2. BL Herren: Das Nord-„Endspiel“ ist bereits auf 26. Februar verlegt

Zwei Aufsteiger und zwei Absteiger sind in der 2. Bundesliga Herren noch zu ermitteln. Doch das geplante Schlusswochenende der zweiten Liga wird höchstens drei dieser vier Entscheidungen liefern. Wegen Corona ist ein „Nachspiel“ bereits jetzt sicher.

Das zurückliegende Spielwochenende lieferte die sportlichen Zutaten für ein echtes Aufstiegsendspiel in der Gruppe Nord. Der Tabellenführer Braunschweiger THC (Foto) büßte durch ein Unentschieden (7:7 gegen Klipper) so viel von seinem Vorsprung ein, dass Verfolger Rahlstedter HTC wieder in Schlagweite kommen konnte. Da der Saisonplan die Partie Braunschweig gegen Rahlstedt für den letzten Spieltag am 13. 2. vorgesehen hatte, konnten sich Beteiligte und Fans beider Lager auf ein spannendes Finale freuen. Aber der Termin ist schon wieder vom Tisch. Beim BTHC hat sich die Corona-Situation mittlerweile drastisch verschärft. Sieben infizierte Spieler zählt Trainer Carsten Alisch, die offizielle Absage des ursprünglichen Termins erfolgte durch Hockeyliga-Spielorganisator Sebastian Schwidder bereits am Dienstagabend. Wegen der Quarantäne-Bestimmungen auf Braunschweiger Seite und Urlaubsmeldungen bei Rahlstedt hat die einvernehmliche Findung eines Nachholtermins etwas gedauert. Doch nun steht fest: Es soll am 26. Februar in Braunschweig gespielt werden.

 

Der Aufsteiger im Westen dürfte dagegen spätestens am Sonntag feststehen. Möglicherweise aber bereits am Freitagabend. Denn wenn dort Schwarz-Weiß Köln und Gladbacher HTC ihre Nachholspiele beide nicht gewonnen haben sollten, wäre Tabellenführer DSD Düsseldorf schon uneinholbar und damit bereits vor dem Schlussspieltag aufgestiegen. Da die Wahrscheinlichkeit eines Kölner Sieges über das punktlose Schlusslicht Oberhausen aber hoch ist, könnte es auf ein „Endspiel“ am Sonntag im Aufeinandertreffen von DSD und Schwarz-Weiß hinauslaufen. Köln muss am Freitag nicht nur die nötigen drei Punkte holen, sondern auch möglichst viel des Rückstandes im Torverhältnis (momentan elf Treffer) gegenüber Düsseldorf wettmachen, um eine realistische Aufstiegschance zu bekommen. Die ungünstigste Position im Aufstiegsdreikampf hat auf alle Fälle der Gladbacher HTC. Der GHTC wäre nur dann der lachende Dritte, wenn er seine beiden Spiele gewinnt und dabei mehr Tore erzielt als Köln, wobei Gladbach zwingend auf Schützenhilfe der Domstädter in Düsseldorf angewiesen ist.

 

Im Kampf um den Klassenerhalt sind die Ausgangssituationen viel klarer umrissen. Oberhausen im Westen wäre nur noch durch mehrere sportliche Wunder zu retten, für den THK Rissen ist die Hoffnung weitaus größer, wenngleich kaum mehr etwas in der eigenen Hand liegt. Ein Sieg bei Klipper ist Pflicht für den THK, der aber gleichzeitig auf zwei Niederlagen des TTK Sachsenwald (im Nachholspiel am Samstag gegen Klipper sowie am Sonntag bei Flottbek) angewiesen ist.

 

In den Gruppen Süd und Ost ist die Saison bereits vor einer Woche abgeschlossen worden. Wiesbadener THC (Süd) und HC Roseneck (Ost) steigen in die 1. BL auf, HG Nürnberg (Süd) und Spandauer HTC (Ost) steigen in die Regionalliga ab.     

 

 Foto: Braunschweiger THC

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