2. BL Herren: Wiesbadener THC schafft den großen Wurf

Der Wiesbadener THC (Foto) hat den großen Wurf geschafft. Als Aufsteiger in die 2. Bundesliga Herren marschierten die Hessen durch die Süd-Gruppe und spielen in der kommenden Winterrunde nun erstmals erstklassig. Nach dem HC Roseneck im Osten ist es der zweite Durchmarsch in der laufenden Zweitligasaison.

Zwei weitere Siege machten den WTHC zum vorzeitigen Gewinner der Süd-Gruppe. Am Samstag nahm Wiesbaden beim HTC Stuttgarter Kickers die Punkte mit. In einer Partie mit wechselnden Dominanzphasen machten die Gäste aus einer Stuttgarter 2:1-Führung ein 3:5 zur Pause und führten danach mit 7:4. Dann aber lief es plötzlich bei den Kickers, die mit 9:7 (51.) die Nase vorne hatten. Doch der WTHC antwortete mit drei Treffern in Folge zum 9:10-Endstand. Tages darauf folgte für das Team von Trainer Stefan Zeller ein 4:3 (1:2)-Heimsieg über den HC Ludwigsburg. Auch hier musste Wiesbaden einem 1:2-Rückstand hinterherlaufen, der WTHC drehte das zum 4:2 (44.), das die Gäste erst zwei Minuten vor Ende verkürzten. Jakob Cyrus war mit fünf Toren in Stuttgart und allen vier Wiesbadener Einschlägen gegen den HCL der entscheidende Schütze.

„Großes Lob an die Mannschaft, die unheimlich viel im Training und an den Wochenenden investiert hat, in den unruhigen Phasen der Spiele immer wieder den Weg zurück gefunden hat und sich somit Sieg um Sieg erarbeitet hat“, sagte Stefan Zeller nach dem siebten Dreier in Folge, nachdem lediglich das Auftaktspiel in Ludwigsburg verloren gegangen war. Außerdem ordnete der Coach den Aufstieg ein: „Für die Abteilung und den Club ist es ein historisch erstmaliger Schritt in die 1. Bundesliga Herren. Und sobald wir alle begriffen haben, dass dies die Wirklichkeit ist, werden wir uns mit großer Vorfreude auf den kommenden Winter vorbereiten.“

Im Abstiegskampf der Süd-Gruppe hat sich die Lage für die HG Nürnberg weiter zugespitzt. Nach dem 7:12 (4:6) beim HC Ludwigsburg sind die Franken kaum noch zu retten. Bei sechs Punkten und elf Toren Rückstand auf den rettenden fünften Platz müsste Nürnberg in den letzten beiden Partien nicht nur voll punkten, sondern auch hoffen, dass die nach ihrer 6:10-Sonntagsnniederlage beim Rüsselsheimer RK auf Platz fünf zurückgefallenen Stuttgarter ihr letztes Spiel verlieren. Nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben Ludwigsburg, Rüsselsheim und der an diesem Wochenende spielfreie TuS Obermenzing.

 

In der Ost-Gruppe hat der Osternienburger HC den vorzeitigen Klassenerhalt geschafft. Dies wurde durch einen klaren 10:2 (4:1)-Heimsieg über den gegenüber der Hinrunde im zweiten Saisonteil stark abbauenden SG Rotation Prenzlauer Berg möglich. Schon nach 16 Minuten war bei einem 4:0 der Grundstein für den OHC gelegt, der in Tobias Mettchen (3) seinen erfolgreichsten Schützen hatte.

 

West-Tabellenführer DSD Düsseldorf hatte im Auswärtsspiel beim Kahlenberger HTC eine Halbzeit lang komplette Torflaute. Der KHTC führte so zur Pause durch zwei Treffer von Spielertrainer Thorben Pegel mit 2:0. Nach 34 Minuten traf der DSD erstmals, acht Minuten später hatte Düsseldorf mit dem 2:3 seine erste Führung. Auch wenn sich Kahlenberg nicht aufgab und nach 51 Minuten noch einmal den Gleichstand (4:4) erreichte, war in der Schlussphase dann der DSD die stärkere Mannschaft und holte mit dem 8:4 drei weitere Punkte.

 

Im Nachholspiel der Nord-Gruppe feierte der THK Rissen einen im Abstiegskampf lebenswichtigen 5:4-Erfolg beim TTK Sachsenwald. Malte Pingel führte mit seinen vier Toren sein THK-Team fast im Alleingang zum Erfolg, der den TTK wieder bis auf drei Punkte ans rettende Ufer heranbrachte.

Foto: Wiesbadener THC

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