erneuten Führungstreffer erzielen konnten, doch dann brachte Lea Stöckel ihr Team mit 2:3 wieder in Front (54.).

Im Gegensatz zum letzten Jahr war Großflottbek aber nicht in der Lage, die Partie ein weiteres Mal zum Ausgleich zu bringen – Köln gewinnt auswärts und nimmt drei Punkte aus Hamburg mit auf die Heimreise.

Der Großflottbeker THGC tritt nächsten Samstag gegen die Damen des TSV Mannheim Hockey (24. September, 11:30 Uhr) und Rot-Weiss Köln spielt daheim gegen den Berliner HC (24. September, 14:30 Uhr).

Foto: HOCKEYLIGA e.V. / Stephan Fehrmann (SportsGallery)

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