Danas mit erstem Saisonsieg in der FIH Pro League

Die deutschen Hockey-Damen haben das zweite Spiel der FIH Pro League am heutigen Mittwoch im Deutschen Sportklub in Düsseldorf gegen die spanische Auswahl mit 3:0 gewonnen. Die Tore für das deutsche Team erzielten Pia Maertens in der 12. und 43. Minute, sowie Lena Micheel in der 36. Minute.

Besonders herausragend war die Leistung der Torhüterin Nathalie Kubalski, die insgesamt 15 Schüsse der Spanierinnen abgewehrt hat. Die Gäste aus Spanien starteten engagiert, ohne sich dabei jedoch gefährliche Szenen im deutschen Kreis zu erarbeiten. Erst in der 8. Minute kamen die deutschen Damen das erste Mal gefährlich vor das spanische Tor, doch eine Hereingabe von Cécile Pieper verpasste Sophia Schwabe nur knapp. Eine Minute später erarbeiteten sich auch die Ibererinnen ihre erste Möglichkeit, doch den Schuss von Marta Segu parierte Nathalie Kubalski mit einer Hand. Nur wenig später (11.) war es erneut Marta Segu, die aus spitzem Winkel zum Abschluss kam, jedoch erneut an der deutschen Torhüterin scheiterte. Drei Minuten vor dem Ende des ersten Viertels war es Pia Maertens, die sich am spanischen Kreis um ihre Gegner herumdrehte und den Ball im linken unteren Eck des spanischen Tores versenkte und die deutschen Damen mit 1:0 in Führung brachte. Kurz danach (14.) hatte Florencia Amundson die Gelegenheit zum Ausgleich, doch Nathalie Kubalski konnte den Schuss der Spanierin spektakulär entschärfen.

Zu Beginn des zweiten Viertels (18.) war es erneut Pia Maertens, die gefährlich im spanischen Kreis auftauchte, doch die spanische Torhüterin Jana Martínez parierte den Schuss. Nach zwanzig Minuten erhielten die Spanierinnen ihre erste Strafecke. Der Abschluss der Ibererinnen geriet allerdings zu hoch. Nach einem Ballverlust der Deutschen kamen die Spanierinnen über Júlia Strappato frei vor dem deutschen Tor zum Abschluss, dieser landete aber hauchzart neben dem Kasten. Eine zweite Strafecke der Spanierinnen (22.) konnte Nathalie Kubalski parieren. Drei Minuten vor der Halbzeit brachte Lucia Jimenez durch ein Stockfoul ihre Mannschaft durch eine grüne Karte für zwei Minuten in Unterzahl. Aus der Überzahl resultierte in der 28. Minute die erste Strafecke für die Deutschen, die Annahme des Balles misslang jedoch, sodass keinerlei Gefahr entstand. 

"Auch wenn noch Luft nach oben ist, ist die Zusammenarbeit mit den Mädels extrem angenehm. In wenigen Wochen konnten wir bereits eine Idee entwickeln, auf der sich auf jeden Fall aufbauen lässt."
Valentin Altenburg, Bundestrainer

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit waren es die Spanierinnen, die mehr vom Spiel hatten. In der 33. Minute hatte Begona Garcia die Chance zum Ausgleich, scheiterte allerdings an der deutschen Torhüterin Kubalski. Nur zwei Minuten später rächte sich der fahrige Umgang der Spanierinnen mit ihren Torchancen. Ein Anspiel in den Kreis verwertete Lena Micheel mit der argentinischen Rückhand zum 2:0. In der 40. Minute konnte Nathalie Kubalski einen Schrubber von Laura Barrios souverän abwehren. Drei Minuten später war es erneut Pia Maertens, die den Ball nach einem Pass von der rechten Seite im spanischen Gehäuse zum 3:0 unterbringen konnte. 

Das letzte Viertel der Partie begann mit einer Strafecke für die Spanierinnen. Den Abschluss von Xantal Gine konnte Nathalie Kubalski parieren, den Rebound konnten die deutschen Spielerinnen im Verbund verhindern. In der 49. Minute war es erneut die deutsche Torhüterin, die einen Treffer der Spanierinnen parierte. Einen Abschluss von Maialen Garcia in der 51. parierte Kubalski mit dem Schläger. Die Spanierinnen vergaben noch einige Gelegenheiten, die deutschen Damen waren jedoch ausschließlich darauf bedachte, das Ergebnis nach Hause zu bringen. 

"Es sind viele Dinge dabei, an denen wir weiter arbeiten müssen, vor allem im Hinblick auf die Spiele am Wochenende. Aber wir sind natürlich happy, dass wir mit einem 3:0 aus diesem Spiel herausgehen."
Pia Maertens, Stürmerin

Mit dem Sieg im zweiten Spiel gegen Spanien steht das deutsche Team nun bei drei Unentschieden, zwei Niederlagen sowie einem Sieg und somit auf dem vierten Tabellenplatz in der FIH Pro League. Die deutsche Torhüterin Nathalie Kubalski wurde zum „Player of the Match“ gewählt.

"In der ersten Halbzeit haben wir reines Tafel-Hockey gespielt. Wir haben total versäumt mit Überzeugung, Herz und Mut zu spielen. Nach der Halbzeit sind wir besser rausgekommen und haben das Spiel im dritten Viertel für uns entschieden. Im Konsens sind wir aber alle noch nicht zufrieden mit unserer spielerischen Leistung, da ist noch Luft nach oben da. Sehr zufrieden bin ich mit der Chancenverwertung. Darüber hinaus haben wir heute eine Top-Torhüterleistung gesehen, es ist sehr erfreulich, dass bei so einem Spiel die Null stehen bleibt."
Valentin Altenburg, Bundestrainer
"Es war nicht unser bestes Spiel. Wir haben viele Sachen nicht gut gemacht. Wenn man am Ende aber auf die Anzeigentafel guckt und dort steht es 3:0 für uns, scheinen doch einige Dinge ganz gut funktioniert zu haben. Vor allem unsere Torhüterin (Nathalie Kubalski, d. Red.) war eine Bank, die uns wirklich den Allerwertesten gerettet hat. Wir haben in vielen Situationen gut verteidigt und auch gute Angriffe, die wir nur zu selten bis zum Ende gespielt haben. Aus unseren wenigen Chancen haben wir aber viel herausgeholt."
Pia Maertens, Stürmerin
"Ich bin froh, dass ich heute so einen guten Tag hatte und mit meinen Paraden die Mädels im Spiel halten konnte. Besonders am Anfang und am Ende, sodass wir das Spiel weiter aufbauen konnten und die Null stehen hatten."
Nathalie Kubalski, Torhüterin

Quelle: DHB / hockey.de
Foto: SportsGallery, Hans Kramhöller



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