Alle Viertel-finalistinnen stehen fest: Blau-Weiß Köln steigt ab

Alle Viertelfinalisten stehen einen Spieltag vor Ende der Hauptrunde bereits fest. Am Samstag schafften in der Staffel Ost die Zehlendorfer Wespen die Qualifikation für das Viertelfinale. Im Süden gelang dies dem TSV Mannheim. In der Staffel West sind die Damen von Blau-Weiß Köln abgestiegen.

Staffel Ost

Es war eng geworden im Kampf um den letzten Viertelfinalplatz hinter dem Staffel Primus Berliner HC. Die Damen der Zehlendorfer Wespen hatten am Samstag einen ersten Matchball im Fernduell gegen TuS Lichterfelde. Die Rechnung war dabei vergleichsweise simpel: Bei einem eigenen Sieg gegen den sich im Abstiegskampf befindenden Osternienburger HC und einem Sieg des Berliner HC bei TuS Lichterfelde wäre den Wespen der zweite Platz nicht mehr zu nehmen gewesen.

Der Berliner HC tat den Wespen den Gefallen und siegte am Ende klar bei TuS Lichterfelde mit 10:2 (5:0). Pauline Kröger war einmal mehr die beste Torschützin des Berliner HC mit vier Toren. Die Zehlendorfer Wespen ihrerseits gaben sich keine Blöße und gewannen gegen den Osternienburger HC mit 6:2 (2:1) und reisen somit in zwei Wochen in den Westen zu ihrem Viertelfinale beim deutschen Vizemeister, dem Düsseldorfer HC. Dabei hielt der Osternienburger HC lange gut mit und lag zur Pause lediglich mit einem Tor hinten. Erst in der zweiten Halbzeit gestalteten die Zehlendorfer Wespen die Partie deutlicher. Der ATV Leipzig verlor sein Heimspiel gegen den Mariendorfer HC und verpasste es, sich an Osternienburg in der Tabelle vorbeizuschieben. Trotz zwischenzeitlicher 2:0-Führung verloren die Gastgeberinnen am Ende mit 2:4 (1:0). Morgen wird es also noch einmal richtig spannend im Abstiegskampf, denn zum Ende der Hauptrunde treffen die Leipzigerinnen auswärts auf den Ostmeister Berliner HC, während Osternienburg den Staffel Dritten, TuS Lichterfelde, empfängt (beide 12 Uhr). Der ATV Leipzig brauch dabei mindestens einen Punkt und eine Niederlage des Osternienburger HC, um am Ende aufgrund des besseren Torverhältnisses (ATV: -21, Osternienburg: -47) die Klasse zu halten. Außerdem ist der Mariendorfer HC bei den Zehlendorfer Wespen zu Gast.

 

Staffel Süd

Im Süden stand heute alles unter dem Motto: Verlieren verboten! Das gilt zwar in vielen Staffeln für einige Teams, doch im Süden sind alle Mannschaften, abgesehen vom Rüsselsheimer RK, noch in wichtige Entscheidungen verwickelt. Selbstverständlich muss deshalb auch ein genauer Blick auf das heutige Topspiel in München geworfen werden, bei dem der Münchner SC den TSV Mannheim Hockey empfing. Der MSC war vor dem Spiel drei Punkte hinter den Mannheimern in der Tabelle anzutreffen, während der TSVMH lediglich zwei Punkte hinter den Lokalrivalen des Mannheimer HC auf Tabellenplatz zwei standen (MHC: 21 Punkte, TSV Mannheim Hockey: 19 Punkte, Münchener SC: 16 Punkte). Dabei konzentrierten sich die Mannheimerinnen vor allem auf ihre gewohnt starke Defensive, ließen nur zwei Tore des Gegners zu und gewannen schlussendlich mit 4:2 (1:1). Der Mannheimer HC gewann am Vormittag sein Heimspiel gegen den Rüsselsheimer RK souverän mit 8:2 (3:1). Somit reicht dem Mannheimer HC aufgrund des um 14 Tore besseren Torverhältnis im Vergleich zum TSV Mannheim Hockey (MHC +29, TSV Mannheim Hockey +15) aller Voraussicht nach ein Punkt am Sonntag im Auswärtsspiel beim Münchner SC (12 Uhr), um den Staffelsieg perfekt zu machen.
Im unteren Tabellendrittel kam es zum Sechs-Punkte-Spiel zwischen dem Bietigheimer HTC und dem Feudenheimer HC. Feudenheim brauchte dabei zwingend einen Sieg, um Bietigheim in der Tabelle ein Spiel vor Schluss noch zu überholen, während Bietigheim mit einem Sieg den Klassenerhalt perfekt machen konnte. In einer bis zum Schluss spannenden und umkämpften Partie verlor der BHTC mit 2:3 (0:1) und rutscht auf den Abstiegsplatz ab. Dabei brachte ein Doppelschlag Mitte des dritten Viertels durch Stober (39., KE) zum 1:2 und Höfling-Conradi (42.) zum 1:3 dem Feudenheimer HC den entscheidenden Impuls. Meissners Anschlusstreffer (56.) kam letztendlich zu spät für die Gastgeberinnen.

