2. BL: Führungsteams geben sich keine Blöße

Die Führungsteams der 2. Bundesliga gaben sich am Samstag keine Blöße. Bei den Damen setzten sich die drei Erstplatzierten der Gruppe Süd genauso durch wie in der Nord-Gruppe der Herren.

Am Vortag vor ihrem direkten Aufeinandertreffen in Mannheim fuhren Rüsselsheim und Mannheim sicherer Auswärtssiege ein. Der RRK nahm beim Feudenheimer HC mit 3:1 (2:1) die Punkte mit. Pauline Heinz mit zwei Strafecken und Mara Bentscheck per Siebenmeter schossen die Rüsselsheimer Tore, Franzi Frey verkürzte für den FHC. Ohne Gegentor setzte sich der TSV Mannheim mit 5:0 (3:0) bei Schlusslicht TSV Schott Mainz durch. Violetta Klein sorgte mit vier Treffern fast im Alleingang für das Resultat, Vera Schultz trat auch noch als Schützin in Erscheinung.

Spitzenreiter Zehlendorfer Wespen (Foto) machte im Heimspiel gegen den ATV Leipzig schon in der ersten Hälfte alles klar. Solvej Althof, Kim König und Charlotte Stapenhorst schossen den 3:0-Pausenstand heraus, an dem sich in der zweiten Hälfte nichts mehr änderte. Die Wespen sind mit ihrem Pensum schon fertig, werden aber nur dann auf Platz eins überwintern, wenn das Sonntagsspiel zwischen TSV Mannheim und Rüsselsheimer RK mit einem Sieg des RRK mit einem Tor Vorsprung enden sollte. Bei jedem anderen anderen Resultat würde entweder der TSV oder der RRK als Herbstmeister in die Winterpause gehen.

In der unteren Tabellenhälfte war die HG Nürnberg der große Tagesgewinner. Durch zwei Tore von Lena Groß kamen die Fränkinnen beim Bietigheimer HTC zu drei Punkten. Greta Meissner konnte für die Gastgeberinnen nur noch verkürzen, die 1:2 (0:1)-Heimniederlage aber nicht mehr verhindern. Auch die andere Nürnberger Zweitligist nahm auswärts alle Punkte mit. Bis kurz vor Schluss konnte TuS Obermenzing im Heimspiel gegen den Nürnberger HTC auf einen Punktgewinn hoffen, dann traf Juliane Mücke in der vorletzten Minuten zum 0:1-Endstand.

Die Herren des Crefelder HTC sind ihrem Ziel des sofortigen Wiederaufstiegs einen weiteren Schritt nähergekommen. Im Heimspiel gegen Blau-Weiß Köln sicherte Elias Friedrich fünf Minuten vor Schluss mit seinem Tor den 2:1-Sieg. Nathan Fouhy hatte den CHTC in Führung gebracht, Jonas Kreutzberg glich für die Gäste aus, die sich nach dieser Niederlage wohl endgültig aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet haben. Satte 14 Punkte ist Blau-Weiß nun schon hinter den Krefeldern hinterher.

Die unmittelbaren CHTC-Verfolger Gladbach und Großflottbek halten das Rennen dagegen noch offen. Der GTHC verspielte im Heimspiel gegen Schlusslicht Bonn zwar eine 2:0-Führung, die Abdud Cassiem und David Ascenso Franco herausgeschossen hatten. Jakob Misof und Adrian Sonnenschein brachten beim BTHV die Hoffnung bis sieben Minuten vor Ende mit dem 2:2 zurück, aber Cassiem mit seinem zweiten Treffer zum 3:2 (0:0)-Endstand sicherte den Gladbachern drei Minuten vor Schluss die wichtigen drei Punkte.

Der Großflottbeker THGC gewann das Hamburger Derby beim THK Rissen mit 2:0 (2:0), weil er zwei Rissener Abwehrfehler durch Tore von Jakob Hegner und Saul Esteve innerhalb von drei Minuten im zweiten Viertel eiskalt bestrafte. Da nutzte dem THK ein ansonstes starkes Spiel mit teils klaren Feldvorteilen wenig. „Selten hatten wir Flottbek mal so auf der Pfanne wie heute. Wir konnten uns aber nicht belohnen“, ärgerte sich THK-Teammanager Sven Hanfft über das Resultat.

Am meisten Boden gutmachen konnte im unteren Teil der Tabelle der Klipper THC. Die Hamburger besiegten den DHC Hannover mit 4:2 (2:1). Manuel Krischker, Daniel von Drachenfels, Philipp Dahrendorf und Niko Sturm trafen für die Gastgeber, Bastian Waffenschmidt (zum 1:1) und Claudius Kröger (zum 2:3) waren die Torschützen für den DHC.

Punkteteilungen gab es in Düsseldorf und Neuss. Der DSD trennte sich vom Marienburger SC 3:3 (2:1). Daniele Cioli (2) und Lukas Mertgens schossen für Düsseldorf die Tore, Moritz Wierlemann (2) und Marvin Linnartz trafen für die Kölner Gäste, die nur beim 0:1 einmal geführt hatten und ihren Ausgleich sechs Minuten vor Schluss fabrizierten. Im Duell der beiden Schwarz-Weiß-Mannschaften lag SW Köln in Neuss durch Philipp Wenzel und Simon Quinders zweimal in Front, Finn LangHeinrich und Semir Khelil glichen zweimal für Neuss aus, der 2:2 (0:1)-Endstand stand bereits nach 36 Minuten fest. Den größten Aufreger gab es in der 41. Minute: Der Neusser Mario Stempel wurde von Schiedsrichter Johnson mit "rot" vom Platz gestellt, nachdem er nach Meinung des Unparteiischen nach einer Strafecke einem Gegner absichtlich die Gesichtsmaske an den Kopf geworfen habe.

Foto: HOCKEYLIGA e.V. / Eberhard Tippelt



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