2. BL Damen: Wachablösung im Süden, die Wespen übernehmen die Spitze

Wachablösung an der Tabellenspitze der Süd-Gruppe: Die Zehlendorfer Wespen (Foto) lösten mit ihrem 5:3 TuS Obermenzing auf Platz eins ab. Im Norden behielten Raffelberg und Crefelder HTC ihre weißen Westen.

Im von teils kräftigen Regenfällen gestörten Spitzenspiel hielten die Gäste aus München mit optimaler Strafeckenverwertung und engagierter Gegenwehr gut mit. Aber letztlich waren fünf Wespen-Treffer zu viel für Obermenzing, um etwas Zählbares mitnehmen zu können. Charlotte Stapenhorst hatte mit drei Treffern (6./E, 21./7m, 45.) maßgeblichen Anteil am Zehlendorfer Sieg, daneben trafen Leonie Neuß (30.) und Uma Käding (38.) für den Sieger. TuS hatte durch die frühere Wespe Zora Boesser (E, 19.) zum 1:1 ausgeglichen, danach durch Leoni Mainusch auch zum 2:2 (25.) egalisiert, später traf noch Stefanie Bauer (E, 40.) zum 3:4.

 

Nach zwei Auftaktniederlagen stand TuS Lichterfelde am Sonntag kurz vor seinem ersten Saisonsieg. Beim Nürnberger HTC führte der Erstligaabsteiger nach Toren von Julia Micheel (10./40.) und Susanne Felder (E, 13.) bis zum letzten Viertel mit 3:1. Die Berlinerinnen verdienten sich ihre Führung durch gutes Pressing und schnörkellose Konter. Aber die bislang makellosen Gastgeberinnen gaben sich nicht auf, verkürzten noch vor der Pause ein 0:2 durch den Anschlusstreffer von Antonia Bortolazzi (E, 28.), um dann durch Julia Mücke (47.) und Berenike Zaha (E, 58.) noch das 3:3-Unentschieden herauszuholen.

 

Die ersten Punkte aufs Konto bekam neben TuSLi auch die TG Frankenthal. Im Aufsteiger-Duell in Berlin schlugen die Pfälzererinnen Gastgeber Mariendorfer HC klar mit 4:1. Lea Schopper (E, 18.), Yvonne Müller (E, 23.), Marie Fischer (37.) und Elisa Haselmaier (51.) sorgten mit ihren Toren für den ersten Sieg Frankenthals, der in Augen von TG-Trainer Tobias Stumpf „absolut verdient“ war und „angesichts unserer vielen Chancen noch höher hätte ausfallen können“. Für den MHC konnte Laura Draskovic (41.) lediglich zum 1:3 verkürzen. „Das Ergebnis geht grundsätzlich in Ordnung“, sah auch Mariendorfs Co-Trainer Thomas Wiese eine gegnerische Überlegenheit.

 

Ebenfalls mit 4:1 siegte die HG Nürnberg über den ATV Leipzig. Lena Groß traf gleich in der ersten Spielminute und setzte nach 43 Minuten mit dem vierten HGN-Treffer auch den Schlusspunkt. Dazwischen lagen weitere Tore von Naemi Stieber (E, 10.) und Julia Groß (E, 41.) für die HGN sowie das 1:2 des ATV durch Caroline Engel (16.). Für die HGN war es mit sechs Punkten ein optimales Wochenende, Leipzig muss dagegen ohne Punkt aus Nürnberg nach Hause reisen.

"Unser Sieg war absolut verdient und hätte angesichts unserer vielen Chancen noch höher ausfallen können."
Tobias Stumpf, Trainer TG Frankenthal

Im Norden festigte Club Raffelberg durch seinen vierten Dreier seine Tabellenführung. Das Heimspiel gegen Aufsteiger Hannover 78 gewannen die Duisburgerinnen mit 4:1. Allerdings geriet der standesgemäße Erfolg des Erstligaabsteigers gegen den Liganeuling nach dem 1:2-Anschlusstreffer der Gäste durch die ukrainische Nationalspielerin Yulia Shevchenko (44.) zumindest noch einmal in Gefahr. Erst in den letzten Minuten machten Carolin Schmid (57.) und Anneke Maertens (59.) den Deckel drauf, nachdem Jule Bloch (18.) und Laura Plüth (20.) die 2:0-Pausenführung herausgeschossen hatten.

 

Ebenfalls wie Raffelberg hat auch der Crefelder HTC noch eine weiße Weste, jedoch ein Spiel weniger. Wie am Vortag bei Polo glückte den Krefelderinnen auch bei Klipper Hamburg durch ein Tor im Schlussviertel ein 1:0-Sieg. Diesmal war Stephanie Panuschka (51.) die Siegtorschützin.

 

Ein Wochenende ohne eigenen Torerfolg muss der Hamburger Polo Club zur Kenntnis nehmen. Der 0:1-Samstagsniederlage gegen den Crefelder HTC folgte tags drauf ein 0:0 gegen DSD Düsseldorf. Die westdeutschen Gäste nehmen nach ihrem 1:1 bei Klipper damit zwei Punkte mit aus der Hansestadt.

 

Nach zwei Niederlagen zum Auftakt platzte bei Eintracht Braunschweig der Knoten. Bei Blau-Weiß Köln landeten die Niedersächsinnen einen 2:0-Auswärtssieg. Olla Edelhäuser per Ecke (7.) und der argentinische Neuzugang Lourdes Estigarria Campos (25.) führten schon in der ersten Halbzeit die Entscheidung herbei.

Foto: Zehlendorfer Wespen

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