Berliner HC gewinnt Topspiel, HTHC und DHC mit Kantersiegen

Der Berliner HC hat das wichtige Volvo E.R.B. Topspiel der Woche gegen Uhlenhorst Mülheim für sich entscheiden können. Der Harvestehuder THC und der Düsseldorfer HC gewannen ihre Heimspiele klar, während der Mannheimer HC auch beim UHC Hamburg die Oberhand behielt. Die Spielberichte:

Großflottbeker THGC - Münchner SC 0:1 (0:1)

Ein für die Tabelle in der Staffel A enorm wichtiges Spiel stand an diesem Sonntag beim Großflottbeker THGC an. Der GTHGC hat nach fünf Spielen bereits sieben Punkte auf dem Konto und bereits vier Zähler Vorsprung auf den ersten Playdown Platz fünf, auf dem der Aufsteiger des Bremer HC mit drei Punkten steht. Der heutige Gegner aus München lag vor der Partie mit zwei Punkten bereits fünf Zähler hinter den Hamburgerinnen und brauchte einen Sieg, um nicht früh die Playoff-Plätze aus den Augen zu verlieren.

Und die Münchnerinnen starteten stark in die Partie und belohnten sich noch im ersten Viertel mit dem Tor des Tages durch Jacqueline Dorner, die zum 0:1 traf (13.). Es blieb ein zähes und ausgeglichenes Spiel in der Folge, in dem der Münchner SC es schaffte, den Vorsprung bis zum Ende gekonnt zu verteidigen.

Am kommenden Samstag ist der Großflottbeker THGC im Nordduell beim Bremer HC gefordert (15:00 Uhr), während der Münchner SC am nächsten Sonntag bei Uhlenhorst Mülheim zu Gast ist (12:00 Uhr).

Düsseldorfer HC - Bremer HC 6:0 (1:0)

Meister gegen Aufsteiger, so lautete die Überschrift über der Partie zwischen dem Düsseldorfer HC und dem Bremer HC. Dabei hatten die Bremerinnen als Aufsteigerinnen zuletzt aber häufig starke Leistungen gezeigt und reisten nach dem gestrigen ersten Saisonsieg gegen Uhlenhorst Mülheim mit viel Selbstvertrauen zum Tabellenzweiten der Staffel A.

Und die Bremerinnen hielten zu Beginn gut mit in Düsseldorf. Es dauerte bis ins zweite Viertel hinein, ehe eine Mannschaft sich erstmals auf die Anzeigetafel bringen konnte: Agustina Albertarrio brachte die Favoritinnen aus Düsseldorf mit 1:0 in Führung (21.). Dabei blieb es dann auch bis zur Halbzeit.

Im dritten Viertel zog der DHC direkt das Tempo etwas an und schraubte das Ergebnis in die Höhe: Zunächst traf Sara Strauss (31.), ehe Lisa Nolte vorentscheidend auf 3:0 per Strafecke stellte (36.,KE). Emma Sophie Heßler stellte dann noch vor dem Ende des dritten Viertels auf 4:0 für den Düsseldorfer HC (44.,KE). Die Partie war natürlich entschieden und der DHC ließ im Schlussviertel noch zwei weitere Treffer durch Sophia Schwabe (52.,KE) und Carina Salz (53.) folgen, sodass am Ende ein klarer 6:0-Heimsieg auf der Anzeigetafel stand.

Am kommenden Samstag ist der Düsseldorfer HC beim TSV Mannheim Hockey gefordert (16:15 Uhr), während der Bremer HC ebenfalls am kommenden Samstag den Großflottbeker THGC empfängt (15:00 Uhr)

Rot-Weiss Köln - Club an der Alster 2:4 (1:3)

Die Damen von Rot-Weiss Köln haben einen Start nach Maß in die neuen Saison hingelegt. Noch ungeschlagen stehen die Kölnerinnen mit 13 Punkten aus fünf Spielen auf Rang eins der Staffel A. Der Club an der Alster hat von seinen bisherigen sechs Partien vier gewonnen und zwei verloren und liegt mit zwei mehr absolvierten Spielen auf Rang zwei der Staffel B, punktgleich mit dem Mannheimer HC.

Wissend um die Stärken des heutigen Gegners ließen es beide Mannschaften zunächst ruhig angehen. Kurz vor Ende des ersten Viertels ging es dann aber Schlag auf Schlag: Zunächst brachte Nike Lorenz die Gastgeberinnen in Führung (12.), doch Emily Wolbers traf postwendend zum Ausgleich (13.).

