Damen des Düsseldorfer HC ziehen ins Finale ein

In einem hochklassigen und knappen Halbfinale haben die Damen des Düsseldorfer HC den Club an der Alster mit 7:4 (4:3) besiegt und stehen somit im morgigen Finale des Final Four. Dem DHC gelang somit die Revanche für die knappe 3:4 (2:1) Niederlage im Finale vor zwei Jahren in Stuttgart.

Direkt zu Beginn des ersten Viertels setzten die Düsseldorfer Damen den Aufbau des Clubs an der Alster unter Druck und holten sich so die erste Strafecke der Begegnung. Selin Oruz konnte diese jedoch nicht verwandeln (1.). Nach einem schnell ausgeführten Freischlag von Nele Aring holten sich die Hamburgerinnen ihrerseits die erste Strafecke (3.). Nach einer Variante, die am Ende bei Rausgeberin Anne Schröder landete, rettete der rechte Pfosten, für die bereits geschlagene Düsseldorfer Torhüterin Nathalie Kubalski, das 0:0. Der Düsseldorfer HC hingegen schaffte es nach einer feinen Kombination über Selin Oruz den Ball zu Elisa Gräve zu befördern, die im eins gegen eins mit Amy Gibson die Nerven behielt und zur DHC 1:0 Führung traf (5.). Die Führung schockte den Club an der Alster keineswegs: Ein vermeintlich harmloser Schuss von Nele Aring wehrte Nathalie Kubalski noch ab, war aber gegen Lisa Altenburgs Nachschuss zum 1:1 chancenlos (10.). Es war das 20. Saisontor für die Nummer 11 des Clubs an der Alster. Doch der Düsseldorfer HC blieb dran und antwortete postwendend durch Selin Oruz, die freistehend einen abgewehrten Ball von Amy Gibson zum 2:1 aus Düsseldorfer Sicht verwertete (13.). Der DHC konterte direkt im Anschluss und stellte durch Elisa Gräve erstmals einen zwei Tore Abstand her (14.). Die Frage, ob Elisa Gräves Schuss schon im Kreis oder knapp außerhalb war, war eine Millimeter Entscheidung. 

Mit dem 3:1 für den DHC ging es in das zweite Viertel. Der Club an der Alster verkürzte aber schnell wieder auf 2:3 durch Felicia Wiedermann, die ein Anspiel auf Höhe des 7-Meter Punktes verwandeln konnte (18.). Doch die Damen des Düsseldorfer HC, die mit 14 Gegentoren die beste Defensive der Hockey-Bundesliga stellten, agierten defensiv gewohnt stark und ließen wenig zu. Ihrerseits versuchten die DHC-Damen offensiv mit schnellem Umschaltspiel gefährlich zu werden. Lisa Altenburg holte in der Mitte des zweiten Viertels die zweite Ecke für die Hanseatinnen, doch Anne Schröders Rausgabe rauschte an allen vorbei ins eigene Toraus (25.). Die Damen des Club an der Alster blieben in dieser Phase aber am Drücker und holten durch Emma Davidsmeyer die nächste Strafecke (27.). Anders als zwei Minuten zuvor klappte dieses Mal der Ablauf bei der Ecke und Lisa Altenburgs Schuss wurde auf der Linie von Lisa Nolte mit dem Knie abgewehrt. Den fälligen 7-Meter traf Lisa Altenburg souverän zum 3:3 Ausgleich (27.). Die Reaktion des DHC: Ein mustergültig ausgespielter Konter, an dessen Ende Selin Oruz ihr zweites Tor des Tages erzielte, brachte die Düsseldorferinnen wieder in Front. Mit dem 4:3 für den Düsseldorfer HC ging es dann in die Kabinen.

"Die haben ihre Konter super genutzt. Wir haben ein zwei Ecken auch noch liegen gelassen, das war ärgerlich. Dann haben wir teilweise auch zu ungriffig verteidigt und uns dann an den Kontern die Zähne ausgebissen, sodass dann die Energie vielleicht auch gefehlt hat" 
Viktoria Martha Huse, Spielerin Der Club an der Alster

Nach dem Seitenwechsel kam der Club an der Alster zu seiner vierten Strafecke, doch erneut war die Rausgabe der Strafecke nicht optimal (37.). DCADA blieb aber die aktivere Mannschaft, erspielte sich die nächste Ecke, doch der Schuss von Hannah Gablać konnte von Luise Steindor abgelaufen werden (38.). Nach einem Offensivfoul von Viktoria Huse an Selin Oruz gab es dann die erste grüne Karte der Partie (41.). Der Düsseldorfer HC konnte die zahlenmäßige Überlegenheit jedoch nicht nutzen und somit blieb das dritte Viertel torlos. 

Der Düsseldorfer HC startete mit einer Strafecke in das Schlussviertel: Elisa Gräve legte den Ball im Kreis des Clubs an der Alster an den Fuß von Lisa Altenburg. Die fällige Strafecke legte Selin Oruz nach links ab zu Luisa Steindor, die den Ball zum 5:3 für den DHC ins Tor schoss (47., KE). Wenig später vergab Selin Oruz freistehend die vermeintliche Vorentscheidung (49.). Der Club an der Alster versuchte händeringend den Anschluss wieder herzustellen, doch Sara Strauss umkurvte nach einem weiteren Konter Amy Gibson und traf zum 6:3 (53.). Die Hamburgerinnen warfen nun alles nach vorne, mit Erfolg: Viktoria Huse verwandelte eine Strafecke zum 4:6 (55., KE). Der Club an der Alster nahm knapp drei Minuten vor dem Ende Amy Gibson zu Gunsten einer weiteren Felspielerin vom Feld und versuchte in der sogenannten künstlichen Überzahl noch einmal heran zu kommen. Lilly Stoffelsma konnte zunächst den Ball nicht im leeren Tor unterbringen (59.), machte es aber nur wenige Sekunden später besser und traf zum 7:4 für den DHC (60.).

Wenig später war dann Schluss, der Düsseldorfer HC zieht ins Endspiel der Deutschen Meisterschaften in der eigenen Stadt ein und trifft da auf den Gewinner des zweiten Halbfinals zwischen Rot-Weiss Köln und dem Mannheimer HC.

Die Livestreams zu den Spielen vom Final Four findet Ihr hier:

http://sportschau.de/
http://twitch.tv/Spontent_one

"Unglaubliches Spiel. Alster war super gut drauf, habens echt gut gemacht. Aber ich glaube wir (...) hatten irgendwie die Nase eine Spitze weiter vorne, es war schon viel Tagesform. Die haben sich ein bisschen schwer getan mit unserem Halbfeld das haben wir dann echt gut ausgenutzt und im Endeffekt bin ich super froh, dass wir es geschafft haben"
Elisa Gräve , Spielerin Düsseldorfer HC

Foto: Dirk Markgraf

Tags



© Hockey Bundesliga