2.BL Herren: Dank Schützenhilfe zieht Roseneck davon

Dank Schützenhilfe hat sich der Vorsprung des HC Roseneck um Toptorjäger Jakob Eggers (Foto) in der Ost-Gruppe der 2. Bundesliga Herren auf sechs Punkte vergrößert. Der nächste Aufstieg des Liganeulings wird immer wahrscheinlicher.

Der HC Roseneck kommt dem Durchmarsch in der Gruppe Ost immer näher. Seine eigene Aufgabe erledigte der Aufsteiger mit dem 16:3 (6:1) über Ex-Erstligist Osternienburger HC mehr als souverän, dazu kam Schützenhilfe des Berliner SC, der den Roseneck-Verfolger Rotation Prenzlauer Berg in dessen Halle mit 9:4 (5:2) besiegte.

Bei Roseneck konnte sich besonders Jakob Eggers in besonderer Weise austoben. Mit neun Treffern trug der Stürmer nicht nur ganz entscheidend zum Kantersieg bei, sondern Eggers vergrößerte damit natürlich auch seinen Vorsprung in der Torjäger-Gesamtwertung der zweiten Liga. Osternienburg konnte dem Torhagel des Spitzenreiters, der bereits nach elf Minuten 4:0 führte, nur mit seinen drei Toren zum 1:4, 2:7 und 3:12 etwas entgegensetzen. Auch der BSC legte in der ersten Halbzeit den Grundstein zum Sieg und führte bei Rotation nach 27 Minuten schon 5:1. Über das 8:2 kam es zum 9:4-Endstand. Moritz Seeliger, Bruno Wienert und Moritz von Pander konnten sich doppelt beim BSC in die Torschützenliste eintragen, Christopher Nörskau schoss für Rotation ebenfalls zwei Tore.

 Der TSV Leuna konnte durch seinen Punktgewinn beim 5:5 in Spandau die Rote Laterne an Osternienburg weitergeben. Bei dem im Abstiegskampf bedeutenden Spiel lag Gastgeber SHTC zwar nie in Rückstand, doch die Berliner schafften es nicht, einen 2:0-Vorsprung auszubauen. Leuna kämpfte sich immer wieder heran und erzielte durch seinen haupttorschützen Christian Zeiger (drei Tore) schon elf Minuten vor Ende den Ausgleich zum Unentschieden. Sebastian Meincke war mit zwei Toren bester Spandauer Schütze.

 

Im einzigen Spiel der Nord-Gruppe teilten sich Rahlstedter HTC und Großflottbeker THGC beim 6:6 die Punkte. Dabei hatten die Gastgeber schon 3:0 (25.) und 5:2 (42.) geführt. Aber Flottbek kämpfte sich immer wieder heran, hatte zur Halbzeit auf 2:3 verkürzt und nach 54 Minuten erstmals ausgeglichen (5:5). Auch auf das Rahlstedter 6:5 hatte Flottbek eine Antwort mit dem 6:6 (59.) durch Noah Winneberger, der mit drei Toren erfolgreichster Schütze der Gäste war. Für den RHTC traf Alexander Reek ebenfalls dreifach.

 

Im Süden setzte der HTC Stuttgarter Kickers seinen zum Ende der Hinrunde aufgenommenen Schwung fort und feierte mit dem 10:7 (8:3)-Heimsieg über HG Nürnberg den dritten Dreier in Folge. Die Entscheidung fiel im zweiten Viertel, als die Kickers aus einem 2:3-Rückstand einen 8:3-Halbzeitvorsprung machten. Die Gäste spielten über weite Teile der Partie mit sechs Feldspielern, liefen aber speziell im zweiten Viertel ein ums andere Mal in Konter, die Stuttgart zu vielen Empty-net-Goals einluden. Sten Brandenstein war mit drei Toren bester Kickers-Schütze, Cedric Nagl traf sogar viermal für die HGN, die auch an ihrer mageren Eckenquote scheiterte.

Der Höhenflug des Wiesbadener THC setzt sich fort. Beim Auswärtsspiel in Rüsselsheim feierte der Aufsteiger seinen fünften Sieg in Folge. Letztlich sollte der 3:0-Vorsprung, den sich der WTHC bis zur Halbzeit herausspielte, zum Sieg reichen, auch wenn der RRK beim 2:3 (39.) und 3:4 (45.) noch zweimal bedrohlich nahe herankam. Niklas Isselhard (RRK) und jakob Cyrus (WTHC) waren mit je zwei Toren die besten Schützen.
Der HC Ludwigsburg kann irgendwie nicht mehr gewinnen. Im Heimspiel gegen TuS Obermenzing kam der Erstligaabsteiger nicht über ein 6:6 (4:2)-Unentschieden hinaus, es war das vierte sieglose Spiel in Folge für Ludwigsburg. Beim 5:2 (35.) hatte der HCL mal einen Drei-Tore-Vorsprung, der aber nicht reichte. Michael Rosteck, mit vier Toren der beste TuS-Schütze, markierte in der vorletzten Minute den Ausgleichstreffer, der Obermenzing vom letzten Tabellenplatz wegführte und den HCL auf Rang drei zurückfallen ließ. Vor der Partie wurde Schiedsrichter Frank Lubrich geehrt. Als erster Unparteiischer im Deutschen Hockey-Bund erreichte „Lupo“ am heutigen Tag die Marke von 600 geleiteten Bundesliga-Spielen.


Foto: H. Staiger

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