Bremer HC mit erstem Saisonsieg & Düsseldorf gewinnt Spitzenspiel

Der Düsseldorfer HC hat das Spitzenspiel gegen den Club an der Alster für sich entschieden. Derweil feierte der Bremer HC seinen ersten Saisonsieg zu Hause gegen Uhlenhorst Mülheim. Für den Großflottbeker THGC und den UHC Hamburg gab es klare Heimsiege, während in Köln ein 7-Meter kurz vor dem Ende die Entscheidung brachte. Die Spielberichte:

Großflottbeker THGC - TSV Mannheim Hockey 4:0 (2:0)

Der Tabellenvierte der Staffel A empfing den Tabellenletzten der Staffel B an diesem Samstag in Hamburg. Für den Großflottbeker THGC hieß es den Abstand auf den ersten Nicht-Playoff-Platz fünf zu vergrößern, während der TSVMH seinen ersten Saisonsieg einfahren wollte.

Die Gastgeberinnen legten los wie die Feuerwehr und gingen nach nicht einmal 180 Sekunden durch Jette Fleschütz mit 1:0 in Führung (3.). Der TSV Mannheim Hockey versuchte in der Folge Ruhe ins eigene Spiel zu bringen und schaffte das auch. Torchancen blieben in der Folge aber Mangelware, ehe kurz vor der Halbzeit Agustina Gorzelany auf 2:0 für die Gastgeberinnen erhöhte (29.,KE).

Auch nach dem Seitenwechsel kontrollierte der GTHGC das Spielgeschehen und sorgte im vierten Viertel für die Entscheidung: Zunächst traf Kaja Hansen per Strafecke zum 3:0 (49.,KE), ehe Agustina Gorzelany mit ihrem zweiten Treffer am heutigen Tage den Schlusspunkt setzte (58.,KE). Mit dem 4:0-Heimsieg vergrößert der Großflottbeker THGC den Abstand auf den Münchner SC auf fünf Punkte.

Morgen empfängt der Großflottbeker THGC dann den MSC im direkten Duell (11:30 Uhr), während der TSV Mannheim Hockey beim Harvestehuder THC einen weiteren Anlauf starten wird den ersten Saisonsieg einzufahren (12:00 Uhr).

Harvestehuder THC - Mannheimer HC 0:2 (0:0)

Mit neun von neun möglichen Punkten und erst einem Gegentor haben die Damen des Mannheimer HC einen Start nach Maß in die noch junge Saison hingelegt. Der Harvestehuder THC hat seinerseits mit drei Siegen aus vier Spielen einen starken Saisonstart hingelegt und war vor dem Spiel nur einen Zähler von Staffelprimus Rot-Weiss Köln entfernt.

Der Mannheimer HC startete aktiver in die Partie und ließ den Ball geduldig durch die eigenen Reihen laufen. Der HTHC versuchte vor allem kompakt zu stehen und wenig zuzulassen. Erst ab der Mittellinie griffen die Gastgeberinnen entschieden ein und versuchten anschließend, schnell vor das gegnerische Tor zu kommen. Der MHC war zwar die leicht bessere Mannschaft, blieb über weite Strecken aber auch zu harmlos. Das 0:0 nach dem ersten Viertel war folgerichtig.

Im zweiten Viertel wurde der Mannheimer HC immer gefährlicher und der Harvestehuder THC konnte sich seinerseits in der 20. Minute bei Rosa Krüger bedanken, die spektakulär einen tollen Abschluss aus sieben Metern von Naomi Heyn parieren konnte. Die Mannheimerinnen blieben aber weiter aktiver und ließen den HTHC kaum noch aus der eigenen Hälfte. Abgesehen von den Torchancen und Strafecken des MHC zwischen der 18. und 24. Minute hatten Torschüsse absoluten Seltenheitswert in dieser Partie, weswegen das Ergebnis zur Pause fast schon logischerweise 0:0 lautete.

Der MHC kam griffig aus der Kabine und hatte innerhalb der ersten fünf Minuten zweimal per Strafecke die Chance in Führung zu gehen. Zunächst konnte Rosa Krüger den Schlenzer von Stine Kurz parieren (32.), ehe Stine Kurz nur wenig später den Ball flach links am Pfosten vorbei setzte (34.). Die Unachtsamkeiten in der HTHC-Defensive blieben aber weiterhin bestehen und bescherten dem MHC die dritte Strafecke der zweiten Halbzeit: Stine Kurz trat erneut an und schlenzte den Ball perfekt in den rechten oberen Winkel zum mittlerweile verdienten 0:1 (37.,KE). In der Folge vergab der MHC weitere Strafecken und verpasste es, für eine vermeintliche Vorentscheidung zu sorgen. Zwei Strafecken kurz vor dem Ende des dritten Viertels konnte der HTHC aber nicht zum Ausgleich nutzen.

