2.BL Herren: Braunschweig gewinnt Nord-Gipfel

Die Spitzenreiter im Norden und Osten verteidigten ihre Positionen mit deutlichen Siegen. Im Süden bleibt Ludwigsburg trotz der ersten Punktverluste an der Spitze. Der Westen spielt erst am Sonntag.

Im Topspiel der Nord-Gruppe drehte der Braunschweiger THC in der zweiten Halbzeit gewaltig auf und fügte dem bislang ebenfalls verlustpunktfreien TTK Sachsenwald noch eine klare 9:4-Niederlage bei. Dabei hatten die Gäste zwischendurch 3:1 und zur Halbzerit noch 3:2 geführt. Danach trafen aber fast nur noch die Niedersachsen. Beim 4:3 war erstmals die Führung gelungen, und nach dem 4:4 (48.) schoss der BTHC fünf Treffer in Folge. Paul Richwien war mit fünf Toren der erfolgreichste Braunschweiger, beim TTK traf Leo Bannister doppelt, Sachsenwalds Torjäger Finn Dabelstein blieb mit nur einem Treffer hinter seiner sonstigen Quote zurück. Weitere Samstagsspiele gab es im Norden nicht.

Ost-Spitzenreiter HC Roseneck gewann auch sein drittes Auswärtsspiel. Beim Spandauer HTC gab es ein ungefährdetes 13:4 (6:2). Schon nach elf Minuten führte der personell stark besetzte Aufsteiger mit 4:0. Über den 6:2-Pausenstand ging es bei 8:2 und 10:3 dem Endergebnis entgegen. Jakob Eggers war mit sieben Treffer erneut der beste HCR-Torschütze, womit er erst einmal die Führung in der Torjägerliste der 2. BL vom heute spielfreien Mustaphaa Cassiem übernahm. Manuel Schreiter traf für Spandau doppelt.

Klare Heimsiege feierten der Berliner SC und Rotation Prenzlauer Berg. Der BSC rang den TSV Leuna mit 6:2 (3:1) nieder. Über das 3:0 (17.) und das 6:1 (54.) kam es zum ungefährdeten Sieg der Hausherren, bei denen Jonas Angrick und Bruno Wienert je zwei Treffer beisteuerten. Beim punktlosen TSV schoss Jörn Jördens beide Tore. Rotation hielt Erstligaabsteiger Osternienburger HC erstaunlich klar mit 10:4 (6:1) nieder. Über das 3:0 (8.) kam es zum Halbzeitstand, den die Berliner Gastgeber über 7:1, 8:2 und 9:3 nicht kleiner werden ließen. Christopher Nörskau war mit drei Treffern einmal mehr der erfolgrechste Prenzlauer Schütze, bei den Gästen traf Tobias Schweitzer doppelt.

Im Süden gab es drei ganz enge Samstagspartien. Die beiden bislang punktlosen Feld-Zweitligisten HG Nürnberg und HTC Stuttgarter Kickers trennten sich 9:9 (4:4), wobei die fränkischen Hausherren nur zweimal beim 7:5 und 9:7 (49.) mit zwei Toren vorne lagen. Die Gäste, die nur beim 1:2 und 2:3 mal die Führung hatten, kämpften sich immer wieder heran und glichen zwei Minuten vor Schluss aus. Cedric Nagl war mit fünf Toren bester HGN-Schütze, bei den Kickers gingen die meisten Treffer auf Sten Brandenstein (4) und Lucca Epple (3).
Mit 5:5 einen finalen Gleichstand gab es auch zwischen TuS Obermenzing und HC Ludwigsburg. Die Münchner Hausherren lagen im ganzen Spiel kein einziges Mal vorne, aber sie machten aus dem 0:2 einen 2:2-Pausenstand und glichen im zweiten Durchgang drei kleine Gästeführungen wieder aus. Christian Leberl, mit zwei Treffern bester TuS Schütze, gelang vier Minuten vor Schluss das 5:5, beim Spitzenreiter HCL traf Severin Schmidt doppelt.

Aufsteiger Wiesbadener THC (Foto) setzte sich im Hessen-Derby gegen den Rüsselsheimer RK mit 4:3 (2:1) durch. Die Gastgeber bauten die Pausenführung bis zum 4:1 (41.) aus, ehe sich der RRK mehr aus seiner Defensivrolle heraus traute und die Partie noch einmal spannend machte. Aber es reichte für Wiesbaden, das damit Rüsselsheim auf den Verfolgerplatz hinter Tabellenführer Ludwigsburg ablöste.

Foto: Wiesbadener THC

"Der TTK war der erwartet harte Gegner. Am Ende haben die Fitness und die Tore zum richtigen Zeitpunkt entschieden. Die drei Punkte nehmen wir gerne mit, aber es ist noch ein langer Weg."
Carsten Alisch, Trainer Braunschweiger THC
„Wir haben die tiefstehenden Rüsselsheimer mit Geduld bespielt und nach hinten wenig zugelassen. Im Schlussspurt ist es noch einmal ganz kurz hektisch geworden, aber wir haben dem Druck standgehalten und am Ende ein gerechtes Ergebnis.“
Stefan Zeller, Trainer Wiesbadener THC
"Wir haben von Anfang an sehr griffig gespielt und versucht, Lücken zu erarbeiten. Das ist gelungen, und somit konnten wir schon bis zur Halbzeit eine angenehme Führung rausspielen. Die konnten wir danach zwar nicht merklich ausbauen, dennoch sind wir froh, weitere drei Punkte auf der Uhr zu haben."
Felix Rugor, Trainer Rotation Prenzlauer Berg

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