2. BL Herren: Blau-Weiss Berlin verabschiedet sich aus dem Abstiegskampf

Im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga Herren sind HC Ludwigsburg und DHC Hannover vor dem Schlusswochenende am 11./12. Juni in ungünstige Positionen gelangt. Viel hängt auch vom Ausgang des Play-downs zwischen Düsseldorf und Frankfurt ab. Gewinner des Wochenendes war im Abstiegskampf eindeutig Blau-Weiss Berlin (Foto).

Den überraschenden Vortagssieg über Meister München veredelte der TC Blau-Weiss mit einem 3:1 über die HG Nürnberg. Nach torloser erster Halbzeit hatte Leon Spitzbart (E, 38.) die Gäste in Führung gebracht, doch Clemens Schulze (42.) und in der Schlussphase zweimal Stefano Perugino (56./58.) brachten die Berliner Gastgeber noch zum Sieg und damit zum Sechs-Punkte-Wochenende. Alle Sorgen um den Klassenerhalt waren vertrieben.

 

Südmeister Münchner SC schüttelte seine kleine Vortagsenttäuschung (mit der ersten Saisonniederlage bei BW Berlin) mit einem souveränen 11:0 (6:0) bei Absteiger Berliner SC ab. Philip Bezzenberger (12./30./34.), Nikas Berendts (E, 30/E, 50.), Xaver Kalix (7m, 19./29.), Julian Böllhoff (5.), Ben Kramer (52.), Benedikt Geyer (55.) und Finn Duetz (58.) sorgten für ein noch höheres Resultat als im Hinspiel (8:0).

 

Ein temperamentvolles 3:3 (2:2) rangen sich die Zehlendorfer Wespen und der HTC Stuttgarter Kickers ab. Die Schwaben hatten mit einem Doppelpack durch Fritz Wüterich (7.) und Vincent Heller (9.) vorgelegt, noch vor der Halbzeitpause glich Lukas Kossel (7m, 25./E, 28.) aus. Julius Boeckel (37.) sorgte im dritten Viertel für die erste Berliner Führung, doch Kickers-Kapitän Sten Brandenstein antwortete schnell mit dem 3:3 (39.), außerdem wehrte er insgesamt drei Wespen-Strafecken auf der Linie ab. Mit dem eigenen Punktgewinn sowie den Resultaten auf den anderen Plätzen kann Stuttgart nicht mehr auf einen möglichen Absteigerplatz abrutschen.

 

Das Wespen-Unentschieden gegen Stuttgart hätte Ludwigsburg nutzen können, um mit einem Sieg bei Lichterfelde den drohenden zweiten Süd-Absteigerplatz wieder an die Zehlendorfer weiterzureichen. Doch aus dem Plan wurde nichts. TuSLi gewann mit 4:2 (2:0) auch sein zweites Heimspiel am Wochenende, Luke Cornish (22./41.), Fabian Posselt (23.) und Johannes Dimter (57.) trafen für die Berliner. Der HCL konnte durch Nicolas Vogt (38.) und Maximilian Bachmann (43.) nur zweimal verkürzen und steht nun vor der schweren Aufgabe, am letzten Spieltag noch Aufsteiger München schlagen zu müssen, sollte an Pfingsten der SC 80 den Klassenerhalt in der ersten Liga verpassen.

 

Im Norden siegten die beiden Topteams deutlich. Aufsteiger Crefelder HTC kam zu einem 5:1 (2:0) beim HTC Schwarz-Weiß Neuss. Luis Rodriguez (8.) und Julius Breucker (20.) brachten mit ihren ersten Saisontoren den CHTC auf die Siegerstraße. Den Neusser Anschlusstreffer von Ivo Otto (E, 34.) beantworteten Max von Laak (E, 35.), Mats Hedemann (41.) und Jonathan Ehling (7m, 51.) mit weiteren Krefelder Toren. Der Tabellenzweite Gladbacher HTC schickte den DSD Düsseldorf mit 5:0 (2:0) geschlagen nach Hause. Jan Krauß (2.), David Ascenso Franco (9.), Abdud Cassiem (52.), Daan Schenck (55.) und Mustaphaa Cassiem (55.) trafen für die Gladbacher.

 

Klipper Hamburg landete mit dem 2:1 über Absteiger THK Rissen einen wichtigen Sieg im Fernduell mit Hannover um den Klassenerhalt. Patrick Müller (40.) und Luis Bernstein (50.) brachten Klipper in Front, Luca Daufenbach (E, 58.) konnte für Rissen nur noch verkürzen. Während Klipper also gewann, gab es für den DHC Hannover beim Großflottbeker THGC eine 0:2-Niederlage. Maximilian Baumgardt hatte mit seinen zwei Toren (10./ 7m, 37.) den Sieg für die Hamburger klargemacht.

 

Das dritte gefährdete Team im Abstiegskampf ist Schwarz-Weiß Köln. Die Schwarz-Weißen verpassten es, mit einem weiteren Derby-Heimsieg (am Vortag wurde Blau-Weiß mit 2:0 geschlagen) einen weiten Satz in Richtung Klassenerhalt zu machen. Gegen den Nachbarn Marienburger SC wurde 0:1 verloren. Florian Burgbacher erzielte nach 20 Minuten per Strafecke das Tor des Tages. Schwarz-Weiß hat zwar vor dem Schlusswochenende einen Punkt mehr als Klipper und Hannover, aber mit Neuss und Krefeld das wahrscheinlich schwierigste Restprogramm (am 11./12. Juni) der betroffenen Mannschaften.

 
Foto: E.Tippelt

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