Nach einem schnell ausgeführten Freischlag im eigenen Viertel, machte sich Franzisca Hauke zu Beginn des vierten Viertels auf den Weg Richtung Tor und konnte nur mit unfairen Mitteln kurz vor dem Kreis gestoppt werden. Die anschließende Strafecke von Laura Saenger parierte Karlotta Lammers exzellent (50.). Es schien eine Art Weckruf für die bis dahin sehr defensiven HTHC-Damen zu sein, die sich in der Folge vermehrt am Schusskreis des MHC festsetzen konnten. Die Mannheimerinnen schafften es, die Druckphase des HTHC zu überstehen und ließen anschließend Ball und Gegner laufen. Der Harvestehuder THC schaffte es seinerseits nicht noch einmal eine Druckphase aufzubauen und musste stattdessen sogar noch kurz vor dem Ende das 0:2 durch Verena Neumann hinnehmen (58.) .

Der Harvestehuder THC hat morgen den TSV Mannheim Hockey zu Gast (12:00 Uhr), während der Mannheimer HC beim UHC Hamburg gastiert (13:00 Uhr).

"Wenn es sogar ganz blöd läuft, spielen wir hier am Ende noch unentschieden, weil wir am Ende ein bisschen rumschwimmen. Das ist auf alle Fälle ein Learning, das wir mitnehmen, dass wir kein Seepferdchen mehr brauchen [...]!"
Nicklas Benekce - Coach MHC-Damen

Bremer HC - Uhlenhorst Mülheim 3:0 (2:0)

Der Bremer HC empfing Uhlenhorst Mülheim in einem eminent wichtigen Spiel. Der Bremer HC wartet seit dem Aufstieg ins Oberhaus auf die ersten Punkte, während die Mülheimerinnen mit drei Punkten nach vier Spielen auf Platz vier der Staffel B stehen.

Wie in den vorangegangenen Spielen startete der Bremer HC mutig und offensiv. Claudia Rodriguez belohnte die Gastgeberinnen mit ihrem Treffer zum 1:0 (8.). Auch in der Folge blieben die Bremerinnen dran und legten mit Beginn des zweiten Viertels nach: Johanna Mühl markierte das 2:0 (18.). Den Mülheimerinnen fiel relativ wenig gegen die kompakt stehenden Bremerinnen ein und somit ging es mit dem 2:0 für die Gastgeberinnen in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel spielten weiterhin die in weiß gekleideten Bremerinnen stark auf und sorgten schlussendlich kurz nach Beginn des Schlussviertels für die Entscheidung: Natalie Hoppe traf zum 3:0-Endstand (48.) und brachte somit den ersten Saisonsieg des Bremer HC unter Dach und Fach.

Der Bremer HC reist morgen nach Düsseldorf und trifft dort auf den Düsseldorfer HC (12:00 Uhr), während zeitgleich Uhlenhorst Mülheim im Volvo E.R.B. Topspiel der Woche gegen den Berliner HC etwas unter Druck steht. 

Düsseldorfer HC - Club an der Alster 2:0 (1:0)

Spitzenspiel in Düsseldorf zwischen dem amtierenden Meister und dem Club an der Alster. Ein Duell zweier Topteams der letzten Jahre und das Halbfinale der vergangenen Saison stand an und erneut standen beide Teams in ihrer jeweiligen Staffel vor diesem Spieltag gut da: Der Düsseldorfer HC belegte mit sieben Zählern aus drei Spielen Platz drei in der Staffel A, hat jedoch ein Spiel weniger absolviert als die Konkurrentinnen des Harvestehuder THC und von Rot-Weiss Köln. Der Club an der Alster hatte nach fünf Spielen zwölf Punkte auf der Habenseite und führte die Staffel B an.

Den besseren Start in Düsseldorf erwischten die Gastgeberinnen, die durch Tessa Schubert früh in Führung gingen (5.). Die Partie blieb in der Folge ausgeglichen, vor allem die beiden Defensiven wussten dabei zu beeindrucken.

Torchancen gab es selten zu bestaunen und so dauerte es bis zur 40. Minute, ehe eine Mannschaft wieder traf und wieder waren es die Gastgeberinnen: Agustina Albertarrio traf zum 2:0 für den DHC (40.). Dabei blieb es dann auch bis zum Schlusspfiff.

Der Düsseldorfer HC empfängt morgen den Bremer HC (12:00 Uhr), während der Club an der Alster zeitgleich bei Rot-Weiss Köln antritt.

