2.BL Herren: Düsseldorf holt Gladbach auf den Boden der Tatsachen zurück

Jetzt hat es auch den Gladbacher HTC erwischt. Als letzte Mannschaft der 2. Bundesliga Herren musste auch der bisher makellose Nord-Spitzenreiter Federn lassen: Beim DSD Düsseldorf (Foto) setzte es eine 2:4-Niederlage. Im Süden kam der SC Frankfurt 80 wieder zurück in die Erfolgsspur.

Eine „gute Antwort auf letzte Woche“ sah SC80-Trainer Jonathan Elliott im 6:1-Heimsieg seiner Frankfurter Mannschaft gegen die TG Frankenthal. Ausgerechnet der frühere TG-Spieler Johannes Gans (12./E, 34./39.) brachte den Spitzenreiter auf die Siegerstraße, daneben trafen Marc-Andre Sawall (22.) und Hayden Wolff-Rojczyk (51./60.) für die Gastgeber. Tim Ehret (30.) konnte kurz vor der Halbzeit zum 1:2 für Frankenthal verkürzen.

 

Ein verrücktes Spiel mit zwei grundverschiedenen Halbzeiten lieferten sich TC Blau-Weiss Berlin und HTC Stuttgarter Kickers. Die Gäste drehten in den ersten 30 Minuten mächtig auf, hätte noch weit mehr Tore als jene von Sten Brandenstein (2.), Lucca Epple (E, 11./E, 12.) und Jonas Diesch (27.) schießen können. Trotzdem nach es beim 4:0 zur Pause nach einem sicheren HTC-Sieg aus. Nach „komplett verschlafenem dritten Viertel“ (Kickers-Trainer Till Ziemssen und zwei Eckentoren von Quentin Frenzel (31./35.) witterten die Hauherren Morgenluft. Benedikt Schüngel (39./48.) gelang tatsächlich der Ausgleich zum 4:4-Endstand. Eine am Ende „gerechte Punkteteilung“ sah nicht nur der Gästecoach.

 

Einen schnellen Rückstand (Henrik Ely/3.) drehte TuS Lichterfelde im Heimspiel gegen Aufsteiger Wiesbadener THC noch zum 4:1-Erfolg. Maurice Kirchner (14./34.), Joachim Krömer (21.) und Niklas Langer (42.) drehten die Partie zugunsten der Gastgeber.

 

Die nach dem bisherigen Saisonverlauf erwartbare Niederlage des Liganeulings SC Charlottenburg gegen Erstligaabsteiger Nürnberger HTC zeichnete sich schon nach zehn Minuten ab. Da führten die Gäste nach Eckentoren von Max Lassen (1./8.) und Fredrick Büttner (6./10.) sowie einem Feldtreffer von Levin Vaas (9.) bereits mit 5:0. Frederic Wolff (26.) erhöhte zum 0:6-Pausenstand. Den zweiten Durchgang konnten die Berliner bei Toren von Tobias Penninger (41.) und zum dritten Mal Max Lassen (E, 59.) ausgeglichen gestalten, an der klaren 1:7-Niederlage änderte das natürlich nichts.

 

Das zweite Tagesduell zwischen Berlin und Nürnberg brachte einen Sieg der Hauptstädter. Die Zehlendorfer Wespen bezwangen die HG Nürnberg mit 3:0. Lukas Kossel (E, 25.) und anschließend zweimal Philip Wever (E, 40./58.) schossen die Tore für die Berliner.

"Zwei Halbzeiten wie Tag und Nacht. Von Anfang an ging unser Matchplan voll auf und wir konnten uns diesmal endlich vor dem Tor belohnen. Zur Halbzeit hätten wir auch höher führen können. Das dritte Viertel verschlafen wir komplett und fühlen uns zu sicher, fressen zu viele Konter und kassieren zwei ärgerliche Ecken-Tore. Dann war das Momentum bei Blau-Weiss. Danach geht es hin und her, somit eine gerechte Punkteteilung."
Till Ziemssen, Trainer HTC Stuttgarter Kickers


Auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurde Nord-Spitzenreiter Gladbacher HTC. Beim DSD Düsseldorf setzte es für Gladbach mit 2:4 die erste Saisonniederlage. Ben Marquardsen (3.) hatte früh die Führung der Gastgeber hergestellt, die Maximilian Bergs (25.) und Lukas Muth (26.) mit einem Doppelschlag zum 3:0-Pausenstand erhöhten. Den GHTC-Anschlusstreffer durch Mustaphaa Cassiem (44.) antwortete Marquardsen mit seinem zweiten Tor (7m, 49.). Das zweite Gästetor durch Torjäger Abdud Cassiem (53.) kam zu spät. „Wir hatten mehr Chancen als Düsseldorf, aber der DSD heute die eindeutig größere Effizienz im Abschluss“, meinte GHTC-Trainer Jan Klatt.

 

In Köln wurde an zwei Spielstätten die Punkte geteilt. In der Partie Schwarz-Weiß Köln gegen Großflottbeker THGC fielen gar keine Tore – 0:0. Bei Blau-Weiß Köln gegen Schwarz-Weiß Neuss reichten die Platzherren auch drei Führungen durch Julien Keibel (7.), Cedric Nagl (35.) und Jonas Kreutzberg (53.) nicht zum Sieg. Matthis Schäfer (14.), Finn LangHeinrich (37.) und Syed Haider (54.) glichen für Neuss jeweils aus, so dass am Ende ein 3:3-Unentschieden stand. 

 

Auch das dritte Spiel mit Kölner Beteiligung lief auf ein Remis hinaus. Zwischen dem Marienburger SC aus dem Kölner Süden und Klipper Hamburg stand es kurz vor Schluss 3:3, ehe Constantin Frystatzki (58.) die Gastgeber mit dem 4:3-Siegtreffer erlöste. Moritz Wierlemann (7,. 18), Lukas Winkelhorst (37.) und Nils Jabobi (37.) trafen außerdem für den MSC. Die Gäste hatten durch Peter Kohl (E, 22.), Dominic Smith (26.) und Luis Bernstein (46.) ihre Tore erzielt.

 

Im Duell der beiden Aufsteiger setzte sich der Club Raffelberg deutlich mit 5:2 gegen den Braunschweiger THC durch. Die Gästeführung durch Paul Richwien (13.) drehten Felix Weber (E, 15.), Steven Dühr (21.), Christopher Jones (26.) und Mats Langhaki (33.) zum 4:1 für die Duisburger. Lenn Bertelsmeier (54.) brachte Braunschweig noch einmal heran, aber Tobias Prost (7m, 58.) machte für Raffelberg den Sack zu.

 

"Wir hatten mehr Chancen als Düsseldorf, aber der DSD heute die eindeutig größere Effizienz im Abschluss."
Jan Klatt, Trainer Gladbacher HTC


Foto: DSD Düsseldorf

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