Der Feudenheimer HC könnte mit einem Sieg morgen beim Rüsselsheimer RK (12 Uhr) den Klassenerhalt feiern, während der Bietigheimer HTC auf eine Feudenheimer-Niederlage hoffen- und sein eigenes Auswärtsspiel beim TSV Mannheim Hockey (12 Uhr) gewinnen muss, um doch noch die Rettung in letzter Sekunde realisieren zu können.

Glückwunsch an den TSV zu Sieg und Viertelfinaleinzug. Die effektivere Mannschaft hat heute gewonnen. Ich muss meinem Team trotzdem ein Kompliment machen. Sie haben den Matchplan top umgesetzt. Ein wenig fehlendes Fortune und eine sehr gut aufgelegte TSV-Torhüterin standen einem möglichen Sieg im Weg.
Jan Henseler, Trainer Münchner SC

 Staffel West

Der Düsseldorfer HC hat sich dank eines 12:3 (7:2)-Auswärtssiegs bei Blau-Weiß Köln den vorzeitigen Staffelsieg im Westen gesichert. Bereits nach acht Minuten führten die Düsseldorferinnen mit 3:0 und ließen zu keiner Zeit Zweifel am Sieg aufkommen. Dank des Sechs-Punkte-Vorsprungs auf Verfolger Rot-Weiß Köln hätte schon ein Unentschieden gereicht. Die DHC-Damen haben somit die Chance, die Staffel ohne einen einzigen Punktverlust abzuschließen. Rot-Weiß Köln besiegte Uhlenhorst Mülheim mit 8:2 (4:2). Beste Torschützin der Begegnung war Pia Maertens mit fünf Treffern. Im Viertelfinale reisen die Kölnerinnen also zum Berliner HC.

Im unteren Tabellendrittel schafften die Damen des Bonner THV die Vorentscheidung im Abstiegskampf. Beim 3:1 (0:0)-Heimsieg gegen den Crefelder HTC hatte Jule Hufer die Gäste zwar in Führung gebracht (38.), doch Kira Schmitz (43.), Kyra Angerer (45.) und Zarina Chruscz (59.) ließen die Gastgeberinnen am Ende jubeln. Mit ihrem ersten Saisonsieg machten die BTHV-Damen zugleich den Klassenerhalt perfekt, da Konkurrent BW Köln entscheidend zurückfiel.

Somit sind alle Entscheidungen im Westen gefallen. Düsseldorf empfängt im Viertelfinale die Zehlendorfer Wespen, während Rot-Weiß Köln beim Berliner HC zu Gast sein wird. Blau-Weiß Köln hingegen muss in der kommenden Saison eine Etage tiefer spielen. Zum Abschluss der Hauptrunde spielt der Bonner THV auswärts beim Düsseldorfer HC, während Blau-Weiß Köln bei Uhlenhorst Mülheim zu Gast ist. Zudem empfängt noch Rot-Weiß Köln den Crefelder HTC (alle 12 Uhr).

 

Staffel Nord

Im Norden bleiben der Club an der Alster und der Harvestehuder THC punktgleich an der Tabellenspitze. Beide Teams gewannen ihre Spiele am Samstag deutlich: Der Harvestehuder THC setzte sich nach einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang mit 6:1 (1:1) beim Großflottbeker THGC durch. Der Club an der Alster gewann beim Staffel-Fünften, dem Hamburger Polo Club, mit 12:2 (7:1). Lisa Altenburg und Hanna Valentin mit jeweils vier Treffern hatten einmal mehr maßgeblichen Anteil am Erfolg ihres Teams.

Somit kommt es morgen zum entscheidenden Duell zwischen den bereits fürs Viertelfinale qualifizierten Teams des Harvestehuder THC und des Clubs an der Alster (12 Uhr). Dabei hat Alster dank des besseren Torverhältnisses (Alster: +69, HTHC: +48) vermeintlich die etwas besseren Karten, denn ein Unentschieden würde der Mannschaft von Jens George morgen bereits für den Staffelsieg reichen.

Da die Partie zwischen Eintracht Braunschweig und dem UHC Hamburg coronabedingt verschoben werden musste, kann morgen noch keine Entscheidung im Abstiegskampf fallen. Dennoch könnte Polo am Sonntag mit einem Heimsieg gegen den UHC Hamburg sechs Punkte zwischen sich und den Abstiegsplatz bringen (12 Uhr). Das Duell zwischen Polo und Eintracht Braunschweig steht zudem noch aus.

Foto: HOCKEYLIGA. e.V / Hans Kramhöller

Gute erste Halbzeit, in der wir besser waren, schade, dass wir das nicht ausnutzen konnten und in Führung gegangen sind. Zu Beginn der 2. Halbzeit haben wir unsere Eckenchancen nicht genutzt und wurden am Ende dafür bestraft.
Richie Barlow, Trainer GTHGC

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