UHC Hamburg - Münchner SC 7:2 (4:2)

Der UHC Hamburg ist stark in die neue Saison gestartet und wollte heute gegen den Münchner SC nachlegen. Die Münchnerinnen ihrerseits warten bislang noch auf ihren ersten Saisonsieg.

Dass es diesen ersten Saisonsieg des MSC nicht in Hamburg geben soll, daran ließ der UHC von Beginn an keine Zweifel aufkommen: Nicola Pluta traf kurz nach Anpfiff zum 1:0 für den UHC (2.). Doch der MSC zeigte sich nicht geschockt, im Gegenteil: Noemi Baach stellte keine zwei Minuten später den 1:1-Ausgleich her (4.). Das Spielgeschehen beruhigte sich in der Folge nach den turbulenten Anfangsminuten ein wenig, doch der UHC hatte mit diesem ersten Viertel noch nicht abgeschlossen. Zunächst brachte Alia Jaques den UHC erneut in Führung (15.), ehe die Gastgeberinnen direkt nochmal jubeln durften. Sofie Stomps traf zum 3:1 per Strafecke (15.,KE).

Die beiden späten Treffer im ersten Viertel schienen Wirkung gezeigt zu haben bei den Münchnerinnen, die Mitte des zweiten Viertel noch weiter in Rückstand gerieten: Michaela Wienert trug sich in die Torschützenliste ein (27.). Doch die Damen des Münchner SC ließen die Köpfe nicht hängen und kamen kurz vor der Halbzeit noch einmal heran: Michelle Strobel verwandelte eine Ecke zum 4:2-Pausenstand (30.,KE).

Es sollte das voerst letzte Erfolgserlebnis an diesem Nachmittag für den MSC bleiben, denn im zweiten Durchgang spielte der UHC seine ganze Klasse aus. Lena Micheel (36.,KE) und Sofie Stomps (41.,KE) sorgten für eine beruhigende 6:2-Führung für den UHC, ehe Yani Zhong sogar den siebten UHC-Treffer folgen ließ (45.). Die Partie war somit natürlich schon mit Beginn des Schlussviertels entschieden, allzu viel passierte in der Folge auch nicht mehr.

Der UHC Hamburg empfängt morgen den Mannheimer HC (13:00 Uhr), während der Münchner SC beim Großflottbeker THGC zu Gast ist (11:30 Uhr).

Rot-Weiss Köln - Berliner HC 2:1 (1:1)

Vermeintlich klare Vorzeichen herrschten am Samstag bei der Partie von Rot-Weiss Köln gegen den Berliner HC. Denn der Tabellenführer der Staffel A hatte den Tabellenfünften der Staffel B zu Gast. Doch der Berliner HC hatte sich nach schwierigem Saisonstart etwas stabilisiert und in den letzten beiden Partien je einen Punkt gegen Großflottbek und in München geholt.

Der Start in die Partie verlief wie nach Plan aus Sicht der Gastgeberinnen: Pia Maertens brachte die Kölnerinnen ganz früh in Führung (2.). Der Berliner HC versuchte anschließend die Spielkontrolle zu übernehmen, doch die ganz große Gefahr entstand dabei nicht für das Tor der Kölnerinnen. Doch die Berlinerinnen blieben weiter dran und belohnten sich kurz vor dem Halbzeitpfiff: Carlotta Pahlke verwertete eine Flanke von der rechten Seite eiskalt (26.). Mit dem 1:1 ging es dann auch in die Halbzeit.

Die Kölnerinnen versuchten mit Beginn des dritten Viertels wieder mehr Spielkontrolle zu bekommen, doch der BHC verteidigte geschickt. Selbst nach vorne kamen die Gäste in dieser Phase allerdings sehr selten. Und so schien alles auf ein 1:1 hinaus zu laufen, doch dann unterschätzte die BHC-Defensive einen weiten Schlenzer und Linnea Weidemann wusste sich nur noch mit einem Foul an der bereits durchgestarteten Emma Boermans zu helfen. Den fälligen 7-Meter verwandelte Rebeca Grote flach links unten zum umjubelten 2:1-Siegtreffer (57.,7-m.). Der BHC hatte durch Pauline Kröger 30 Sekunden vor Ablauf der Spielzeit doch noch die Möglichkeit zum Ausgleich zu kommen, doch die Strafecke von Pauline Kröger konnten die Kölnerinnen abwehren.

Rot-Weiss Köln empfängt morgen den Club an der Alster (12:00 Uhr), während zeitgleich der Berliner HC bei Uhlenhorst Mülheim im Volvo E.R.B. Topspiel der Woche gefordert ist.

FOTO: Hans Kramhöller/SportsGallery

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