2. BL Herren: Münchner SC feiert Rückkehr in die erste Liga

Nach einem weiteren Sieg ist den Herren des Münchner SC vorzeitig der Aufstieg in die erste Liga geglückt. Nach vier Jahren kehren die Bayern wieder ins Oberhaus zurück.

Der Süd-Spitzenreiter MSC distanzierte den direkten Verfolger TuS Lichterfelde mit 4:1 (3:1). Bereits nach neun Minuten war mit einem 3:0-Blitzstart eine Vorentscheidung gefallen. Julian Böllhoff (4.), Philipp Bezzenberger (6.) und Christian Schellinger (9.) schockten mit ihren Toren die Gäste. Zwar konnte Johannes Dimter Sekunden vor der Halbzeitpause eine Ecke im MSC-Kasten unterbringen, aber zu mehr reichte es TuSLi nicht. Bezzenberger mit seinem zweiten Treffer stellte sechs Minuten vor Schluss mit dem 4:1 das Endergebnis her, gleichbedeutend mit der Entscheidung im Aufstiegskampf. Der Münchner Vorsprung an der Tabellenspitze der Süd-Gruppe war auf elf Punkte angewachsen – das ist weder von Lichterfelde noch von den weiteren Teams dahinter aufzuholen. Nach dem Erstligaabstieg 2018 und zwei zweiten Plätzen in den folgenden Zweitligasaisons kehrt der MSC wieder ins Oberhaus zurück.

 

Nach dem in letzter Sekunde hergestellten Klassenerhalt in der zurückliegenden Hallensaison die zweite große Feierstunde für die MSC-Herren innerhalb weniger Monate. „Vier Jahre harter Arbeit sind heute belohnt worden. Das ist eine tolle Geschichte und tut dem Club, der jungen Mannschaft und auch mir persönlich gut. Da ist heute eine Menge Druck abgefallen“, sagte ein freudetrunkener Aufstiegstrainer Patrick Fritsche.  

 

In den beiden anderen Sonntagsspielen gab es zwei Unentschieden. HG Nürnberg und Zehlendorfer Wespen trennten sich 1:1 (0:0). Leon Spitzbart (40.) hatte die Franken in Führung gebracht, Robert Juhnke (56.) glich für die Berliner aus, die trotzdem Vorletzter bleiben. Zwischen der TG Frankenthal und HC Ludwigsburg hieß es am Ende 2:2 (1:2). David Hanel (7.) und Luis Seifert (27.) hatten die Gäste zweimal in Führung gebracht, Tim Ehret (E, 20.) und Alexander Cunningham (37.) brachten die Pfälzer jeweils zurück ins Spiel.

 

"Vier Jahre harter Arbeit sind heute belohnt worden."
Patrick Fritsche, Trainer Münchner SC


Im Norden musste der Gladbacher HTC trotz einer 4:0-Halbzeitführung gegen Klipper Hamburg fast noch um die drei Punkte zittern. Abdud Cassiem (4.) David Ascenso Frano (10.) Mustaphaa Cassiem (E, 19.) und Daan Schenk (24.) brachten die Hausherren zum komfortablen Pausenstand. Doch dann rappelten sich die Gäste auf, verkürzten durch Luis Bernstein (34.) und Christoph Messerknecht (E, 40.) erst auf 2:4 und nach Adbud Cassiems Erhöhung zum 5:2 (42.) durch Julius Schmidthals (54.) und Jannis Wriedt (56.) zum 4:5. „Dann wurde es nochmal relativ hektisch“, sah GHTC-Trainer Jan Klatt seine Mannen wackeln, aber nicht fallen. „Nach einer richtig guten ersten Halbzeit war es danach sehr zerfahren, letztlich ein Spiel mit zwei völlig verschiedenen Halbzeiten“, fasste Klatt zusammen.

 

Seinen Negativlauf von zuletzt vier Niederlagen in folge konnte der Großflottbeker THGC in Neuss stoppen. Zwar ging Gastgeber Schwarz-Weiß durch Krystian Sudol (4.) und Julian Dettmer (37.) zweimal in Führung, aber Max Baumgardt (24/7m, 40.) konnte doppelt ausgleichen. Den 3:2-Siegtreffer besorgte dann Flottbeks spanischer Eckenspezialist Saul Esteve neun Minuten vor Schluss. Flottbek kehrte damit wieder auf Platz drei zurück, verdrängte Neuss wieder auf Rang vier.

 

Ein wichtiger 1:0-Auswärtssieg im Abstiegskampf glückte Schwarz-Weiß Köln beim Bonner THV. Fünf Minuten vor Ende schoss Maximilian Aichinger das Tor des Tages für Köln, das um einen Platz auf Position acht in der Tabelle klettern konnte, während sich der BTHV immer mehr mit dem Abstieg anfreunden muss.

 

Foto: Münchner SC  

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