Damen: München sorgt für die einzige Veränderung gegenüber 2021

Fast wie im Vorjahr setzt sich das Viertelfinal-Teilnehmerfeld der Damen zusammen. Im Vergleich zu 2021 ist nur der Münchner SC neu hinzugekommen und nimmt den Platz von Uhlenhorst Mülheim ein, das diesmal in der Abstiegsrunde seine weitere Erstligaberechtigung behaupten muss. Am Samstag gehen die K.o.-Serien los.

Der amtierende Meister Düsseldorfer HC trifft als Gewinner der Staffel A auf den Berliner HC, der Vierter der Staffel B wurde. An der Favoritenstellung des DM-Titelverteidigers gibt es nichts zu deuteln. Düsseldorf hält mit 55 Toren in der Offensive genauso den Saisonbestwert in der 1. Bundesliga wie in der Defensive mit nur elf Gegentreffern in 16 Spielen und hat sämtliche fünf Rückrundenspiele gewonnen. Der BHC, mit 24 Punkten und 27:21 Toren deutlich bescheidener durch die Ligaphase gekommen als der DHC (40 Punkte), hat einzig den Vorteil, dass er als krasser Außenseiter nichts zu verlieren hat und befreit aufspielen kann. Das Saisonduell der beiden Kontrahenten endete am 10.Oktober mit 2:1 recht knapp zugunsten des DHC. Gespielt wird am Samstag (11.30 Uhr) zunächst in Berlin.

 

Noch mehr Punkte als Düsseldorf hat mit 43 Zählern der Mannheimer HC als Gewinner der Staffel B eingeheimst. Der Vizemeister ist deshalb genauso großer Favorit in seinem Viertelfinalduell gegen den Münchner SC. Die Bayerinnen haben auf den letzten Drücker in der Staffel A noch den vierten Platz erklommen. Bei nur 16 Punkten und als einziger Damen-Viertelfinalist mit negativem Torverhältnis (15:27) sprechen die Zahlen klar gegen den MSC, der ähnlich wie Berlin nichts zu verlieren hat und sicher das Beste aus dieser Außenseiterposition machen möchte. Das Hinrunden-Aufeinandertreffen gewann der Mannheimer HC am 24. Oktober deutlich mit 3:0. Die Play-off-Serie startet am Samstag (11.45 Uhr) in München.

 

Ein deutlich engeres Rennen verspricht das Duell zwischen Rot-Weiss Köln und Harvestehuder THC. Das zeigen allein schon die Saisonzahlen. Köln als Zweiter der Staffel A hat mit 31 Punkten lediglich fünf mehr als der HTHC als Dritter der Staffel B. Auch das Hinrundenduell verlief äußerst knapp. Die Hamburgerinnen gewannen am 2. Oktober auf eigenem Platz mit 4:3. Heimrecht hat der HTHC nun auch am Sonntag (13 Uhr) zum Auftakt der Serie.

 

Für den Club an der Alster beschert das Viertelfinale wie auf männlicher Seite (mit dem HTHC) auch bei den Damen ein Hamburger Derby. Widersacher wird der Uhlenhorster HC sein. Zwei der erfolgreichsten Vereine im deutschen Damenhockey des vergangenen Jahrzehnts (sie stellten von 2015 an in fünf Jahren wechselweise den Deutschen Meister) treffen aufeinander. Obwohl der Club an der Alster die Ligaphase als Staffelzweiter und mit 33 Punkten stärker beendete als der UHC (Dritter in der Staffel A mit 25 Punkten), hatten die Uhlenhorsterinnen im direkten Duell der Hinrunde am 30. Oktober mit 1:0 die Nase knapp vorn. Gespielt wird am Samstag (15 Uhr) beim UHC.

 

Anders als das Best-of-three im Viertelfinale läuft das Play-down. Hier wurde der Modus geändert. Man benötigt ab sofort drei statt bisher zwei Siege zum Klassenerhalt. Jetzt am Wochenende haben zunächst die beiden Fünftplatzierten in zwei Spielen (Samstag/Sonntag) Heimrecht. Am 28. und 29. Mai sind die Sechstplatzierten zuhause dran. Sollte nach der dritten oder nach der vierten Partie noch keine Entscheidung gefallen sein, haben wiederum die Gruppenfünften am 4. Juni in der fünften Runde Heimrecht. Die Verlierer des Play-downs müssen in die 2. Bundesliga absteigen.

 

Der HTC Uhlenhorst Mülheim, der bis zum letzten Spieltag auf eine erneute Viertelfinalteilnahme hoffen durfte, empfängt als Staffelfünfter den Nachbarn Club Raffelberg. Die Duisburgerinnen haben als Aufsteiger kein einziges Saisonspiel gewonnen, aber neulich mit dem 2:2 beim Harvestehuder THC ihr Potenzial auch mal in Zählbares umgemünzt. Das Hinrundenspiel konnte Mülheim am 30. Oktober auf eigenem Platz mit 2:1 gegen Raffelberg gewinnen. Mit seinen errungenen 18 Punkten in der Liga wäre der Großflottbeker THC in einer imaginären Gesamttabelle gar nicht ins Play-down gerutscht. Doch nun müssen die Hamburgerinnen eben doch hier wie schon 2021 (gegen Rüsselsheim) ihren Klassenerhalt klarmachen. Der GTHGC trifft auf TuS Lichterfelde, das mit nur einem einzigen Punkt aus 16 Ligaspielen die schwächste Bilanz aufweist. Auch das Hinrundenspiel gegen den GTHGC ging für TuSLi mit 0:2 am 11. September verloren. Aber wie für alle anderen gilt auch für die Berlinerinnen, dass es nun bei Null für alle in eine neue Phase geht.

Foto: B. Förster


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