Der Club an der Alster kam immer besser in die Begegnung und setzte dann zum Doppelschlag an: Zunächst traf Hannah Gablać (20.), ehe Viktoria Huse per Strafecke den 1:3-Halbzeitstand besorgte (22.,KE).

Im Schlussviertel verbuchten beide Mannschaften ihre Möglichkeiten, doch es dauerte bis zur 57. Minute ehe Antonia Bludau mit dem 1:4 für die Entscheidung sorgte. Pia Maertens verkürzte zwar postwendend (58.), doch für mehr sollte es am Ende für die Kölnerinnen nicht mehr reichen, die somit erstmals in dieser Saison eine Niederlage hinnehmen mussten.

Rot-Weiss Köln ist am kommenden Samstag beim Mannheimer HC zu Gast (14:00 Uhr), während der Club an der Alster bereits am Freitag den Harvestehuder THC zum Derby empfängt (19:30 Uhr).

Uhlenhorst Mülheim - Berliner HC 0:1 (0:1)

Im Volvo E.R.B. Topspiel der Woche standen sowohl die Damen von Uhlenhorst Mülheim, als auch die des Berliner HC ein wenig unter Druck. Vor dem direkten Aufeinandertreffen in der Staffel B hatte Uhlenhorst Mülheim drei Punkte aus fünf Spielen gesammelt und lag auf Platz vier, der Berliner HC stand bei zwei Punkten aus fünf Spielen auf Playdown-Platz fünf.

Beide Teams starteten nach den gestrigen Niederlagen abwartend in die Partie. Die erste gute Gelegenheit hatten aber die Gäste aus Berlin: Luzie Franz zog von der linken Seite dynamisch in den Kreis, scheiterte aber an Finja Starck im Mülheimer Tor (5.). Auch in der Folge blieb der BHC die spielbestimmende Mannschaft und verzeichnete einige Abschlüsse auf das Mülheimer Tor. Es spielte weiterhin nur eine Mannschaft und das waren die Gäste, ein Tor wollte ihnen aber im ersten Viertel nicht gelingen.

Das sollte sich im zweiten Viertel ändern: Der Berliner HC erspielte sich die ersten Strafecken der Partie, die Mülheim zunächst gut verteidigte, doch Sophie Hildebrandt brachte den Ball nochmals gefährlich vor das Tor, wo Solvej Althof den Ball über die Linie blockte (22.,KE). Der BHC zog sich mit der Führung im Rücken etwas zurück und überließ den Mülheimerinnen die Initiative. Mehr als Ballbesitz konnten die Gastgeberinnen jedoch Mitte des zweiten Viertels nicht generieren. Wirklich gefährlich kamen die Gastgeberinnen nicht vor das Tor des Berliner HC. Die 0:1-Pausenführung für die Berlinerinnen war verdient.

Auch im dritten Viertel blieb der BHC die aktivere Mannschaft, die Mülheimerinnen hatten weiterhin Probleme den Ball gefährlich vor das gegnerische Tor zu bringen. Der Berliner HC versuchte weiter über Konter gefährlich zu werden und hätte sich beinahe mit dem 0:2 belohnt: Wieder zog die sehr auffällige Luzie Franz von rechts in den Kreis, doch Finja Starck parierte gleich zwei Abschlüsse von Sophie Hildebrandt exzellent. 

Schlussviertel in Mülheim und die Probleme der Gastgeberinnen blieben weiter sichtbar: Das letzte eigene Tor hatten die Mülheimer Damen am 11. September beim 2:3-Auswärtssieg beim TSV Mannheim Hockey erzielt. Sowohl in Düsseldorf, als auch in Bremen hatten die Mülheimerinnen nicht getroffen. Und heute? Die Gastgeberinnen versuchten mit kontrolliertem Risiko den BHC mehr unter Druck zu setzen, doch die Gäste blieben weiter mit Kontern gefährlich. Die Mülheimerinnen nahmen dann die heute in Topform agierende Torhüterin Finja Starck zu Gunsten einer weiteren Feldspielerin vom Platz. Ein gefährlicher Abschluss wollte den Gastgeberin aber auch in der künstlich herbeigeführten Überzahl nicht mehr gelingen. 

Der Berliner HC überholt mit dem 0:1-Auswärtssieg Uhlenhorst Mülheim und schiebt sich auf einen Playoff-Platz vor.

