2. BL: Letzter Kraftakt im Herbst

Nicht nur im Oberhaus, sondern auch in der 2. Bundesliga wird am Wochenende das Herbstprogramm in der Feldsaison abgeschlossen. Bei den Damen sind mit einer Ausnahme des Nachholspiels Bremen gegen Polo Hamburg nur noch die Teams der Süd-Gruppe aktiv, bei den Herren spielt dafür nur noch der Norden. Die anderen sind schon in der Winterpause.

Die Damen des Bremer HC (Foto) können ihren Vorsprung in der Nord-Gruppe auf neun Punkte ausbauen, wenn sie das wegen eines Coronavorfalls am 9. Oktober ausgefallene Spiel gegen Polo nun im Nachholmodus für sich entscheiden – wie alle acht Partien davor in dieser Saison. Der Favorit wäre dann wohl schon zur Saisonhalbzeit mit einem halben Bein aufgestiegen.

Im Süden ist die Situation deutlich enger, was das Aufstiegsrennen angeht. Wie erwartet bilden Zehlendorfer Wespen, TSV Mannheim und Rüsselsheimer RK das Führungstrio. Dass die Berlinerinnen auf ihrem gegenwärtigen ersten Platz überwintern, ist nicht gesagt. Schließlich spielen die Wespen am Wochenende nur einmal (gegen Leipzig), derweil die beiden Verfolger Mannheim und Rüsselsheim doppelt punkten können. Allerdings spielen die beiden auch gegeneinander und könnten sich da gegenseitig die Punkte wegnehmen.

In der unteren Tabellenregion gibt es einige direkte Duelle abstiegsgefährdeter Teams. Für Mainz, Obermenzing, Leipzig, HG Nürnberg und Feudenheim wäre es noch einmal wichtig, zu punkten, um die Ausgangslage für die am 23. April 2022 startende Rückrunde ein wenig zu verbessern.

Die mit zwölf Teams außergewöhnlich große Nord-Gruppe der Herren bestreitet am Wochenende ihren 10. und 11. Spieltag. Sechs Punkte Vorsprung hat sich der als Favorit in die Runde gegangenen Crefelder HTC bisher herausgearbeitet. Sollte der bislang unbesiegte CHTC auch die beiden Kölner Hürden Blau-Weiß und Schwarz-Weiß nehmen, könnte er mit gutem Gewissen überwintern. Gleichzeitig ist es für BW Köln nach manchem Patzer (wie der jüngsten Derbyniederlage) so etwas wie die letzte Chance, noch ein Wörtchen im Aufstiegsrennen mitsprechen zu können. Dafür müsste neben Krefeld am Samstag auch Neuss am Sonntag geschlagen werden.

Tatsächlich müssen auch die CHTC-Verfolger Gladbach und Großflottbek darauf hoffen, dass der Spitzenreiter endlich mal strauchelt, und natürlich nebenbei auch die eigenen Aufgaben möglichst fehlerfrei erledigen. Im Abstiegskampf ist das Aufeinandertreffen der beiden punktgleichen Vorletzten Hannover und Rissen so etwas wie ein Sechs-Punkte-Spiel. Weil im schlimmsten Szenario fünf Mannschaften der Nord-Gruppe absteigen können (weil die Ligastärke wieder auf zehn Teams zurückgeführt werden muss; und bei zwei 1,BL-Absteigern in den Norden), müssen ganz viele Teams um ihren Klassenerhalt fürchten.

Foto: HOCKEYLIGA e.V. / Axel Kaste



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