2. BL Herren: Rahlstedt rückt BTHC auf die Pelle

Der Rahlstedter HTC (Foto) ist drauf und dran, sich in der 2. Bundesliga Herren ein „Aufstiegs-Endspiel“ gegen Nord-Tabellenführer Braunschweiger THC zu erarbeiten. Im Westen kassierte der Gladbacher HTC seine erste Saisonniederlage.

Der Braunschweiger Vorsprung in der Gruppe Nord schmilzt. Im Heimspiel gegen Klipper Hamburg kam der BTHC nicht über ein 7:7 (2:2) hinaus. Bei den Zwischenständen 0:2, 2:4, 4:6, und 6:7 war es am Ende sogar fast ein gewonnener Punkt für den Tabellenführer, der wegen Corona kurzfristig auf die zwei Leistungsträger Torne Krüger und Timo Stassek verzichten musste. „Wie haben heute gegen sämtliche Widerstände doch noch einen Punkt erkämpft“, so BTHC-Trainer Carsten Alisch, der ein „Aufstiegsfinale“ am 13. Februar gegen Rahlstedt nahen sieht.

Die Rahlstedter fertigten den TTK Sachsenwald mit 12:1 (5:0) ab. Den Gästen gelang nur nach 47 Minuten zum Stand von 1:8 ein Eintrag auf die Torschützenliste. Beim Sieger war Alexander Reek (6) einmal mehr der erfolgreichste Schütze. Der RHTC-Rückstand auf Braunschweig ist auf drei Punkte geschmolzen. Da Rahlstedt auch über das deutlich bessere Torverhältnis verfügt, könnte es tatsächlich auf ein echtes Finale hinauslaufen, falls die Sonntagsspiele (RHTC gegen Rissen; BTHC beim TTK) die Abstände nicht dramatisch verändern sollten.

Großflottbek hat sich durch sein 5:5 (2:2) beim THK Rissen wohl um die letzten Chancen gebracht, im Aufstiegskampf vielleicht der lachende Dritte zu sein. Mit einer verwandelten Ecke in letzter Minute sicherte Malte Pingel dem Tabellenletzten einen Punkt, der vielleicht noch wichtig sein könnte.

 

Im Osten hat der Spandauer HTC die Chance nicht genutzt, dem spielfreien TSV Leuna die Rote Laterne zu übergeben. Im Heimspiel gegen Rotation Prenzlauer Berg zog Spandau mit 5:8 (1:4) den Kürzeren. Nur beim 1:0 führte der SHTC, der beim 4:6 (55.) noch einmal in Schlagweite kam. Christopher Nörskau (4 Tore) war beim Sieger für die Hälfte der Tore zuständig, Manuel Schreiter war mit zwei Treffern bester Spandauer Schütze.

Aufsteiger HC Roseneck ließ sich seine weiße Weste auch im vorletzten Spiel nicht beschmutzen. Beim Berliner SC gelang schon am Freitagabend ein 11:6 (7:2)-Auswärtssieg. Der HCR-Torjäger vom Dienst Jakob Eggers kam ausnahmsweise mal nicht auf mehr Treffer als seine Kollegen, traf aber wie Timo Blobel und Benjamin Borchardt ebenfalls dreimal. Dreimal traf auch Jonas Angrick beim BSC, der seinen zweiten Platz durch die Niederlage wieder verlor.

 

Im Westen wird der Abstieg des Oberhausener THC immer wahrscheinlicher. Auch das siebte Saisonspiel ging für den OTHC verloren, in eigener Halle gab es ein 3:8 (1:5) gegen den HC Essen. Tim Hirt und Spielertrainer Philipp Weide waren mit je zwei Toren die besten Schützen beim Sieger, der einen großen Sprung Richtung Klassenerhalt machte. Oberhausen hat schon sechs Punkte Rückstand aufs rettende Ufer.

Im Abendspiel kassierte der Gladbacher HTC bei Schwarz-Weiß Köln mit 5:6 (4:1) seine erste Saisonniederlage. Dabei waren die Gladbacher lange auf Kurs, ihren siebten Sieg in Folge einfahren zu können. Über den 4:1-Halbzeitstand hielten die Gäste ihren Drei-Tore-Vorsprung bis neun Minuten vor Ende (5:2). Dann aber folgte ein kolossaler Einbruch. Mit vier Toren in fünf Minuten drehte Köln das Resultat zum 6:8 (58.) und brachte den Dreier ins Ziel. Kölns Thiemo Litzenburger war der einzige Spieler mit zwei Treffern.

 

Südmeister Wiesbadener THC bezog eine Woche nach seinem feststehende Erstligaaufstieg seine zweite Saisonniederlage. Bei TuS Obermenzing gab es ein am Ende klares 3:7 (0:2). Vom 2:2-Zwischenstand (33.) setzten sich die Münchner Gastgeber vorentscheidend auf 5:2 (54.) ab. Lucas Brunner und Nikolaus Nauck waren mit je zwei Treffern die besten TuS-Schützen.

Am Abend wahrte die HG Nürnberg mit einem 7:3 (3:0) im Heimspiel gegen Rüsselsheimer RK die Chance, die Abstiegsfrage weiter offen zu halten. Drei Eckentore brachten dem Tabellenletzten die Halbzeitführung, die beim 2:4 und 3:5 aus Sicht der Gäste noch einmal schrumpfte. Doch ohne Torwart kassierte der RRK in den Schlussminuten noch weitere Treffer. Cedric Nagl war mit vier Toren der erfolgreichste Schütze.

 
Foto: Rahlstedter HTC

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