2. BL Herren: Spitzenreiter CHTC zum Start gleich doppelt gefordert

Nach einer gefühlten Ewigkeit von sechs Monaten Pause steigt auch die 2. Bundesliga Herren am Wochenende wieder ins Feldhockeygeschehen ein. Aber auch nur in der Gruppe Nord, weil dort durch drei mehr Teilnehmer eine weitaus größere Anzahl an Spielen zu absolvieren ist als in der Gruppe Süd, die sich noch eine weitere Woche Pause gönnt.

Nach der im September und Oktober 2021 gespielten Hinrunde liegen Crefelder HTC (Gruppe Nord) und Münchner SC (Süd) an der Tabellenspitze – genau wie es viele vor Saisonbeginn erwartet haben. Dass die beiden Favoriten ihren Sprung ins Oberhaus aber schon in der Tasche haben, wäre angesichts von lediglich sechs (CHTC) und vier (MSC) Punkten Vorsprung auf die ersten Verfolger bei einem ansehnlichen Rückrundenprogramm von elf bzw. acht Spielen eine zu gewagte Aussage. Trotzdem spricht viel dafür, dass Krefeld und München spätestens am 12. Juni, dem Schlussspieltag, die Sektkorken knallen lassen können.

 

Auf die Krefelder, die kurzfristig mit U21-Vizeweltmeister Aron Flatten (Foto) für die Rückrunde noch eine prominente Verstärkung erhalten haben, warten zum Rückrundenstart zwei Auswärtsaufgaben, am Samstag beim Marienburger SC und am Sonntag beim Großflottbeker THGC. Die Hanseaten vom GTHGC sind zusammen mit Gladbach die einzigen, die man ernsthaft noch als Konkurrenten des CHTC im Aufstiegsrennen bezeichnen kann. Das 2:2 im Krefelder Hinspiel war der einzige Punktverlust, den sich der Tabellenführer in elf Spielen der Hinrunde leistete. Ungeschlagen ist aber auch noch Flottbek, dessen Rückstand durch insgesamt vier Unentschieden zustande kam. Der GTHGC spielt am Samstag zudem noch gegen den DSD Düsseldorf.

 

Beim Tabellensechsten DSD beginnt sozusagen die erweiterte Abstiegszone. Denn es wird speziell in der Nord-Gruppe eine verschärfte Abstiegsregelung geben, um für die nächste Saison wieder auf die Soll-Stärke von zehn Mannschaften zu kommen. Mindestens drei Teams müssen runter, je nach Abstiegsbewegung in der ersten Liga könnten es auch vier Absteiger werden.

 

Deshalb sind alle Partien mit Beteiligung von Klipper Hamburg, Marienburger SC, Schwarz-Weiß Köln, DHC Hannover, THK Rissen und Schlusslicht Bonner THV schon jetzt Spiele um den Klassenerhalt. Alleine Schwarz-Weiß Neuss und Blau-Weiß Köln bilden im Moment das kleine Tabellenmittelfeld, das durch seinen Punktestand mit Auf- und Abstieg nichts zu tun hat. Aber das kann sich in elf Spielen natürlich vor allem nach unten noch ändern.

 

Zehn Spiele stehen am Auftaktwochenende auf dem Programm, bis auf Bonn, SW Köln, BW Köln und Marienburg spielen alle Nord-Ligisten doppelt.

 

Foto: Keßler

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