Am kommenden Sonntag ist Uhlenhorst Mülheim zu Hause gegen den Münchner SC gefordert (12:00 Uhr), bereits tags zuvor empfängt der Berliner HC den UHC Hamburg (12:00 Uhr)

Harvestehuder THC - TSV Mannheim Hockey 7:2 (5:1)

Sowohl der Harvestehuder THC, als auch der TSV Mannheim Hockey hatten ihre gestrigen Partien ohne eigenes Tor verloren. Der HTHC unterlag dem Mannheimer HC zuhause mit 0:2, während der TSVMH bei Großflottbek mit 0:4 verlor. Beide Teams wollten Wiedergutmachung betreiben, während es für die Gäste auch darum ging Punkte, gegen die im direkten Duell aufeinandertreffenden Konkurrentinnen aus Mülheim und Berlin, gut zu machen.

Der Harvestehuder THC versuchte zu Beginn sicher zu stehen und überließ den Mannheimerinnen zunächst den Ball. Dann wagten sich die Gastgeberinnen zusehends nach vorne und belohnten sich direkt: Ein Schlag halblinks im Schusskreis fälschte Albane Garot kurz vor dem Tor unhaltbar ab (9.). Der TSVMH hatte zu kämpfen mit dem Rückstand und der HTHC nutzte die Unorientiertheit der Gäste wieder aus: Wieder kamen die Gastgeberinnen über die linke Seite, wieder kam der Ball in den Kreis und Oriana Gallitrico brachte den Ball mit der Argentinischen Rückhand im linken Eck unter (11.). Gelaufen war das erste Viertel aber immer noch nicht, denn der HTHC drehte weiter auf: Eine Strafecke schrubbte Denise Krimerman Losada in die rechte Ecke zum 3:0 (14.,KE). 

Der TSV Mannheim Hockey versuchte den Ball weiter ruhig laufen zu lassen und lief dann direkt in einen HTHC-Konter. Wieder wurde der Ball links in den Kreis gegeben, und erneut wurde der Ball kurz vor dem Tor unhaltbar abgefälscht, dieses Mal durch Maren Kiefer (17.). Der Harvestehuder THC kannte kein Halten mehr und stellte nur wenig später nach einer Hereingabe von rechts durch Katharina Kiefer aus kürzester Distanz auf 5:0 (18.). Doch die Mannheimerinnen ließen trotz des aussichtslos anmutenden Spielstands die Köpfe nicht hängen und belohnten sich mit der Schlussecke des zweiten Viertels: Luisa Walter vollendete eine Stechervariante zum 1:5-Halbzeitstand (30.,KE).

Im dritten Viertel ließ es der HTHC zunächst etwas ruhiger angehen, doch dann machte Laura Saenger mit einer verwandelten Strafecke doch das halbe Dutzend voll (41.,KE). Die Mannheimerinnen spielten aber weiter mit und erzielten nach einer Flanke von der rechten Seite durch Tara Duus das 6:2 (43.).

Auch im Schlussviertel traf direkt der HTHC: Laura Saenger brachte die nächste Ecke zum 7:2-Endstand im Kasten unter (49.,KE). 

Der Harvestehuder THC ist am kommenden Freitag bereits im Derby beim Club an der Alster gefordert (19:30 Uhr), während der TSV Mannheim Hockey am kommenden Samstag den Düsseldorfer HC empfängt (16:15 Uhr)

UHC Hamburg - Mannheimer HC 0:1 (0:1)

Der Dritte empfing den Tabellenführer zum Spitzenspiel in der Staffel B. Nach dem Kantersieg vom Vortag wollte der UHC Hamburg das sechs-Punkte-Heimwochenende perfekt machen und am Mannheimer HC vorbei ziehen. Vor der Partie hatten beide Teams 12 Punkte auf der Habenseite, der UHC allerdings ein Spiel mehr absolviert.

Das erste sportliche Highlight kam vom Mannheimer HC und das ganz früh: Verena Neumann traf nach nicht einmal 60 Sekunden zum 0:1 (1.). Weitere Tore gab es weder in der restlichen ersten Hälfte, noch in der zweiten zu bestaunen, weswegen Neumanns Tor direkt zu Beginn das einzige Tor des Tages blieb und dem Mannheimer HC einen wichtigen Auswärtssieg bescherte.

Der UHC Hamburg reist am kommenden Samstag in die Hauptstadt zum Berliner HC (12:00 Uhr), während der Mannheimer HC ebenfalls am Samstag Rot-Weiss Köln empfängt (14:00 Uhr)

Foto: Marc Junge (SportsGallery)

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