2. BL Herren: DSD Düsseldorf zittert sich zum Aufstieg

Elf Jahre nach dem Abstieg aus der 1. Bundesliga Halle kehren die Herren des DSD Düsseldorf (Foto) ins Oberhaus zurück. Nach dem 6:6 gegen Schwarz-Weiß Köln war der Gewinn der West-Gruppe in der 2. Bundesliga für die Düsseldorfer perfekt.

Der spätere Aufsteiger musste vor voller DSD-Halle allerdings schwere Minuten überstehen. Schwarz-Weiß Köln war in dieser zum „Endspiel“ gewordenen Partie die deutlich aktivere, bessere Mannschaft. Verdient führten die Gäste dank guter Verwertung ihrer Eckenchancen mit 2:0, 3:1 und zum Halbzeitpfiff immer noch mit 3:2. Da Köln aber nicht bloß drei Punkte, sondern auch noch einige Tore mehr brauchte für seinen Aufstieg, drängte Schwarz-Weiß auch nach der Pause mit Druck weiter. Beim Stand von 3:5 und einem Siebenmeter für Köln wankten die Hausherren bedenklich. Sie konnten sich mehrfach bei Torwart Jonas Weißner bedanken, der bei diesem Spielstand seinen zweiten Strafstoß parierte und auch sonst Glanzparaden zeigte. Als Köln in künstlicher Überzahl weiterhin alles riskierte, konterte Düsseldorf und hatte am Ende sogar noch ein 6:6 (2:3)-Unentschieden erreicht. Tassilo Busch verwandelte zwei Siebenmeter für den DSD, bei den Gästen trafen Sebastian Lehrke und Bela Mayer doppelt.

 

„Die Nervosität war groß, auch bei mir. Köln war heute die bessere Mannschaft. Aber am Ende ist es egal, wir sind mit unserer jungen Mannschaft aufgestiegen“, fiel nach Schlusspfiff DSD-Trainer Tobias Bergmann ein Stein vom Herzen. „Glückwunsch an den DSD. Es war zwar heute ein glückliches Unentschieden für sie, aber insgesamt haben sie den Aufstieg verdient. Wir haben eine bärenstarke Rückrunde gespielt und wollten unbedingt gewinnen, aber die Voraussetzung war wegen des Rückstandes von fünf Toren eben schwierig für uns“, sagte SWK-Trainer Christopher Jäkel.

 

Sein Team hatte es versäumt, mit realistischeren Aufstiegschancen in dieses Finale zu gehen. Der 6:3-Sieg im Nachholspiel am Freitagabend gegen Schlusslicht Oberhausener THC fiel eindeutig nicht hoch genug für Köln aus. Gleichzeitig stand mit dieser Niederlage der ohnehin kaum noch zu verhindernde Abstieg für den OTHC nun auch rechnerisch fest. Die Oberhausener müssen die zweite Liga sogar punktlos verlassen. Auch ihr zehntes Spiel verloren sie am Sonntag mit 5:13 (3:7) beim Gladbacher HTC. Der GHTC hatte seine verbliebenen Aufstiegschancen bereits am Freitagabend verspielt, als es im Nachholspiel beim HC Essen eine 6:8 (2:3)-Niederlage gab. Essen verlor dann am Sonntag noch mit 8:10 dem Kahlenberger HTC, der im Abschlussranking deshalb vor dem HCE auf Position vier landete.

„Die Nervosität war groß, auch bei mir. Köln war heute die bessere Mannschaft. Aber am Ende ist es egal, wir sind mit unserer jungen Mannschaft aufgestiegen."
Tobias Bergmann, Trainer DSD Düsseldorf

Neben Oberhausen im Westen muss auch der THK Rissen im Norden die Liga als Absteiger verlassen. Die Rissener verloren ihr abschließendes Spiel bei Klipper Hamburg mit 6:7 (2:2), nachdem sie 1:0, 2:1 und 5:3 in Führung lagen. Am Ende hätte ein knapper Sieg für den THK tatsächlich zum Klassenerhalt gereicht, denn der TTK Sachsenwald auf Position fünf verlor nicht nur sein Nachholspiel am Samstag gegen Klipper mit 5:10 (2:5), sondern heute auch mit 7:8 (3:5) beim Großflottbeker THGC.

Die Entscheidung um den Erstligaaufstieg in der Nord-Gruppe ist bekanntlich vertagt. Wegen zahlreicher Coronaausfälle war Spitzenreiter Braunschweiger THC nicht spielfähig, das zum Endspiel gewordene Duell gegen Verfolger Rahlstedter HTC soll nun am 26. Februar (13 Uhr) ausgetragen werden. Bei einem Sieg würde Rahlstedt aufsteigen, Unentschieden oder Heimsieg beließe den BHTC an der Spitze.
Die weiteren Erstliga-Aufsteiger standen mit HC Roseneck (Gruppe Ost) und Wiebadener THC (Süd) bereits vor diesem Wochenende fest.

Foto: Herbert Bohlscheid



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