Damen: Zwei Flutlichtspiele mit klar verteilten Favoritenrollen

Gleich zwei Flutlichtspiele am Freitagabend sieht der vierte Spieltag in der 1. Bundesliga Damen vor. Darunter ist auch das „Topspiel der Woche“, das die beiden Mannheimer Erstligisten zusammenbringt.

Aufsteiger TSV Mannheim (Foto) ist Gastgeber gegen den Nachbarn Mannheimer HC. Die Favoritenrolle liegt ziemlich deutlich bei den Gästen, die ihre ersten beiden Spiele mit einem beeindruckenden Torverhältnis von 10:1 gewonnen haben. Diesen sechs Punkten des MHC aus zwei Spielen steht auf Seiten des TSV lediglich ein einziger Zähler aus immerhin schon vier absolvierten Partien gegenüber. Und auch andere Zahlen sprechen deutlich zugunsten des aktuellen deutschen Vizemeisters. Die beiden letzten Feld-Duelle mit dem TSV, die aus der Saison 2018/19 stammen, gingen mit 9:0 und 2:0 klar an den MHC. Doch dass der TSV auch mit Spitzenteams mithalten kann, bewies er erst voriges Wochenende mit dem 4:4 gegen Köln.

 

Auch beim anderen Freitagspiel sind die Rollen klar verteilt: Von Meister Düsseldorfer HC erwartet man im Heimspiel gegen Uhlenhorst Mülheim einen ungefährdeten Sieg. Dass beim DM-Sieger der vergangenen beiden Jahre in der neuen Saison noch nicht alles rund läuft, zeigten die ersten beiden Partien mit einem schwachen ersten Viertel gegen Berliner HC (4:1) und einem überraschenden Punktverlust in München (3:3). Der von Abgängen einiger Leistungsträgerinnen gebeutelte HTC Uhlenhorst war gegen die Topteams Alster (0:3) und MHC (0:5) mehr oder weniger chancenlos, setzte sich dann aber mit 3:2 beim TSV Mannheim durch.

 

Neben dem MHC besitzt von den zwölf Erstligisten nur noch der Harvestehuder THC eine weiße Weste. Im Derby beim UHC werden die Trauben für den HTHC hoch hängen, aber möglich ist der vierte Harvestehuder Sieg im vierten Spiel allemal. So offen wie in dieser Partie sind die Chancen in der zeitgleich laufenden Partie zwischen dem Club an der Alster und dem Bremer HC nicht verteilt. Es wäre schon eine faustdicke Überraschung, sollte Aufsteiger Bremen ausgerechnet beim Tabellenführer der Staffel B seine ersten Punkte erringen können. Was dem BHC Hoffnung machen dürfte: In keinem der ersten drei Spiele war man weit weg von zumindest einem Teilerfolg.

 

Wie Bremen sind auch Münchner SC und Berliner HC noch sieglos. Ins direkte Duell gehen diese beiden Kontrahenten mit jeweils einem Punkt aus drei Spielen. Der MSC überzeugte zuletzt offensiv mit je drei Toren gegen die Topteams Düsseldorf und Köln, aber man kassierte eben auch schon elf Gegentreffer in drei Partien und konnte eine Führung, die es in jedem Spiel für die Münchnerinnen gab, noch nie über die Zeit bringen.

 

Zu den wenigen noch unbesiegten Mannschaften gehört Rot-Weiss Köln. Das bislang offensivstärkste Bundesligateam (vier Tore in jedem Spiel) muss sich in Hamburg dem Großflottbeker THGC stellen. Nach dem Überraschungssieg bei Alster und einem erkämpften Punkt in Berlin dürfte Flottbek mit ordentlich Selbstbewusstsein ausgestattet sein, um Köln vielleicht die erste Niederlage verpassen zu können.

 

Foto: TSV Mannheim

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